Lumiere VOD – Datenbank europäischer Filme auf VoD-Plattformen gestartet

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Screenshot LUMIERE VOD Kurzfilmsuche, Zugriff 28.06.2019

In Straßburg wurde kürzlich die Beta-Version des ersten Verzeichnisses europäischer Filme bei VoD-Diensten eröffnet. Das neue Verzeichnis wurde von der Europäischen Kommission gemeinsam mit der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, die das Projekt leitet, ins Leben gerufen. Der Zugang ist kostenlos.

 

Die Datenbank enthält Informationen über mehr als 35 000 europäische Filme, die 150 000 Mal über VoD angeboten werden. Die Daten stammen aus 250 verschiedenen VoD-Katalogen, die in 28 europäischen Ländern verfügbar sind.

 

LUMIERE VOD richtet sich in erster Linie an Fachleute der audiovisuellen Industrie: Autoren, Produzenten, Verleiher, Filmfonds und Regulierungsbehörden, um ihnen zu helfen, die Verwertung von Filmen auf VOD zu verfolgen und die Zusammensetzung der VOD-Kataloge zu bewerten.

 

Mit Hilfe der Datenbank lassen sich aber auch die VoD-Anbieter bestimmter Filmtitel suchen oder Listen für statistische Untersuchungen zusammenstellen. Das Suchformular erlaubt die Suche nach Filmtitel (mehrsprachig), Regie, Produktionsjahr, Produktionsland, Dienstanbieter und Land des Anbieters.

Das Suchergebnis kann man als Excel-Liste herunterladen. Insofern der gesuchte Filmtitel in der LUMIERE-Datenbank über Besucherzahlen der in Europa gestarteten Kinofilme enthalten ist, lassen sich weitere Metadaten aufrufen.

 

Leider gibt es kein Suchfeld um Kurzfilme zu filtern. Die Suche nach <shorts> im Titel hatte nur 4 abendfüllende Kompilationsprogramme zum Ergebnis[1]. Stichproben über die Titelsuche ergaben nur wenige Treffer beziehungsweise widersprüchliche Ergebnisse. Offenbar wurden, unverständlicherweise, Kurzfilme nur erfasst, wenn sie einen Kinofilmverleih haben, obwohl sie einen beträchtlichen Teil der erfassten VoD-Kataloge ausmachen. Die Datenbank ist deshalb im gegenwärtigen Zustand für den Kurzfilmsektor leider ziemlich nutzlos.

 

 

URL: LUMIERE VOD

URL: Video-Tutorial (YouTube)

 

[1] Darunter die schwedische Kompilation “Dirty Diaries“, die 2010 im Kino 10980 Zuschauer hatte