Blackpills setzt auf tabulose Kurzvideo-Serien für Millennials

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Screenshot Blackpills.com (12-08-18)

Die französische Aktiengesellschaft Blackpills geht mit wöchentlich einer neuen Kurz-Serie an den Start, um den Markt für Filme auf Smartphones zu erobern.

 

Im Unterschied zu seinen Konkurrenten lockt das Unternehmen mit einem gebührenfreien, also werbefinanzierten, Angebot und setzt Blackpills – der Name deutet es schon an – auf Themen wie Sex, Gewalt und Drogen für 18 bis 25jährige. Für ihren Content (“fun, raw, intense and without taboos”) konnte die Plattform Produktionsfirmen, die namhafte Regisseure und bekannte YouTuber unter Vertrag haben, für exklusive Serien gewinnen. Unter anderen sind Luc Besson, Bryan Singer, Zoe Cassavetes, Logan Paul und James Franco mit Kurzvideos dabei. In einem Interview mit WELT online kündigte Blackpills-Mitgründer Patrick Holzman im Spätsommer auch Kooperationen mit deutschen Kreativen an.

 

Die Mini-Serien können ausschließlich auf Mobiltelefonen angeschaut werden. Dies ist offenbar der ‘latest hottest shit’. In dem bereits heiß umkämpften Markt haben sich aber auch schon größere Firmen die Finger verbrannt. So kündigte kurz nach Start von Blackpills der Medienkonzern Vivendi die Schließung von Studio+ an. Die Plattform bot zwei Jahre lang ein vergleichbares, allerdings kostenpflichtiges, Produkt mit 10-Minuten-Episoden an.

 

Bis jetzt sind die User-Kommentare zur App, die es für Apple und Android gibt, durchaus positiv. Nur das Ansinnen von Blackpills beim Registrieren gleich die Eingabe der Telefonnummer zu verlangen, wird kritisiert.

 

 

Blackpills SAS mit Sitz in Paris wurde von Daniel Marhely, ehemaliger Deezer-Mitgründer, und Patrick Holzman, zuvor für den VOD-Dienst von Canal Plus verantwortlich, gegründet. Financier und Hauptaktionär ist der Telekom-Unternehmer Xavier Niel, der als Pionier des Minitel (Minitel rose) bereits einschlägige Erfahrungen mit ‘tabulosen Stoffen’ gesammelt hat.

 

URL: https://www.blackpills.com/