Online-Repräsentanz von Filmfestivals – ein Gespräch zum Thema

Thema

Angesichts der andauernden Pandemie, aber auch wegen der Option hybride Formate in Zukunft beizubehalten, ist die Repräsentation von Filmfestivals im Internet ein wichtiges Thema. In dem folgenden Gespräch mit Sven Schwarz, dem organisatorischen Leiter des Kurzfilm Festival Hamburg[1], das Reinhard W. Wolf führte, wollen wir uns dem Thema annähern. Insbesondere geht es um Konzepte, die jenseits des wohl unmöglichen Ansinnens ein Festival vor Ort zu simulieren, geeignet sind, den wesentlichen Charakter eines Festivals zu bewahren und um die Frage, welche Formate hierfür adäquat sind und Entwicklungspotential haben.

 

 

Reinhard: Im Juni 2020 konnte das Kurzfilm Festival Hamburg wegen der Pandemie nicht stattfinden. Im darauffolgenden November wolltet Ihr wenigstens die Wettbewerbsfilme im Kino zeigen. Selbst, wenn es damals keinen Lockdown gegeben hätte, wäre das ein Verzicht auf alles, was ein Festival von einer Filmvorführung unterscheidet, gewesen. Im Jahr 2021 drohte sich das Szenario zu wiederholen. Es war relativ früh absehbar, dass auch das 37. Festival nicht mit Gästen und Publikum vor Ort stattfinden kann.

Ihr habt Euch deshalb für eine Online-Veranstaltungsform entschieden, die Ihr interessanterweise nicht Online-Festival, sondern “Online Happening des Festivals” nanntet. Sven, könntest Du bitte erst einmal erläutern, weshalb Ihr diese Bezeichnung gewählt habt und was sie für Dich bedeutet.

 

Sven: Anfang April haben wir uns dazu entschieden, dass wir mit dem Festival – fast – ausschließlich online zu sehen sein werden. „Fast“ da wir neben den Online Aktivitäten noch eine Ausstellung mit Video-Installationen des libanesischen Video-Künstlers Akram Zaatari vor Ort präsentieren konnten.

Wir haben unsere Online Edition ganz bewusst „Online Happening“ genannt, um uns von der reinen Online-Film-Präsentation zu unterscheiden. Uns war es wichtig, dass sich das Festival auch online nach „Hamburg“ anfühlen sollte und dass wir das, was den Charakter unseres Festivals ausmacht, auch online abbilden konnten. It was supposed to happen online! Eines der Elemente war die zeitliche Einzigartigkeit eines Festivals. Das was ein Festival ausmacht, passiert im Regelfall vor Ort und dann auch zeitlich gesehen nur einmal. Aus diesem Grunde fanden 90% unserer Online Veranstaltungen auch live statt, ohne die Möglichkeit des späteren „Nachschauens“. Hierdurch konnte eine gewisse Notwendigkeit des Dabeiseins erzeugt werden, wie eben bei einem richtigen Festival, Du bist entweder dabei oder Du verpasst es. Die Filmschaffenden die z.B. in den Filmgesprächen dabei waren, haben hierauf sehr positiv reagiert, da man sich doch wesentlich freier online unterhalten kann, wenn man nicht im Hinterkopf hat, dass das Gesagte für alle Ewigkeit online abrufbar sein wird.

Auch unsere Eröffnung und Preisverleihung wurden zu einem Online Happening! Uns war es wichtig nicht die bekannten Formen dieser Veranstaltungen in den digitalen Raum zu ziehen, sondern damit zu arbeiten, dass sich auch ganz andere Möglichkeiten geöffnet haben. Wenn wir schon nicht im Kino sein können, müssen wir eben auch nicht im Kino sein, sondern können uns von den räumlichen und protokollarischen Zwängen einer offiziellen Veranstaltung im Kinoraum befreien. Dadurch konnten wir ziemlich gut freidrehen.

 

 

Reinhard: Eure Online-Eröffnung habe ich nicht gesehen. Festivaleröffnungen finde ich auch unter normalen Umständen nicht so spannend. Sie sind oft formal und steif, also langweilig. Das muss man eigentlich nicht online simulieren, oder? Wie und wo habt Ihr das online veranstaltet?

 

Sven: Richtig, so wirklich spannend sind Festivaleröffnungen selten und wenn dann auch noch das Element des sich Wiedersehens und des Zusammenkommens fehlt, begibt man sich auf ein recht unattraktives Terrain. Daher wollten wir auf keinen Fall eine reine Reproduktion dessen, was wir normalerweise im Kinosaal tun, einfach ins Netz stellen. Ich persönlich finde es dann auch eher deprimierend, wenn Reden im leeren Kinosaal stattfinden und das gestreamt wird. Wie gesagt, wir konnten nicht im Kino sein, also mussten wir dort auch nicht zwingend sein. Zusammen mit den Hamburger Videokünstlerinnen von Auge Altona (die unter anderem sehr viele Videos für die Gruppe Deichkind produzieren), haben wir ein Konzept entwickelt, das man am einfachsten als ein Eröffnungsmashup bezeichnen kann. Die Reden der Festivalleitung wurden vor Green Screen in unserem Festivallager gefilmt, aus der üblichen Rede des Kultursenators wurde eine schnell geschnittene Fragerunde, das Ganze wurde mit Film-Ausschnitten und grafischen Elementen durcheinander gemixt und dann die üblichen Bestandteile wie z.B. die Präsentation der Jurys oder der Dank an Förderer, Sponsoren und Team als Snippets eingebaut. Das Ganze wurde eröffnet und beendet von einer Live (on tape) – Performance des Hamburger Musiker*innen Kollektivs One Mother, die wir im Metropolis Kino gefilmt haben. Auch da konnten wir von der üblichen Bühnen-Situation abweichen und die Musiker*innen performten im gesamten Saal. Wir haben uns also stark vom Korsett des protokollarischen und auch räumlichen Ablaufes einer Eröffnung befreit und konnten etwas produzieren woran auch wir mal so richtig Spaß hatten!

Am Eröffnungsabend selber konnte dieses Eröffnungsmashup auch nur in einem sehr begrenzten zeitlichen Rahmen gesehen werden. Auch dort wollten wir zumindest in die Nähe der Einzigartigkeit des Moments herankommen, man musste also rechtzeitig online sein, um dabei zu sein. Eben wie im Kino, wer zu spät kam, hat was verpasst.

 

 

Reinhard: In die Preisverleihung habe ich ‘reingeschaut. Wenn ich es richtig gesehen habe, war sie hybrid produziert. Einerseits als Aufzeichnung Eures Parts als Veranstalter, die fast wie eine Party wirkte. In Euren Büroräumen? Und andererseits dazwischen geschaltete Videofeeds mit den Begründungen der Jury-Mitglieder und Statements der PreisträgerInnen, die alle nicht vor Ort dabei sein konnten. Wie habt Ihr die live und online Bestandteile verknüpft?  Und was davon konntet Ihr freier drehen als es üblicherweise vor Ort stattfindet?

 

Sven: Ehrlicherweise wurde die gesamte Preisverleihung vorproduziert, damit wir nicht komplett den Herausforderungen eines Live-Streams ausgesetzt waren. Allerdings fand auch dies so knapp wie möglich am Vormittag des letzten Festivaltages statt. So vollkommen ohne Zeitdruck wollten wir dann anscheinend doch nicht arbeiten, außerdem mussten wir ja noch auf die Ergebnisse der Publikumspreise warten. Peter Haueis, der bei der Preisverleihung die Regie geführt hat und auch für den Schnitt zuständig war, hat dann wirklich bis zur letzten Minute – und sogar ein wenig länger – an der finalen Version gesessen. Auch dies gehört ja in der Produktion einer Preisverleihung auch unter den regulären Bedingungen dazu.

Preisverleihung des Kurzfilm Festival Hamburg (von links nach rechts: Sven Schwarz, Alexandra Gramatke, Maike Mia Höhne beim Abschied ins nächste Jahr),  cc Screenshot der Online-Übertragung vom 6.6.21

Die von Dir angesprochene „Party“ wurde tatsächlich bei uns im Büro gedreht. Einerseits war dies halt der Ort in dem für uns das Festival stattgefunden hat, da wir mit dem Kernteam eine Woche dort an langen Tagen vor Ort waren und andererseits fanden wir die Idee sehr charmant, die Cumbia Band „Estrellas de Carla“ einfach mal bei uns in den Räumen zwischen den Schreibtischen spielen zu lassen. Auch hier galt die gleiche Devise wie bei der Eröffnung. Wenn wir nicht ins Kino können, müssen wir das ja auch nicht. Dies ist auf jeden Fall eine Freiheit, die wir durch die eigentlich eingeschränkte Situation gewonnen haben. Auch der Faktor, dass das gesamte Team – trotz des recht hohen Aufwandes – sehr viel Spaß an der gesamten Produktion hatte, ist sehr wichtig. Ich bin überzeugt davon, dass dies in unserer Variante einer Preisverleihung durchaus rübergekommen ist und auch die Filmschaffenden dies mitbekommen haben und somit zumindest auf eine gewisse Art sehen konnten, wie unser Festival eigentlich ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass der rote Faden unserer Online Veranstaltungen darin bestand, dass wir möglichst viele Dinge, die wir sonst langweilig finden, die aber irgendwie dazugehören, nicht machen wollten (oder mussten). Dies haben wir meiner Ansicht nach auch ziemlich gut geschafft und etwas produziert, dass sich für uns wirklich wie unser Festival anfühlt – ein wahres Online Happening.

 

 

Reinhard: Interessant und bemerkenswert finde ich den Umstand, dass es sich für den Betrachter nicht unmittelbar aus dem Gesehenen erschließt, ob es sich bei einer Präsentation um eine Live-Sendung, eine ‘Konserve’ oder um ein Hybrid aus Beidem handelt. Solche Phänomene wurden medientheoretisch bislang nur für das Medium Fernsehen behandelt. Hier bewegen wir uns aber in Grenzzonen zwischen mehreren Medien und Kulturpraxen: das Festivalereignis vor Ort, die filmische Aufzeichnung des Ereignisses und die digitale Wiedergabe und Verbreitung im Internet. So ist es eigentlich paradox, dass Ihr – wie viele andere Festivals auch – die Sendungen den interessierten Betrachtern auf ein Zeitfenster limitiert in einem Medium anbietet, dessen großer medialer Vorteil der zeit- und ortsungebundene Zugang für eine unbegrenzte Zahl von Betrachtern ist. Die Hybridisierung der Produktion, die Du angesprochen hast, finde ich aber sehr interessant und birgt vermutlich ein großes Potential, das es weiterzuentwickeln gilt. Das ist wirklich Neuland (ohne Häme)!

 

Wir sind uns vermutlich einig, dass ganz wesentliche Elemente eines Filmfestivals, nämlich die soziale und gesellige Nähe der TeilnehmerInnen, nie und nimmer ersetzt werden können. Doch, kannst Du Dir vorstellen, dass solche hybriden Präsentationsformate von nun an fester Bestandteil von Festivals bleiben?

 

Sven: Ich bin da etwas zwiegespalten, einerseits gibt es ja kaum etwas nach dem sich Festivalschaffende mehr sehnen, als endlich wieder ein „richtiges“ Festival vor Ort zu machen, was den Fokus ganz klar von Online-Formaten abwenden wird. Allerdings haben sich durch das Gelernte der letzten 1,5 Jahre ja auch Möglichkeiten aufgetan, um komplett neue Zielgruppen zu erreichen die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu uns nach Hamburg kommen können/wollen, denen wir aber trotzdem ein Festivalerlebnis bieten möchten, welches unsere Vorstellung eines Festivals gebührend präsentiert. Wir werden sicherlich einige Elemente aus den Online Festivals in einen „regulären” Festivalbetrieb übernehmen, eben weil wir jetzt gelernt haben wie es geht und die Infrastruktur vorhanden ist. Nichtsdestotrotz darf man nicht vergessen, dass ein Hybrid Festival – auch wenn nur einige wenige Elemente hybrid sind – immer doppelte Arbeit bedeutet.

 

 

Reinhard: Stimmt! Der Aufwand müsste nach der Pandemie zusätzlich geleistet und finanziert werden. Unter jetzigen Bedingungen können die Ausgaben ja noch durch Minderaufwände in den Bereichen Reisekosten und Gästebetreuung gegengerechnet werden. Und statt Raummieten werden Server-Mieten bezahlt. Das Verrechnen funktioniert aber nur unter weitgehendem Verzicht auf persönliche Präsenz und direkter Kommunikation. Für letzteres, insbesondere für Gespräche mit und zwischen FilmemacherInnen, gibt es außerdem, meiner Meinung nach, weder technisch noch konzeptionell akzeptable Lösungen, die über die Notsituation hinaus tragfähig wären.

Damit meine ich vor allem die Aufzeichnung und Aussendung von sogenannten Videokonferenzen. Auf allen gängigen Plattformen erlauben die Algorithmen nur eine Art Single-Channel-Selfies, die als Kacheln auf einem Bildschirm ein Beisammensein nur vortäuschen. Das mag unter Menschen, die sich bereits kennen, etwa Familien- oder Betriebsangehörige, ja noch gehen. Ein persönliches Kennenlernen (noch) fremder Menschen und ein produktiver Dialog jenseits der Abgabe von Statements, scheint mir so kaum möglich. Und darum geht es ja bei Festivals ganz wesentlich. Wie schätzt Du das ein? Ganz auf die Teilnahme von FilmemacherInnen aus der Distanz zu verzichten ist ja wohl auch keine Lösung. Was meinst Du, wie man das akzeptabel hinbekommen könnte?

 

 

Sven: Ich denke, dass wir in der nächsten Zeit nicht darum herum kommen werden, dass wir Filmschaffende auf digitalem Wege zu unseren Festivals dazu schalten. Bei einer reinen Online-Version ohnehin, bei Hybrid-Varianten auch. Natürlich wird in Zukunft zwar wieder eine grosse Lust an der „wirklichen“ Teilnahme an Festivals da sein, die Reise-Option wird aber trotzdem aus vielerlei Gründen eher hinterfragt als es vor Corona der Fall war. Aus diesem Grund wird die mittlerweile bekannte Kacheloptik wohl noch länger zu sehen sein. Ich bin mir aber sicher, dass man dies mit einer guten Bildregie und noch viel wichtiger einer noch besseren Moderation auch spannend hinbekommen kann. Einfach nur sechs Kacheln live streamen muss nicht zwingend der Anspruch sein mit dem Festivals arbeiten sollten, das lässt sich interessanter und aufgelockerter machen. Eine Variante wären auch hybride Gesprächssituationen wie sie z.B. beim Dokfest München oder bei den Berlinale Shorts zu sehen waren, auch hier muss man sich aber bewusst sein, dass dies doch recht aufwändig ist.

Wir haben in unserem Fall aber gemerkt, dass die Filmschaffenden sich durch eine gute Gesprächsführung sehr gut in den Live-Streams aufgehoben gefühlt haben und auch sowas wie eine echte Kommunikation zwischen den Teilnehmenden der Runden entstehen konnte. Vielleicht war es auch wirklich die Tatsache, dass unsere Filmgespräche nur live zu sehen waren, dass diese entspannte und offene Gesprächsatmosphäre entstehen konnte. Am Ende des Tages ist – und sollte – der Inhalt aber immer wichtiger als die Form sein, vielleicht schaffen wir es dann auch zu ignorieren, dass wir die Kachel-Videocalls häufig eher uninspiriert finden.

Grundsätzlich kann man sagen, dass wir in den ersten 1,5 Corona Jahren gelernt haben wie die Technik funktioniert und der nächste Schritt wird es sein, daran zu arbeiten, dass diese auch interessant genutzt wird. Man darf aber auf keinen Fall unterschlagen, dass die Lernkurve der letzten Zeit sehr steil war und wir da alle eine Entwicklung mitgemacht haben, die unter normalen Umständen entweder überhaupt nicht oder wenn dann nur sehr langsam stattgefunden hätte.

 

 

Reinhard: Ja, manche Festivals mussten ja binnen kürzester Zeit online gehen. Da ist es verständlich, dass sie die vorhandenen Tools mit all ihren immanenten Defiziten einsetzen mussten. Insofern wir aber vielleicht noch längere Zeit solche Telemedien einsetzen müssen oder in zukünftigen hybriden Veranstaltungen einsetzen wollen, habe ich gerade an Akteure im Filmsektor die Erwartung, dass sie sich auch hier um filmische Qualität bemühen und nicht ästhetische und soziale Kriterien, wie sie zum Beispiel bei der Filmauswahl, der Präsentation oder der Gesprächskultur mit hohem Anspruch vertreten werden, hinten anzustellen. In der Tat wäre, wie Du sagst, der nächste Schritt daran zu arbeiten die Techniken besser zu nutzen.

 

Hast Du dazu Vorschläge? Und habt Ihr in Hamburg für das kommende Festival bereits Planungen für Eure Online-Repräsentation?

 

 

Sven: Als allererstes muss ich dazu anmerken, dass ich größten Respekt vor dem habe, was von allen im (Kurz)Film Festival Bereich in der Pandemie-Zeit auf die Beine gestellt wurde. Die Grundbedingungen, insbesondere finanzieller Natur, sind bei allen extrem unterschiedlich, so dass die Ausgangsbedingungen natürlich bei jedem Festival vollkommen anders waren und sind.

Ich denke aber, dass wir jetzt, wie von Dir auch angemerkt, an dem Punkt angekommen sind, an dem wir gelernt haben mit den Werkzeugen umzugehen und es nun wirklich an den Inhalten liegt wie gut wir uns online präsentieren können.

Den allgemein gültigen Vorschlag hab ich da natürlich auch nicht und auch wir in Hamburg sind da sicher nicht an dem Punkt an dem unsere Präsentations- und Interviewformate das Nonplusultra sind, so eine Aussage möchte ich mir auch nicht anmaßen. Allerdings überlegen wir aber natürlich, wie wir das Thema Online-Repräsentation in der nächsten Ausgabe angehen werden. Wir möchten die Elemente, die wir gut finden – und für die eine Notwendigkeit besteht – auch in einer „regulären“ Festival-Ausgabe nutzen, um unser Publikum und unsere Online-Präsenz zu erweitern. Einer Online-Präsenz aller Inhalte des Festivals, ohne dass dazu eine Notwendigkeit besteht, stehe ich allerdings sehr skeptisch gegenüber.

Insbesondere im Sommer ist die Lust daran, sich zu Hause Kurzfilm-Programme anzuschauen doch eher überschaubar und wenn die Filme dann auch noch schon woanders für die Branche online zu sehen waren, fällt eine große Gruppe potentieller ZuschauerInnen gleich weg. Die Möglichkeiten der Online-Präsenz sehe ich daher sicher im Bereich außerhalb der Filmprogramme. Ob und wie wir größere Filmgesprächsrunden digital präsentieren, ist noch nicht klar, da gibt es dann noch Fragen wie z.B. die, ob auch Einzel Q&As per Livestream in den Saal geholt werden sollen. Allerdings sehe ich da den Fokus ganz klar eher auf Panel- und Workshop-Präsentationen bei denen wir Teilnehmende digital dazu holen können, u.a. auch um die Reise-Problematik anzugehen.

Grundsätzlich gilt aber hierfür, dass die beiden Elemente Moderation und Bildregie die Stellschrauben sind, an denen wir drehen können, damit sich unsere Gäste auch online gut präsentiert und ins Festival integriert fühlen können.

 

Und dann gibt es ja noch das riesige Thema der virtuellen Treffpunkte, da ist sicher auch noch viel Luft nach oben…..

 

 

 

[1] an der Seite der künstlerischen Leiterin Maike Mia Höhne.

Kontakt siehe Team https://festival.shortfilm.com/de/kontakt

 

Weitere Artikel zu verwandten Themen auf shortfilm.de:

Corona-Strategien von Filmfestivals – ein kritischer Blick auf Techniken und Formate (11/2020)

Bessere Bildstrategien für Online-Festivalgespräche (12/2021)