Wehmut ohne Nostalgie, Aktiv-Sein ohne Aktivismus
Ein Porträt der Animationsregisseurin Irina Rubina

Porträt

JAZZ ORGIE © Filmakademie Baden-Württemberg

Jazz, Mischtechnik – und dann auch noch abstrakt? Als Irina Rubinas JAZZ ORGIE an der Filmakademie Baden-Württemberg 2016 zum FMX-Trailer gekürt wurde, war die Verwunderung riesig. Die von der Filmakademie ausgerichtete FMX, die nunmehr mehr als 20 Jahre zählende Fachkonferenz für VFX, Spiele und andere VR-Trends, war bis dato eher polierte 3D-Looks gewöhnt. Und nun kam da dieser freche, aber auch etwas klassisch anmutende Jazz-Trailer daher – die reine Abstraktion, die den Filmemacher und Prof. Andreas Hykade so beeindruckte, das er sie umgehend als unkonventionellen FMX-Trailer auswählte – passend zu seinem damaligen Amtsantritt als neuer Leiter des Animationsinstitutes.*

 

Sie habe mit der Fertigstellung des Films so viel zu tun gehabt, dass sie diese Verwunderung und bisweilen auch Verstimmung im Grunde kaum wahrgenommen habe, sagt Irina Rubina, denn:

„Auch in der Abstraktion gibt es dramaturgische Schwierigkeiten, also war ich die ganze Zeit damit beschäftigt, diese Probleme zu lösen. Und ich glaube, ich hatte nicht so viel Zeit und Lust, mir über andere Wahrnehmungsperspektiven Gedanken zu machen.“

Ohnehin habe sie aber da schon ihr „eigenes Ding gemacht“, oft anders als ihre Kommiliton*innen – und erst recht anders als es an der französischen Gobelins, einer der besten Animationsschulen der Welt, die sie im Jahr zuvor als Austauschstudentin besucht hatte, vorausgesetzt wurde. Hier ging es nur um die Zeichen- und Animationstechnik, die Ausführung – eigene Ideen konnten im ersten Studienjahr nicht umgesetzt werden.

 

JAZZ ORGIE ist Rubinas trotzige, eigene Antwort auf diese Erfahrungen. Ein mit Free Jazz tanzende, wilde, aber zugleich strukturiert-organische Jazz-Tour-de-Force aus abstrakten Formen und angedeuteten Charakteren, die sogar eine tatsächliche Tanz-Choreografie adaptiert – in dieser formalen Zusammensetzung und Konsequenz ganz schön selbstbewusst. Und mutig in einer Zeit, als die Stop-Motion- bzw. Analog-Renaissance noch gar nicht so recht eingesetzt hatte. Wer allerdings schon damals eine jahrelange, passionierte Trickfilmerin mit Filmnostalgie in ihr vermutete, lag falsch: Irina Rubina kam durch Umwege zur Animation. Zuerst studierte sie Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Fotografie, brach dann ab

(„ich hatte das Gefühl, Diskurse über die Kunst nehmen so viel mehr Platz ein als die Tätigkeit an sich selbst, und das hat mich künstlerisch blockiert“)

und dann Mathematik

(„Es ging um die absolute Schönheit, die entweder richtig oder falsch sein kann“ – das Gegenstück zum vorherigen Studium),

die sie wiederum ad acta legte, als sie sich für die Aufnahmeprüfung für die Filmakademie Baden-Württemberg vorbereitete. Hier war sie bereit für die große künstlerische Freiheit jenseits fixer Lehrpläne, die das Studium dort auszeichnet.

 

Irina Rubinas JAZZ ORGIE bereiste dann über 150 Festivals, und gewann einige Preise, darunter „Best Commissioned Work“ beim Ottawa Animation Festival. Für Rubina beginnt mit JAZZ ORGIE ihre Filmografie – und man könnte sagen, dass zwei Elemente ihren Stil bis heute besonders prägen. Ein Element ist der Look. Er lässt sich vielleicht als Retro-Avantgarde bezeichnen, oft kommt er als Mischtechnik aus 2D, 3D und Zeichnungen daher. Er ist zeitlos, sehr malerisch, klassisch, aber ihm haftet auch etwas Melancholisches an; als Zitat oder Hommage an eine vergangene Zeit – nicht ohne Zufall nennt sie die großen experimentellen Pioniere Oskar Fischinger und Walter Ruttmann als Vorbilder, aber auch den sowjetischen Konstruktivismus. Das andere Element ist der Jazz, der für Irina Rubina als Rhythmus, als Rahmung und als Dialogpartner funktioniert – immer wieder greift sie in ihren Filmen darauf zurück.

 

MACHTSPIEL © Katrin Schilling

 

Auch das JAZZ ORGIE-Folgeprojekt war eine Symbiose aus Musik und Animation. Allerdings kam hier noch der Bühnenraum als neue Herausforderung hinzu: MACHTSPIEL entstand 2015 als audiovisuelle Inszenierung für das Ensemble Modern auf der CRESC Biennale, die 2019 als Kurzfilm über Macht, Machübernahme und -verlust auch für die Nachwelt festgehalten wurde. Hier probierte Irina Rubina erstmals aus, was es heißt, nicht nur im Zusammenspiel mit einem Komponisten ein Stück zu entwickeln, sondern auch Formen zu finden, die auf der Leinwand, aber auch im dreidimensionalen Raum ihre Wirkung entfalten, wie zum Beispiel Matroschka-Figuren, die auf der Bühne als Musikinstrument gespielt werden, und eine Stahlkonstruktion, in der die Musiker*innen sitzend und spielend gesichert werden mussten. Unterstützt hat sie dabei Hannah Ebenau, als erfahrene Bühnenbildnerin, ihr „partner in crime“, ohne die es nicht funktioniert hätte.

 

Ihr sei es damals um die Beziehung von Individuum und System, Herrschenden und Volk gegangen, sagt die in Moskau geborene und 2002 nach Deutschland emigrierte Irina Rubina – aber wenn sie sich MACHTSPIEL heute anschaut, sehe sie auch etwas anderes. Das projizierte Rot auf den Matroschkas erscheine ihr wie Blut. Die Krim sei da schließlich schon passiert. Von Georgien ganz zu schweigen. Vielleicht fangen da die innerlichen Fragen und Konflikte an: Wie konnte es soweit kommen? Was tun?

 

1000 MILES TILL THE NEXT EMBRACE © Filmakademie Baden-Württemberg

 

Ihr Diplom an der Filmakademie Baden-Württemberg trieb sie jedoch erst einmal ins ganz Private: Rubina „verarbeitete“ in ihrem abendfüllenden Dokumentarfilm 1000 MILES TILL THE NEXT EMBRACE (2019) ihr schwieriges Verhältnis zum Tango, porträtiert vor allem das Einsamkeitsgefühl, das alle Tanzenden zu einen scheint. Ist das nicht verrückt, dass es ihr als Animationsstudentin möglich war, mit einer Doku das Diplom zu bekommen? Irina Rubina sagt, sie habe eben von Anfang an stark gekämpft. Und ihr war klar, dass das die einzige mögliche Form war, diesen Film zu erzählen. Die Hochschule machte es dann auch möglich, vor allem, weil ein französischer Koproduktionspartner bereits an Bord war. Die, Idee, das sagt Rubina auch im Gespräch, hat Priorität vor dem, was gemeinhin als machbar gilt. Und Hindernisse können produktiv sein. Was waren die größten Unterschiede, Herausforderungen beim Dokumentarfilm – gerade im Vergleich zur Animation? Vor allem die Arbeit beim Dreh:

„Es ist eine andere Denkweise, eine andere Arbeitsweise. Es ging viel darum, ein Vertrauensverhältnis zu den Protagonisten aufzubauen, sich in sie hineinzuversetzen. Und auch darum, wie man sich als kleines Dokumentarfilmteam zusammenfindet und sich während der Arbeit auch ohne Worte verständigt.“

 

Vor allem die Ruhe und Langsamkeit der Animation – also die Freiheit, etwas nicht ad hoc entscheiden zu müssen – habe sie in dieser Zeit vermisst. Und so plant sie auch erst mal nicht, wieder ins Dokumentarische zurückzukehren. Ohnehin ist die Verwurzelung im Animationsbereich seit ihrem Studiumsbeginn 2011 tiefgreifend: Sie arbeitet regelmäßig als Kuratorin, Mentorin, Moderatorin und hält auch Vorträge. Seit 2021 ist sie zudem Vorstandsmitglied der AG Animationsfilm.  Ihre größten Anliegen sind die Unterstützung von Studierenden und Berufsanfänger*innen, die Chancengleichheit für Menschen aus unterrepräsentierten Communities oder Personen mit Diskriminierungserfahrungen und filmpolitische Themen, wie die aktuelle Novellierung des Filmförderungsgesetzes.

 

OSIA © iraru.films

 

Nach den Experimenten in Sachen Bühne, Doku und raumgreifende Animation (sie arbeitete beispielsweise auch mit der Jazz Band TRI für einen Improvisationsabend mit Live-Animation für das Internationale Trickfilm Festival Stuttgart zusammen), kehrte Rubina zum klassischen Animationskurzfilm zurück – sie begann nach dem Diplom an ihrem Kurzfilm OSIA zu arbeiten, OSIA sollte ursprünglich ihr Debüt werden, eine Hommage and Ossip und Nadeschda Mandelstam, die Bewahrerin der Gedichte des in der Sowjetunion inhaftierten, nicht-verlegten und schließlich an den Folgen seiner Unterernährung und schlechten Behandlung im Arbeitslager gestorbenen, großen russischen Dichters. Eine Biografie, die leider wieder in den letzten Jahren – beispielsweise mit dem langsamen Mord an Nawalny – so aktuell wirkt wie lang nicht mehr, die aber auch erneut als eine Hommage an eine bestimmte (Form)sprache der Moderne geschaut werden kann. Der Film umkreist zitierend, fragmentierend und neu zusammensetzend das wunderbare Gedicht „Man gab mir einen Körper“(von Mandelstam mit 18 Jahren verfasst) – das sich sinnbildlich als Kaputtgehen an der Diktatur, aber auch als Lobpreisung der vergänglichen Daseins lesen lässt. Das Gedicht begleitet sie schon seit ihrer Kindheit; ihr Vater habe es bereits rezitiert. So wie der Film im Rahmen seiner Entstehung plötzlich leider neue politische Bedeutungsebenen dazu gewonnen hat, so kamen seiner Weiterentwicklung auch die weltlichen Zusammenhänge dazwischen – 2020 konkret Corona.

 

BLACK SNOT AND GOLDEN SQUARES © iraru.films

 

So entstand dann erst einmal BLACK SNOT AND GOLDEN SQUARES, den sie eher als Fingerübung, „a little something“ wie es in der Synopsis heißt, begreift, mit der Rubina in den unheimlichen Covid-Zeiten „eine kleine Umarmung in die Welt schicken wollte.“ Hier weicht Irina Rubinas Abstraktion zum ersten Mal gezielt der Figuration – beziehungsweise mischt diese Ebenen rhythmisch ineinander; die Gliedmaßen der Figuren werden zu freischwebenden Formen und fügen sich dann wieder zusammen. Aus einem weinenden Gesicht werden zwei weinende Charaktere – die sich schließlich wieder glücklich in den Arm nehmen können („soon we will hug each other again“). Das Frame ist dabei quadratisch, rahmend – fast, als hätte man eine Leinwand vor sich. Woher kommt plötzlich die Figur?

„Im Grunde gab es die Figur schon in der Jazz Orgie“, sagt Rubina, „nur war sie da eher flüchtig.“

Paul Klee sei ein Vorbild – und man sieht ihn ein bisschen in der Naivität und Unbedingtheit, in der sich ihre Charaktere begegnen. Trotz Fingerübungscharakter war BLACK SNOT AND GOLDEN SQUARES bei vielen Filmfestivals zu sehen, oft nur online, wie es 2020 leider die Regel war. Aber hat sie nicht Angst, dass der so spezifische zeitgemäße Bezug mancher ihrer Filme irgendwann dazu führen könnte, dass ein Werk seine Relevanz einbüßt? Irina Rubina sagt dazu, sie müsse Themen oder Fragestellungen filmisch behandeln, wenn sie ihre Dringlichkeit nicht ignorieren kann.

 

Im Grunde floss aber die Arbeit an BLACK SNOT AND GOLDEN SQUARES ohnehin in OSIA ein, wenn auch indirekt: Technisch probierte sie hier schon Dinge aus, die ihr wichtig sind für den 16-minütigen OSIA, zum Beispiel den Workflow in 4k. Jeder Film hat seine bestmögliche Form zu finden:

„Ich habe nicht nur einen hohen Anspruch an mich selbst oder andere Menschen, sondern an das Projekt an sich.“

Es passt gut dazu, dass sie seit der Filmakademie nicht nur Regie führt, sondern auch selbst die Rolle der Produzentin ihrer Firma iraru.films übernimmt, sodass die Kontrollfäden bei ihr liegen und sie die Projekte gut steuern kann. Aber eben gerade wegen dieser Doppelrolle schätze sie auch die Zusammenarbeit mit anderen, auch die Reibung, die im Kreativprozess entstehe, ohne die nie eine Vision für den Film erwachsen könne. Sie arbeitete und arbeitet regelmäßig mit Menschen aus den verschiedensten Gewerken zusammen (Tänzer*innen, Musiker*innen, Kameramenschen und natürlich Animator*innen), aber auch mit einem engeren Zirkel an wiederkehrenden Weggefährt*innen wie Sofiia Melnyk, Veronica Solomon, Viktor Stickel, Iris Maier sowie ihrem Partner Luis Schöffend, der als Foley Artist und Sound Designer seit MACHTSPIEL für die akustischen Feinheiten verantwortlich zeichnet.

 

Nach BLACK SNOT AND GOLDEN SQUARES kam es zu einem weiteren Exkurs: Irina Rubina wurde von der Sony Music Entertaiment angefragt, ein Konzept für Miles Davis‘ remastered version von „What’s love got to do with it?“ vorzulegen, und gewann – es entstand ein grooviges Musikvideo, in dem Rubina sowohl ihre eigene Formsprache verwendet, als auch die Malerei und Zeichnungen von Miles Davis einbezieht; es haben so namhafte Regisseurinnen wie Veronica Solomon, Anita Gill, Luca Tòth und Michelle Brand daran mitgearbeitet. Die Produktionszeit betrug lediglich sechs Wochen, weswegen Rubina vor allem auf Loops zurückgriff, die ihre Figuren beim Gehen immer neu und anders zusammensetzten. Und für das Abschlussbild animierte ihre Animationskollegin Brandt ein ganzes Gemälde – das immer wieder in Auszügen im Refrain zu sehen ist. Es ging also darum, eine künstlerische Bildsprache zu finden, aber diese auch so effizient wie möglich umzusetzen. Ein weiteres, neues Learning.

 

CONTRADICTION OF EMPTINESS © iraru.films

 

Ein letzter wunderbarer Umweg vor der Fertigstellung von OSIA ist nun Irina Rubinas aktueller Film, der seine Deutschlandpremiere auf der DOK Leipzig 2024 feiert, CONTRADICTION OF EMPTINESS, einem von Irina Rubina auf Russisch und Deutsch vorgetragenem Nachdenken über die Schuld, die einer Sprache anhaften kann. Es ist das erste Mal, dass Irina Rubina in einem ihrer Filme selbst spricht. Für sie unausweichlich:

„Ich beschäftige mich mit meiner Verantwortung, mit meiner Schuld, mit meiner Rolle. Da muss ich auch mit meiner Stimme sprechen.“

Dazu sehen wir Animationen, die improvisierte Bildwelten waren, bis sie Rubina mit dem Text zusammenfügte: Blutwellen, die im Schwarz wieder verschwinden, Schwaden, ein erdrückendes Steingebilde, das immer wieder alles erdrückt. Alles in einem malerischen Grau-Schwarz-Rot, mit Konturen, die wie poetische Weichzeichnungen wirken. Es ist der (fast) unnachahmliche Pinscreen-Look.

CONTRADICTION OF EMPTINESS ist 2023 im Rahmen der ersten Pinscreen-Residency überhaupt entstanden, an einem von sehr wenig existierenden Pinscreens, dem L‘Alpine von Alexandre Noyer im La Bande Studio in Quebec. Pinscreen-Animation ist eine herrliche, wenn auch komplizierte Form der Animation, die auch Nagelbrett-Animation genannt wird: Tausende, bewegliche Nadeln stecken in einer Wand, aus der sie unterschiedlich lang herausragen können – mittels kleiner Werkzeuge und Objekte können sie bewegt und in Form gebracht werden; von der Seite beleuchtet, werfen die Nadeln Schatten – eine Nadelschattenkomposition entspricht einem animierten Frame. Es ist ein anderes Gefühl, mit einem Pinscreen taktil zu animieren, als am Rechner zu sitzen, sagt Rubina, und man glaubt es sofort:

„Der Pinscreen ist wie ein Instrument, man baut eine Beziehung dazu auf.“

Sie sei in der Tätigkeit mehr als acht Stunden am Tag versunken; der physische Prozess habe ihr geholfen, mit dem Gefühl der Ohnmacht angesichts des russischen Angriffskrieges umzugehen. Der Film ist also ihre ureigene Beschäftigung mit dem Krieg, keine gefällige Positionierung und ist auch nicht unter dem Druck entstanden, sich äußern zu müssen. Es geht ihr „um das Hinterfragen eigener Glaubenssätze“ und imperialistischer Narrative durchdringen – die man, vielleicht auch unterbewusst, im Alltag mit sich herumträgt.

 

Irina Rubina verbindet den Festival Run von CONTRADICTION OF EMPTINESS mit einem Hilfsprojekt für die Ukraine: „Pinscreen Prints 4 Ukraine“ macht es möglich, limitierte Risodrucke ihrer Pinscreen-Frames zu erwerben und damit ukrainische Hilfsorganisationen zu unterstützen. Seit 2022 dolmetscht sie außerdem immer wieder für ukrainische Geflüchtete. Und trotzdem trieb und treibt sie die Frage um:

„Hätte ich mehr tun müssen? Kann ich mehr tun?“

Auch hier, im Privaten, ist er wieder: Der hohe Anspruch. Ich möchte ihr gerade im positivsten Sinne das Label „Aktivistin“ aufdrücken, das leider viel zu viele Menschen ja tatsächlich für sich grundlos reklamieren. Aber zu einer so konsequenten und politischen Künstlerin wie Irina Rubina könnte es doch endlich passen? Sie lacht, nein nein! Es ist keine falsche Demut in ihrem Lachen, nur tatsächliche Abwehr. Die richtigen Aktivisten, sagt sie, das seien Andere und manchmal frage sie sich, ob man nicht lieber Aktivistin als Filmemacherin werden sollte? Man sieht die kleinen liebevollen Animationscharaktere vor sich, die so filigran und eigen sind, die schönen fließenden Abstraktionen, man schaut auf die kleinen behutsamen Blutwellen im Nagelmeer, und möchte sagen: Bitte nicht, nein, nein. Doch klar, am Ende kann es nur Irina Rubina selbst beantworten, mit ihrem Gespür dafür, wann ein Ding seine echte, ureigene und tatsächliche Form erreicht und gefunden hat. Bis dahin können und müssen wir uns aber wenigstens schon mal auf OSIA freuen.

 

 

 

*Disclaimer: Ich kenne Irina seit 10 Jahren und habe von 2012-2017 als Pressereferentin des Animationsinstitutes und der FMX gearbeite

Beitragsbild: Porträt Irina Rubina © Katharina Waisburd