Die amerikanische Organisation The Lincoln Project (LP), die sich als pro-demokratisch versteht, mischt sich mit Kurzfilmen in den Präsidentschaftswahlkampf ein. Täglich werden Spots und Kurzfilme, die tagesaktuell auf Trump-Aussagen reagieren veröffentlicht, um seine Haltungen zu kritisieren und seinen Äußerungen etwas entgegen zu setzen.
Die Filme werden auf Social-Media-Kanälen und wie Werbespots auf Lastwagen, die zu Wahlkampfauftritten Trumps fahren, verbreitet. Die Aktionen werden von FilmemacherInnen und Celebrities aus dem Show-Business, wie Taylor Swift, unterstützt.
Die Organisation hat außerdem eine Kurzfilmserie über die emotionalen und physischen Belastungen, die staatliche Maßnahmen auf Einzelpersonen und Familien haben, ins Leben gerufen. Unter anderem haben sich die Oscar-Preisträger Jessica Yu und Marshall Curry mit Beiträgen an diesem Projekt beteiligt.
Zuletzt reagierte LP auf herablassende Äußerungen Trumps gegenüber Puerto-Ricanern. Am 27. Oktober veröffentlichte das Lincoln Project einen Clip, in dem Sätze von Trump in deutscher Sprache zu Bildern aus der Nazizeit gedubbed wurden[1].
Gemäß ihrer Selbstdarstellung widmet sich die Organisation »dem Erhalt, dem Schutz und der Verteidigung der Demokratie.« 2019 gegründet, hat das LP zwei Hauptziele: »Erstens, Donald Trump 2020 an den Wahlurnen zu besiegen. (Geschafft.) Das zweite war, sicherzustellen, dass der Trumpismus an seiner Seite scheitert.«
Gegründet von ehemaligen republikanischen Strategen, die »die ernste Bedrohung unserer Nation durch den Trumpismus erkannt haben«, habe sich das Team des Lincoln-Projekts um Personen aus dem gesamten politischen Spektrum erweitert. Die Kampagne finanziert sich überwiegend aus Spenden, nicht aus Wahlkampfmitteln von KandidatInnen. Allein auf YouTube hat The Lincoln Project 1,25 Millionen Follower.
URL: https://lincolnproject.us/
[1] https://www.youtube.com/watch?v=fMjhl9jxrug