In der Einigung der Ampel-Koalitionäre der Bundesregierung[1] über den Haushaltsentwurf 2025 dieser Woche sind auch Mittel für die zukünftige Filmförderung vorgesehen. Im Rahmen der sogenannten Wachstumsinitiative gehören auch Vereinbarungen zur Stärkung des Produktionsstandorts. Genau genommen geht es um Maßnahmen, wie sie im Filmförder-Entwurf als „Anreizförderung“ bezeichnet werden. Konkret sollen Produktionsfirmen bis zu 30 Prozent der deutschen Herstellungskosten erhalten können. Neben der Film- soll auch die Games-Branche von Steuerrabbaten profitieren.
Das Steueranreiz-Modell soll die Förderung aus dem jetzigen Deutschen Filmförderfonds und dem German Motion Picture Fund ersetzen. Die Details müssen noch zwischen Bund und Ländern verhandelt werden. Danach muss der Bundesrat zustimmen.
»Steuerbasierte Förderinstrumente bieten einen besonderen Anreiz für Hersteller und Produktionsdienstleister, da bei ihnen – anders als bei einer gedeckelten Zuschussförderung, wie wir sie heute haben – nicht das Risiko besteht, dass ein ‚Topf‘ bereits ausgeschöpft ist, wenn die Förderung benötigt wird.[2]« meint der kultur- und medienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Helge Lindh.
Die anderen ‚Säulen‘ der Förderreform, die Referenzfilmförderung in einem neuen FFG und die Investitionsverpflichtung, die vom BKM vorgeschlagen wird, betrifft der Haushaltsentwurf nicht. Mögliche Änderungen und Erleichterungen könnte die Verpflichtung zum Bürokratieabbau wie Vereinfachungen von Vergabeverfahren bringen.
[1] https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/haushalt-2025-2297572
[2] Quelle: https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/staerkung-filmstandort-deutschland