Best Practice – digitale Vorführkopien für Festivals und Kinos

Gerade ausgepackt: Kurzfilme auf verschiedenen Datenträgern @ rww

Gerade ausgepackt: Kurzfilme auf verschiedenen Datenträgern @ rww

Mit der Digitalisierung des Kinos ging die Hoffnung einher, dass Kurzfilme viel schneller und kostengünstiger in hoher Qualität den Weg auf die Kinoleinwand finden. Leider sieht die Realität heute anders aus. Wer mit Kinobetreibern, Festivalveranstaltern und insbesondere Filmvorführern über das Thema spricht, wird sofort ein lautes Stöhnen vernehmen. Gerade beim Kurzfilm ist die Formatvielfalt soweit fortgeschritten, dass die Anpassung an unterschiedliche Abspielbedingungen zum Alptraum werden kann. Das gilt insbesondere für Veranstaltungen mit Filmen, die direkt vom Hersteller und nicht von einem Verleih bezogen werden. Die meisten Filmfestivals, aber kaum ein Kino, haben sich notgedrungen darauf eingestellt. Fast alle Festivals haben inzwischen eigene Technikabteilungen, die wochenlang die Vorstellungen vorbereiten, Fehler ausbügeln und passende Vorführkopien erstellen. Aufwand und Stress ließen sich aber deutlich reduzieren. Und darum geht es in diesem Artikel – nämlich wie Filmemacher helfen können, das digitale Formatchaos zu bewältigen.

 

Der Aufwand ist im Kurzfilmsektor besonders hoch, da die Filme in der Regel in Programmblöcken präsentiert werden, und nicht zwischen jedem Film das Abspielsystem und die Projektion vor Publikum umgestellt werden kann. Außerdem sind Festivals als reine Veranstalter von der Haustechnik ‚ihrer’ Festivalkinos und anderer Abspielstellen abhängig. Sie müssen daher die technischen Spezifikationen vor Ort abstimmen und den teilnehmenden Filmemachern vermitteln. Da Kurzfilmemacher aus finanziellen Gründen meist keine Dienstleister beauftragen können, um jede Spezifikation zu bedienen, müssen sie sich selbst darum kümmern. In einer Hinsicht kann man aber Entwarnung geben: zwar unterscheiden sich die Spezifikationen von Festival zu Festival und von Kino zu Kino, jedoch gibt es gute Strategien für gemeinsame Nenner. Das erfordert aber ein Verständnis für die Materie und Grundkenntnisse beim Ausspielen digitaler Kopien.

 

Als Einführung und Hilfe hierzu geht es im Folgenden um Spezifikationen für Datenträger, Container-Formate, Codecs und einige andere Faktoren. Dabei werden nicht alle Details erklärt, sondern lösungsorientiert nur jene, die wirklich wichtig sind. Grundlage dieser Empfehlungen ist eine Umfrage unter Festivals und eigene (leidvolle) Erfahrungen mit Kurzfilmprogrammen im Kino.

 

 

Tipps zu Festplatten und alternativen Datenträgern

Der bevorzugte physische Träger für digitale Filme ist eine Festplatte in einem robusten Gehäuse. Bevor ein Film zum Versand auf einen Datenträger kopiert wird, stellt sich die Frage der Formatierung der Platte, denn jedes Betriebssystem und jedes Abspielgerät hat eigene Standards und proprietäre Dateisysteme.

 

Im Kino sind Digital Cinema Packages (DCPs) – ein Set von Daten und Metadaten in einem Verzeichnis – Standard. Sie sollen der DCI-Norm entsprechen, die von dem Konsortium DCI (Digital Cinema Initiatives) definiert wurde. Für Filme im DCP-Format, die direkt auf einen Filmserver überspielt werden (sogenanntes Ingesting), sind Festplatten mit Linux-Dateisystem die beste Wahl. Empfohlen ist ext3 (nicht ext4) und eine INODE-Größe von 128 Bytes (nicht 256). Das ist für nicht Linux-basierte Filmserver wie Ropa Cinesuite und alternative E-Cinema-Systeme wichtig. Es entspricht aber auch der DCI-Norm. Als kleinster gemeinsamer Nenner für fast alle Filmserver sind 2K-DCPs (nicht 4K) empfehlenswert. Und wenn die Festplatte zusätzlich die schnellere Schnittstelle eSata hat, freuen sich die Filmvorführer, denn sie sparen beim Ingesting viel Zeit!

 

Die meisten Filmserver können auch NTFS-formatierte Festplatten auslesen, so dass man mit NTFS (ein Windows-Dateisystem) meist auf der sicheren Seite ist. MacOS-Dateisysteme sind für DCPs grundsätzlich ungeeignet. Es ist zwar möglich Files von einem Dateiensystem auf eine anders formatierte Platte umzukopieren, jedoch verursacht das Mehrarbeit und birgt das Risiko von Schreib-/Lesefehlern. Filmserver lehnen übrigens aus Kopierschutzgründen das Ingesting ab, wenn die Kopie nicht Bit für Bit absolut identisch mit dem Original ist (Hashsum Check – Prüfsumme aller Bits eines Datensatzes).

 

Für USB-Sticks spricht ihre Kompaktheit (preiswert in Anschaffung und Versand) und Kompatibilität mit allen Betriebssystemen. Auch erspart man sich Kabel und Netzteil. Handelsübliche, kompatible Sticks sind jedoch nur für kurze Filme geeignet, weil deren Partitionen im FAT32-Format nur Datenpakete bis 4GB Größe speichern können. Sticks können aber mit einem der oben genannten Dateisystemen formatiert werden und dann auch größere Files aufnehmen.

Es gibt aber gute Gründe lieber eine Festplatte zu wählen: USB-Sticks sind fragil (Gehäuse, Stecker) und langsam. Außerdem sind sie zu klein, um ordentlich beschriftet werden zu können. Manche Festivals (z.B. IKFF Hamburg) bevorzugen dennoch Sticks, weil sie handlicher sind.

 

Alternativ können Filme auch als Daten-Files auf Blu-Ray Disc oder auf DVD gebrannt werden, aber nur, wenn dies ausdrücklich vom Festival akzeptiert wird. Wichtig ist die Kennzeichnung der Discs als Datenträger, um nicht mit einem Abspielmedium verwechselt zu werden.

 

Für alle Datenträger gilt: Es empfiehlt sich vor dem Versand die Daten einmal zurück zu kopieren und dann die Kopie des Films zu testen. Der Sendung ist eine Liste mit der Angabe von Filmtitel, Name der Datei und den technischen Spezifikationen (Container/Codec) beizulegen.

 

Eine Alternative zum physischen Transport ist der Upload auf einen Online-Netzwerkspeicher, falls dies vom Festival angeboten wird.

 

 

Digitale Daten richtig verpacken: Containerformate

Das Containerformat bezeichnet den Behälter, in dem Bild- und Audiostreams, Metadaten und gegebenenfalls Untertitel-Listen verpackt werden. Gängige Beispiele sind die Container .mov oder .mp4, wobei das Quicktime-Format von den wenigsten Festivals und kaum einem Kino direkt abgespielt werden kann. Das Containerformat von Video- und Audio-Streams in DCPs ist immer MXF.

 

Kein Festival oder Kino kann alle existierenden Containerformate direkt abspielen. Alle Filme in einem Programmblock sollten das gleiche Format haben. Nur so können sie problemlos in einer Play List (Show) aneinandergehängt werden.

 

Im Kurzfilmsektor ist die Einführung der DCI-Norm für DCPs eher ein Problem als eine Lösung der Formatfrage. Viele kleinere Kinos und kulturelle Spielstellen, schon gar keine ambulanten Pop-up-Kinos, können sich die extrem teuren Geräte leisten. Und auf der Filmherstellerseite entstehen deutlich höhere Aufwände und Kosten für das Erstellen von DCPs. Die meisten Kurzfilme entstehen in HD-Auflösung und geringer, eventuell noch in 2K. Dafür würden Hardware Media Player, die sehr preiswert in der Anschaffung sind, für in HD ausgepielte MP4-Filme eigentlich ausreichen. Interfilm Berlin hat hierfür eine interessante eigene Lösung entwickelt, die zeitweise auch auf den Festivals in Hamburg und in Clermont-Ferrand zum Einsatz kam. Selten von Kinos ausprobiert, aber dennoch möglich: fast alle Filmserver für DCPs akzeptieren auch MP4-Filme – man muss sich nur trauen;-)

 

 

Komprimieren: Codecs

Video Codecs sind elektronische Schaltkreise oder Anwendungen, die den Datenstrom Enkodieren und beim Abspiel wieder dekodieren. Codecs werden eingesetzt um die Datenmenge zu reduzieren. Sie sind ‚lossy’, das heißt es geht etwas von der Bildqualität verloren – je nach Einstellung der Kodierung mehr oder weniger.

 

Bei der Erstellung von DCPs wird Motion JPEG2000 verwendet. Eine der Besonderheiten dieses Codecs ist, dass er 24 Vollbilder pro Sekunde voraussetzt, weil er nur einzelne Bilder komprimiert. Bei Bewegungen ist das vorteilhafter als die sonst übliche Kompression durch Auslassung ähnlicher Inhalte in Bildsequenzen. In der Produktion ist in allen Ländern mit 50HZ Stromnetz eine Bildfrequenz von 25 Bildern die Regel. Wer DCPs selbst erstellt, muss darauf achten, dass Bild und Ton in 24B/s gewandelt werden!

 

Kein Codec eignet sich gleichermaßen für alle Bereiche von der Aufnahme, Schnitt, Postproduktion bis zum Abspiel. Wie bei den Containern gibt es für jedes Betriebssystem eigene Codecs. Da Apple in der Postproduktion von Kurzfilmen am meisten verbreitet ist, sind H.264 und Apple ProRes Semi-Standards.

 

H.264 oder die Open Source-Variante x264 sind für Schnittsysteme zu rechenintensiv, aber für das Abspiel von Filmen sehr gut geeignet. H.264 komprimierte Filme werden von allen Festivals akzeptiert.

Festivals, die keine DCPs, sondern Files abspielen, verlangen meist H.264 oder alternativ MPEG-4 codierte Files im mp4 Container.

 

Apple’s ProRes eignet sich gut für die Postproduktion und Weiterverarbeitung. Denn der Codec verkraftet bis zu 8K Auflösung bei relativ niedrigen Datenraten. Für das Abspiel von Filmen ist er aber nicht geeignet. ProRes wird nur von Festivals bevorzugt, die für ihre Filmvorstellungen eigene Files oder DCPs erstellen. In diesem Fall spielt es auch keine Rolle, dass ProRes typischerweise im Container .mov verpackt wird, denn der Film wird ohnehin auf einem Mac für das Abspiel transkodiert.

Tipp: Für Filmemacher eignen sich ProRes-Files im Quicktime-Container am besten als Ausgangsformat für alle möglichen, späteren Umwandlungen (als eine Art digitales Internegativ).

 

 

Bildpower: Bitrate

Die Bitrate ist die Größe, die das Verhältnis von transportierter Datenmenge in der Zeit beschreibt. Die Maßeinheit ist Bit/s. Ist die Bitrate zu niedrig, leidet die Qualität (u.a. flaue Bilder). Ist sie zu hoch, werden zu viele Informationseinheiten gleichzeitig auf den Weg geschickt, was typischerweise zu Ruckeln führt. Wie viel Bit/s ein Abspielsystem verträgt, hängt von der Rechenleistung seiner Komponenten und in Netzwerken von deren Bandbreite ab.

 

Für DCPs werden nach DCI-Norm bis zu 250 Mb/s empfohlen, jedoch gehen bei dieser maximalen Bitrate manche Filmserver (oder Projektoren) in die Knie. Die Empfehlungen der Festivals rangieren zwischen 150 und 200 Mbit bei variabler Bitrate. Grund für die Empfehlung unterhalb des Standards ist nicht nur die unterschiedliche Ausstattung von Festivalkinos, sondern auch die zu verwaltende Menge an Daten. Je höher die Bitrate, desto größer ist das File, desto länger dauert das Ingesting und umso mehr Speicherplatz wird benötigt …

 

Für Files, die vom Festival transkodiert werden, gibt es keine einheitlichen Empfehlungen. Die beste Bitrate für Files (außer DCPs), die unbearbeitet abgespielt werden, hängt von der Leistung der eingesetzten Abspielgeräten ab (Computer oder Hardware Media Player). Folgende Richtlinien dürften aber meist passen: Für eine Auflösung von 1080p bis zu 20 MB/s, für 720p reichen 10 MB/s. Diese Werte liegen übrigens an den Obergrenzen, wie sie von Online-Plattformen angegeben werden. Man kann sich also ausnahmsweise die Mühe sparen, auch hierfür noch Kopie-Varianten seines Films zu erstellen.

 

 

Eher einfach: Ton

Anders als der Videostream ist der Audiostream wegen der niedrigen Datenmengen pflegeleicht. Audio kann unkomprimiert (‚lossless’) geliefert werden. Bitraten bis zu 1.5  Mbit sind unproblematisch. Eine typische Einstellung beim Ausspielen wäre: Lossless 48 khz bei 1440 Kb/s mit Apple Audio Codec (AAC) oder als PCM/WAV.

 

Probleme mit dem Ton gibt es aber, wenn er in 5.1 Surround geliefert, und im Kino nicht von Filmservern über Dolby-Prozessoren abgespielt wird. Für diese Fälle empfiehlt es sich, den Ton in Stereo abzumischen. Dann gibt es keine unliebsamen Überraschungen, wie etwa der Ausfall einer kompletten, wichtigen Tonspur.

 

 

Achtung bei Untertiteln

Fast alle Festivals bevorzugen ‚eingebrannte’ Untertitel, die Teil des Bildes sind – im Unterschied zu separaten Untertitel-Dokumenten, die während des Abspiels vom Server synchronisiert werden. Das ist eigentlich ein Nachteil, denn manche Container, insbesondere DCPs, können mehrere Untertitellisten in verschiedenen Sprachen enthalten, die man beim Abspiel frei wählen oder ganz abwählen kann. So würde eine einzige Variante für den Einsatz in mehreren Ländern (OmU) und zuhause (OV) ausreichen. Falsch eingebundene separate Untertitel sind aber eine häufige Fehlerquelle. Auch können UT asynchron laufen oder Tags für Fontauszeichnungen enthalten, die nicht von allen Servern interpretiert werden. Solche Fehler unterlaufen übrigens auch namhaften DCP-Herstellern!

 

 

Unterschiedliche Bildformate passen nicht in einen Kasch

Kritisch sind auch die Bildformate, also das Seitenverhältnis und die horizontale bzw. vertikale Auflösung. Seit der Digitalisierung gibt es kaum noch Standards wie früher Normal, Breitwand, Scope beim analogen Film. Und dort, wo es sie gibt – DCPs mit Flat (BW 1:1,85) oder Scope bei fest definierten Pixelwerten – können Fehler unterlaufen. Zum Beispiel beim Transkodieren von Filmen, die Original in HD 16:9 (1:1,77) gedreht sind. Die meisten Kinos haben zwar einen beweglichen vertikalen Kasch (bei fixer Höhe) um Breiten auszugleichen, auf keinen Fall kann aber zwischen jedem Film eines Programms der Zoom auf eine andere Bildhöhe eingestellt werden. Auch hier gilt für Filmemacher Deklarationspflicht, denn woher soll ein Vorführer wissen, ob der Film tatsächlich vielleicht quadratisch, anamorph oder in Ultrawide-Scope mit Letterbox gezeigt werden soll?

 

 

Workflow – Festivalproduktion

Da zu viele Filmemacher sich nicht an Spezifikationen halten, sind Festivalveranstalter dazu übergegangen, alle Einsendungen zu analysieren und Filme, die nicht ihrem Abspielsystem entsprechen, selbst zu transkodieren. Im analogen Kino reichte vorab ein Durchlauf am Umroller mit Kopienprüfung per Hand und es konnten Formatwechsel während der Vorstellung geschafft werden. In der digitalen Zeit hat sich für die vergleichbare Arbeit ein zusätzliches hochspezialisiertes Arbeitsfeld aufgetan. Die Vorbereitung ist deutlich zeit- und personalaufwändiger geworden. So sind mehrere Arbeitskräfte mit je spezifischen Kenntnissen (Digitaltechnik, IT, Mastering, Projektionstechnik) notwendig.

In Stichworten sieht ein typischer Workflow so aus: Katalogisierung der eintreffenden oder heruntergeladenen Filme in einer Datenbank, Speicherung auf einem zentralen Server, Analyse der Formate, Rücksprache mit Filmemachern bei Unklarheiten, Transkodierung auf das eigene System, Aufzeichnung der Arbeitsprozesse zur Information der Kollegen, Kopierung auf eigene Festplatten oder Media Player und Transport in die Kinos, Ingesting in die lokalen Filmserver, Erstellen von Play Lists für jeden Programmblock, schließlich Bild- und Tontest vor Ort. Mit dieser umfangreichen Arbeit wird bis zu sechs Wochen lang vor dem Event begonnen – eine Arbeit, die nervenaufreibend sein kann, wenn sich die Filmemacher nicht an die ‚Regeln’ halten!

 

 

Eigene Erfahrungen im Kinoalltag

Letztes Jahr fand das Kurzfilmprogramm eines studentischen Festivals in unserem Kino statt. Die Filme wurden ungeprüft bei uns abgegeben. In den Versandtaschen befanden sich DCPs auf Sticks und auf Festplatten, Files auf Sticks und auf Daten-Discs sowie Vorführ-Blu-Rays. Von 12 Filmen des Programms waren nur drei auf Anhieb einsetzbar! Von fünf DCPs waren nur zwei abspielbar (Fehler in der Ordner-Struktur bzw. den CPLs – Composition Play Lists). Ein DCP verursachte einen Crash und legte den Filmserver lahm. Zwei verschiedene Filme erschienen im Server unter dem gleichen generischen ‘Namen’ „AnnotationText“ und ein File hieß „myairbridge“. Die bizarre Krönung war ein DCP, das in zwei komprimierte Archive des Formats .rar (!) aufgeteilt und auf eine unbeschriftete Daten-Blu-Ray gebrannt war … wir hatten sehr viel Spaß damit 😉

 

 

Wie ich Festivalmitarbeiter am besten ärgern kann …

  • ich lese keine technischen Spezifikationen und halte mich nicht daran
  • ich beschrifte Festplatten grundsätzlich nicht, weil das auf dem Gehäuse unschön aussieht
  • ich schicke einen Link zum Download des Films, aber kein Passwort dazu (ist ja geheim)
  • die Datei nenne ich „MyFilm“ (den Filmtitel habe ich ja schon in die Entry Form geschrieben)
  • der Film beginnt mit zwei Minuten Farbbalken und Schwarz und einem Countdown (ich erinnere ja noch professionelle Videobänder und bin cinephil)
  • ich lege keine schriftlichen Angaben über Codecs, Containerformat, Bild- und Audioformat bei, weil ich ja schon am Telefon gesagt habe, der Film sei im Normalformat und ich sowieso nichts davon verstehe
  • zur Vorstellung mit meinem Film bringe ich auf meinem Laptop eine neue Filmversion mit und möchte die gleich testen.

 

 

Best Practice

  • technische Spezifikationen lesen oder abfragen, bei Unklarheiten nachfragen
  • fachliche Hilfe organisieren, falls ich selbst nicht klar komme
  • erst nach Punkt 1 und 2 eine Vorführkopie herstellen oder herstellen lassen
  • Erstellung eines ‚Beipackzettels’ mit den technischen Angaben unter Angabe der Werte zu den o.g. Faktoren (Container, Codec, Bitrate, Bild- und Tonformat) und Nennung der Abweichungen gegenüber den Spezifikationen des Festivals
  • Vor dem Versand: Test in einem befreundeten Kino
  • Zustellung des Films vor der angegebenen Deadline für Vorführkopien
  • Nachfrage beim Festival, ob alles in Ordnung ist (nicht später als 2 Wochen vor dem Festival, denn spätestens 1 Woche vorher ist schon alles fertig eingerichtet)
  • Entspannt zum Festival fahren, Vorführern und Festival Producern ein Bier ausgeben und die Projektion genießen!

 

 

Dank für Auskünfte: Christian Schön (Internationale Kurzfilmtage Oberhausen), Patrick Thülig und Alexander Stein (interfilm Berlin), Andrea und Oscar Wink (exground Wiesbaden), Thorkil Asmussen (Internationales Kurzfilm Festival Hamburg) u.v.a.
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