Turner Prize 2018 für Handykurzfilme

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Standbild aus BRIDGIT von Charlotte Prodger © Charlotte Prodger/Koppe Astner

Am 4. Dezember erhielt Charlotte Prodger den mit £25.000 dotierten Turner Prize 2018 für die Ausstellung ihrer beiden Kurzfilme BRIDGIT und STONEYMOLLAN TRAIL in der Bergen Kunsthall (Norwegen).

BRIDGIT ist ein Handyfilm, über Erfahrungen beim queeren Coming-out im ländlichen Schottland. STONEYMOLLAN TRAIL arbeitet mit verschiedenen, populären Videoverfahren über die Herstellung von Identität. Der Vorsitzende der Jury, Alex Farquharson (Tate Britain director), meinte über Prodgers Arbeiten, sie seien ein Durchbruch, weil sie mit einer allen vertrauten Technik etwas Profundes herstellen und die Verwendung des Mediums in der Kunst erneuern.

 

Auf der Shortlist standen sonst überwiegend KünstlerInnen, die bereits an renommierten Ausstellungen teilnahmen: Naeem Mohaiemen mit Filmen über linke Politik nach dem Zweiten Weltkrieg, Luke Willis Thompson mit drei 35mm-Kurzfilmen über Menschen, die rassistischer Gewalt ausgesetzt waren, und das interdisziplinäre Kollektiv Forensic Architecture mit dem Kurzfilm THE LONG DURATION OF A SPLIT SECOND. Es ist das erste Mal, dass nur KünstlerInnen nominiert waren, die mit Video arbeiten.

 

Der Turner Prize ist die wichtigste Auszeichnung für moderne Kunst von jungen britischen KünstlerInnen. Die nominierten Ausstellungen sind bis 6. Januar 2019 in der Tate Britain zu sehen.

 

URL Turner Prize, Tate Britain: Charlotte Prodger