Ein Porträt der Künstlerin Betina Kuntzsch, die seit über 30 Jahren an Kurzfilmen und interdisziplinären Projekten arbeitet anlässlich der DOK-Leipzig-Premiere ihres neuesten Films HIMMEL WIE SEIDE. VOLLER ORANGEN mehr
Ein Porträt der Künstlerin Betina Kuntzsch, die seit über 30 Jahren an Kurzfilmen und interdisziplinären Projekten arbeitet anlässlich der DOK-Leipzig-Premiere ihres neuesten Films HIMMEL WIE SEIDE. VOLLER ORANGEN mehr
Renate Sami, die in Berlin lebte, drehte über vier Jahrzehnte lang Filme in verschiedenen analogen und digitalen Formaten, die sich jeder Kategorisierung entziehen. Inspiriert wurde sie dabei oft von etwas, das wie ein Geistesblitz wirkte – eine Erinnerung, ein Musikstück, ein Traum, ein Ort oder ein Text. mehr
Jazz, Mischtechnik – und dann auch noch abstrakt? Als Irina Rubinas JAZZ ORGIE an der Filmakademie Baden-Württemberg 2016 zum FMX-Trailer gekürt wurde, war die Verwunderung riesig. Die von der Filmakademie… mehr
Bis 2024 hätte Guillaume Cailleau noch als Kurzfilm-Regisseur durchgehen können. Im Februar hat er bei der Berlinale jedoch einen Film veröffentlicht, der länger ist, als alle seine restlichen Arbeiten zusammen: In DIRECT ACTION sind tatsächlich selbst die einzelnen Einstellungen zumeist länger, als Cailleaus bisherige Filme. Dauer scheint für ihn also wohl Verhandlungssache zu sein, wie es sich für einen Experimentalfilmer gehört. mehr
Ein Porträt des Animationsproduzenten Fabian Driehorst
FABIAN& FRED – da sind sie schon wieder! Das ist das Erlebnis, das Festivalgänger*innen in den letzten Jahren womöglich oft hatten. Mehr als Grund genug also, sich mit Fabian Driehorst zusammenzusetzen und über das Studio und seine Projekte zu sprechen – und natürlich auch über ihn selbst. mehr
Für viele bildende Künstlerinnen und Künstler, die sich mit dem Medium Film beschäftigt haben, ist die kritische Würdigung ihres filmischen Schaffens im Vergleich zu den stärker beachteten Erfolgen in den anderen Kunstsparten, zumeist der Malerei, zweitrangig oder bestenfalls korrelativ. Wir denken hier natürlich an die unscheinbare Kategorie der Künstlerfilme, die unbehaglich mit gekreuzten Beinen gegenüber ihrem Cousin, dem Experimentalfilm, sitzt und einen spärlichen und ungeschickten sozialen Austausch pflegt. mehr
Es ist eine grausame Versuchsanordnung: Ein minimaler Raum, vielleicht vier Quadratmeter. Innen gefliest, mit einer Glasscheibe als Sichtfenster, auf dem Boden eine einfache mit Kunstleder eingebundene Schaumstoffmatratze. So in etwa… mehr
Ein Interview mit Ulu Braun, der bereits zum 6. Mal bei Berlinale Shorts vertreten ist und ein Überblick über den Kurzfilm auf der Berlinale. mehr
Die Super-8-Filme der in Berlin lebenden Milena Gierke stehen in einer kleinen, aber feinen Tradition erlebnisorientierter Tagebuch- und Porträtfilme, die Verspieltheit mit innovativer Ernsthaftigkeit verbinden. Sie begann ihr Studium des… mehr
Kolumbus schaut glücklich von den Schwingen der Taube, die ihn über und durch die Welt trägt. Visualisiert durch einen Scherenschnitt, ein Profil, das nur aus Nase und einem einzigen Auge zu bestehen scheint, erscheint er als Anti-Version des Entdeckers – verschmitzt, bodenständig, ganz ohne Ambitionen, Besitzanspruch anmelden zu wollen. Es ist ein ungewöhnlicher Protagonist, den Sonja Rohleder da in Co-Regie mit Veronika Samartseva für Keimzeits Song Kolumbus animiert hat und der doch prototypisch für Rohleders Animationsstil und Produktionsprozess steht. mehr
„Please Stop Breaking the Windows. Still Occupied“: eine Texttafel, die wie beiläufig in Marian Maylands erster Einkanal-Videoarbeit aus dem Jahr 2015 auftaucht und bereits eine Fährte legt in Richtung ihrer späteren Filme. mehr
Birgit Hein zählte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der avantgardistischen Filmkultur in Deutschland und Europa. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Ehemann und Mitarbeiter Wilhelm Hein führte sie den Film in radikale und unerforschte Bereiche, indem sie sich bedingungslos für die Entwicklung, Kritik und Verbreitung des Avantgardefilms einsetzte. Sie verstarb im Februar 2023 im Alter von 80 Jahren und hinterließ eine Reihe von Pionierleistungen, die in ihrem Umfang und ihrer Bedeutung einzigartig sind. mehr
Ein passendes Bild – was ist das überhaupt? Und was geht ihm voraus – vielleicht ein anderes Bild, ein inneres oder doch nur eine unbestimmte thematische Intuition? Das sind Fragen, die sich schnell stellen, wenn man sich mit Volker Schlecht beschäftigt, der zwischen den bewegten und unbewegten Bildern hin und her pendelt. mehr
Der Avatar zittert, er hält sich kaum auf den Beinen, er fällt, sich die Arme verrenkend. „Attempting a backflip is not safe. You can break your neck, or land on your head, or land badly on your wrists. None of that is nice, so my avatar does the trick“, erklärt eine gefühllose Stimme. Die Stimme des Animationsregisseurs Nikita Diakurs, durch Voice Cloning Software verzerrt. Wobei der trockene Humor es auch durch die manipulativen Windungen der Software hindurch schafft. „Backflip“ ist sein neuester Coup, ein zwölfminütiger Animationsfilm, der mittels Künstlicher Intelligenz – konkret: Machine Learning – kreiert bzw. ko-kreiert wurde. mehr
Ojoboca (Anja Dornieden und Juan David González Monroy) machen zugleich mehr und weniger als „Kurzfilme“. Mehr, weil sie neben Filmen auch Performances und Installationen entwickeln, derzeit an ihrem zweiter Langfilm arbeiten und Texte von einer eigenwilligen Literarizität fast alle ihre Bewegtbildarbeiten begleiten. mehr
„Hast du Angst, es gibt dich nicht?“ fragt eine hallende Stimme in Gudrun Krebitz jüngstem Werk ECHODROM, während das Wasser vor sich hinplätschert. Da ist es wieder, dieses Du. Ein Markenzeichen von Krebitz, das manchmal dialogische Selbstvergewisserung ist, oft das metaphorische Gegenüber anspricht oder auch meistens gleich das potentielle Publikum. mehr
Verzückt pflückt der Zweibeiner den ebenfalls selig lächelnden Axolotl von der Erde und steckt ihn sich in den Mund. Das reine Glück. Die Hände, filigrane Stabpuppen-Hände, greifen dabei erst tastend, dann gierig nach den süßen Stop-Motion-Wesen. So viel Nuancen und Animationstechniken in einem kleinen Moment finden sich ständig in Jonatan Schwenks ZOON. mehr
Es kostet nur wenig Mühe, sich über verfügbare Datenbanken die Fakten zu ziehen. Schnell wird man dort erfahren, dass der Chemnitzer Filmwerkstatt e.V. eine medienpädagogische Einrichtung ist, die „den filmischen Nachwuchs fördert. Sitz ist das Clubkino Siegmar, das der Verein 1996 in freier Trägerschaft übernommen hat.“ mehr
Sophie Linnenbaum, geboren 1986 in Nürnberg, ist eine Beobachterin der kleinen Alltagsmomente und zwischenmenschlichen Begegnungen. Ihre Filme sind dabei nicht als reine Unterhaltung zu verstehen, sie lassen sich nicht nebenbei konsumieren, um dann unterzugehen in unserem mit bewegten Bildern überfluteten Gedächtnis. mehr
Wenn Alex Gerbaulet in ihren Arbeiten »Ich« sagt, sagt sie immer auch »Geschichte« und umgekehrt. mehr
Für den kurzen Film mit dem auffallenden Titel PROLL! erhält der Filmemacher Adrian Figueroa im November 2021 den Deutschen Kurzfilmpreis: ein goldenes, sich spiralig hochschraubendes Metallband auf einem Sockel, etwa so hoch wie eine Champagnerflasche. Glückwunsch!
Adrian Figueroa kommt vom Theater. Aufgewachsen in Frankfurt am Main hat er in England drama studies und applied theatre studiert, in einer ebenso theoretisch wie praktisch orientierten Ausbildung. mehr
Anne Isensee kommt gern direkt auf den Punkt. In ihren Arbeiten, aber auch im Gespräch. Mit ihren teils sehr kurzen Filmen ist die in Berlin lebende Animationskünstlerin seit Jahren erfolgreich auf vielen Festivals präsent. mehr
„Jeder kann sehen, dass dein Körper high-class ist. Du machst doch was aus dir. Du bist nicht vor dem Fernseher des Lebens gesessen, sondern hast Sport getrieben. Ein toller Bursche!” – eine männliche Stimme aus dem Off begleitet das umherirrende Model Max auf der Suche nach seinem Hotel in einer Stadt, in der ein Männermodelmörder sein Unwesen treibt. Die Videoarbeit „pretty boyz don´t die“ (2016) ist der Beginn der insgesamt vierteiligen Kurzfilmreihe „pretty pretty mad sad“ (2016-18) und die erste filmische Arbeit der Autorin und Filmemacherin Jovana Reisinger mehr
Victor Orozco Ramirez ist Filmemacher mit Herz und Seele. Der Mexikaner, der seit 2002 in Deutschland wohnt, hat sich mit seinen experimentellen Kurzfilmen längst einen Namen in der deutschen… mehr
Fragmentarische Erinnerungen führen wie ein roter Faden durch die Arbeiten von Sylvia Schedelbauer, die zwischen Experimentalfilm und Essayfilm oszillieren und auch als “Film Erinnerungen” bezeichnet werden könnten. Beim Schauen ihrer… mehr
Nicolaas Schmidt war Musiker, hat eine virtuelle Selbsthilfegruppe zum Sonnenuntergang gegründet, stellte Farben, Gegenstände und Fotos aus. Er arbeitet meist alleine, begann beinahe zeitgleich mit Fotografie und Filmemachen, bald folgten installative Arbeiten in realen und virtuellen Räumen. Menschen stehen in seiner Arbeit Räumen, Objekten und nichtmenschlichen Tieren nahezu auf Augenhöhe gegenüber, denn Schmidt ist ein Forscher der Balance. mehr
Bereits fünf Filme entstanden aus der mittlerweile mehrjährigen Zusammenarbeit von Clara Winter und Miguel Ferráez, tatsächlich ist das dynamische Duo in allen selbst vor der Kamera aktiv und versucht, sich an zunehmend ausgestellten Positionierungen, Halbfiktionen und Zeichenspielen. Bei ihrer Begegnung trafen filmische Stile aufeinander, die verschiedener kaum sein konnten – das Resultat waren neue Fragen und Methoden. Die Filme der beiden protokollieren neben ihren expliziten Fragestellungen zu sozialem Status und Nationalität allem voran eine künstlerische Evolution und die Entwicklung eines transkulturellen Stils. Ihre Experimente wirken sowohl im Verhältnis zum deutschen, als auch mexikanischen Kino erfreulich deplatziert. mehr
Wundern über Alltägliches, wie zufällige Lichtbrechungen, vorbeiziehende Schatten, oder ein achtlos fallengelassenes Taschentuch, das vom Wind fast schon anmutig über den Boden geweht wird, diese kurzen Beobachtungen von beliebigen Phänomenen erscheinen angesichts der schnelllebigen Welt immer weniger von Bedeutung. Ein Innehalten und Wahrnehmen all dessen, was sich unmittelbar um uns herum leise abspielt, findet kaum noch Platz im Alltag. Nicht so bei Gunter Deller, der das Wundern über alltägliche Phänomene zu seiner filmischen Praxis gemacht hat. mehr
Ein flüchtiger Blick auf einen Garten durch ein Fenster. Der Himmel, strahlend blau, gänzlich wolkenlos. Ein Insekt in Nahaufnahme, das unbeirrt seiner Bestimmung folgt. Nur selten kreuzt eine Person flüchtig… mehr
Einfach ein schönes Tier. In „Buck Fever“, einer Videoarbeit des Künstlerinnenkollektivs NEOZOON, töten bewaffnete Menschen aus Vergnügen nichtmenschliche Tiere und posieren dann neben den Kadavern vor der Kamera. Eine Mischung… mehr