
1993 konzipierte die Berliner Produzentin Regina Ziegler die Kurzfilmreihe "Erotic Tales". Für die ersten beiden Staffeln wurden zwölf internationale, angesehene Filmemacher aufgefordert, ihre individuelle Auffassung von Erotik in kurzen Filmen von 30 Minuten in einen visuellen und kulturspezifischen Kontext umzusetzen.
Inzwischen sind vier Staffeln ? 6 Filmen produziert. Neben der Fernsehausstrahlung (ab 1996 im WDR) haben inzwischen mehr als 350 Festivals in 50 Ländern die Erotic Tales präsentiert.
Die halbstündigen Kurzfilme sind Autorenfilme - so individuell und unterschiedlich wie die Regisseure und ihre Herkunft. Zu ihnen gehören unter anderem Bob Rafaelson, Jos Stelling, Amos Kollek, Detlev Buck, Rosa von Praunheim, Georgi Shengelaya und Fridrik Thór Fridriksson
"Erotic Tales" wird von Ziegler-Film produziert, die 1973 von Regina Ziegler gegründete Produktionsfirma in Berlin. Betreut wird das Projekt von Tanja Meding und Ron Holloway. Laut Regina Ziegler sind, »unsere 24 Erotic Tales meistens Kurzgeschichten aus dem Reich des Fantastischen, manchmal mit einer Prise Humor, ab und zu poetisch oder exotisch und niemals vulgär.« Sie hat sich vorgenommen insgesamt 69 Episoden zu produzieren.
Im November haben die Dreharbeiten zu dem 28. Erotic Tale mit dem Arbeitstitel "NR.23" von Bernd Heiber (Regie) begonnen.

Corinna Schnitt, Filmemacherin aus Köln, hat unter dem Titel "Prima Leben" ein Kurzfilmprogramm zusammengestellt, das nach einigen Festivalauftritten, nun auch von Kinos ausgeliehen werden kann. Zum Programm gehören fünf Filme von Corinna Schnitt selbst ("Schönen, guten Tag", "Zwischen vier und sechs", "Raus aus seinen Kleidern", "Das schlafende Mädchen" und "Schloss Solitude"). Außerdem dabei sind: "Ein Wunder (A miracle)" von Stanislaw Mucha, "Das Zauberglas" von Bj?rn Melhus, "Un Jour (Eines Tages)" von Marie Paccou, "Des morceaux de ma femme (Der Tod meiner Frau/Pieces of my wife)" von Frédéric Pelle und "Sisters (Schwestern)" von Pawel Lozinski.
Das Programm kann für 100 Euro bzw. 150 Euro (bei 2 Vorführungen) bei Corinna Schnitt ausgeliehen werden.
http://www.shortfilm.de/ikf/pages/magazin/cschnitt@netcologne.de
Die neue Aardman-Animationsserie "Cracking Contraptions", nach sieben Jahren zum ersten Mal wieder mit den beliebten Knetfiguren Wallace & Gromit, hatte bei AtomFilms ihre Weltpremiere. Die 10 Online-Episoden von Nick Park sind bis auf eine - "The Soccomatic"- kostenpflichtig. "Soccomatic" kam sofort auf Platz 1 der Animations-Top-Five bei AtomFilms.

"Faites vos jeux" ist ein abendfüllendes Werk der Filmpiraterie. 18 Musiker und Bands haben sich zusammengefunden mit der Kieler Filmgruppe Chaos, der AKAS-Crew aus Bremen und der Copyright Violation Squad, um in loser Zusammenarbeit an einer neuen Form des Unterhaltungsfilms zu stricken. Die Kieler Filmgruppe Chaos - bekannt durch ihre Super-8-Filme - kompilierte diesen Film ohne Verwendung einer (eigenen) Kamera.
Der Beutezug, durch die Welt des bewegten Bildes, angefangen beim Amateurfilm und dem Künstlervideo über Werbeclip und Tagesschau bis hin zu Hollywood und Bollywood, entführt den Zuschauer auf eine Zeitreise. Eine Reise aus den 70er Jahren bis in die Zukunft, mit einem besonderen Blick auf Musikkultur, Medien und Moden und politische Ereignisse.
Auf Initiative von CRAC Stockholm finden zwischen November 2002 bis Oktober 2004 sechs internationale Workshops für Künstler, Techniker, Designer und Kulturschaffende statt. Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Schaffung eines internationalen Netzes zur Nutzung neuer Medien für den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und deren kritischen Begleitung.
Aus diesem Netz heraus sollen dann eigenständige Kooperationsprojekte entwickelt werden.
Der nächste Workshop mit dem Titel "A Joker in the Global Bunker" findet vom 5. bis 9. Februar 2003 im Atelier Nord in Oslo statt. Dabei geht es um: "the use of global virtual reality networks". Bewerbungsschluss - Reise und Übernachtungskosten werden vom Veranstalter getragen - ist der 5. Dezember.
Hier die weiteren Workshop: RAM 3 "New utopias/new visions - claiming cultural territory in new media" in Tallinn (Mai), RAM 4 "Survival Kit for the new media and communication environment?" in Helsinki (Oktober), RAM 5 "Media architecture: managing interactive processes between physical and virtual environments" in Riga (April 2004) und schließlich RAM 6 "Social interaction and collective intelligence" in Wilnius (September 2004).
Der Veranstalter CRAC, d.h. Creative Room for Art and Computing, ist eine Organisation mit mehr als 400 Mitgliedern, die in Stockholm ein digitales Postproduktionsstudio betreibt.
Vom 2. bis 5. Dezember zeigt Canal+ jeweils um 19 Uhr Kurzfilme, die im Rahmen des sendereigenenen Wettbewerbs "Proyecto Corto" eine Förderung erhielten. Die Filme von Regisseuren wie Achero Ma?as, Mateo Gil, Roberto Santiago und Chiqui Carabante werden dabei dem Publikum zur Bewertung via MSM präsentiert. Der Film mit den meisten Stimmen wird am 16. Dezember wiederholt.
Der Münchner Dokumentarfilmer Maurice Philip Remy, fand im Rahmen seiner Recherchen zum ARD-"Rommel"-TV-Dreiteiler, einen Kurzfilm mit dem Titel "Das deutsche Erntedankfest 1934 auf dem Bückeberg", den er Leni Riefenstahl zusprach. Wie sich inzwischen herausstellte, kann dies nicht stimmen. Bei der Aufklärung behilflich war Kay Hoffmann vom "Haus des Dokumentarfilms" (Stuttgart): "Uns hat zum einen gewundert, dass Riefenstahl nur drei Wochen nach ihrem "Triumph des Willens" nicht mehr schwarz-weiß, sondern in Farbe drehen sollte und zum anderen hätte der Film auch stilistisch nicht zu Riefenstahl gepasst". Hoffmann arbeitet zur Zeit bei dem Forschungsprojekt "Geschichte und Ästhetik des dokumentarischen Films in Deutschland 1895 - 1945" mit.
Quelle: Die Welt (dpa)

Der amerikanische Zeichentrickfilm-Künstler Bill Plympton hat eine Webcam eingerichtet, mit der »zum ersten mal in der Geschichte des Animationsfilm das Publikum bei der Herstellung eines ganzen Animationsfilms zuschauen kann«. Im Internet kann man Bill zwischen 10am und 6pm EST bei der Arbeit an seinem neuen Film "Hair High" sehen!

Von September bis November 2002 zeigen 14 Künstler/innen Videokunst auf den Screens von Bahninform mit 3 monatlich wechselnden Programmen. Zu den Eröffnungen gibt es außerdem
Interviews mit den Künstlern. Die teilnehmenden Künstler/innen sind: Hörner / Antlfinger, Gudrun Kemsa, Anke Landschreiber, Monika Oechsler, Offermann, Monika Pirch, Anke Schäfer, Corinna Schnitt, Gudrun Teich, Myriam Thyes, Jan Verbeek, Anja Wiese und Petr Zubek. Die Stationen sind: Aachen, Berlin (Bahnhof Zoo), Bochum, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Cottbus, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg (Altona), Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Oldenburg, Osnabrück, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart und Würzburg.
Veranstalter ist der Bundesverband der Galerien in Deutschland + Kultur im Bahnhof. Die Konzeption dazu entwickelte [STRICTLYPUBLIC] - ein Zusammenschluss von 4 Bildenden Künstlerinnen (Gudrun Kemsa, Anke Landschreiber, Monika Pirch und Myriam Thyes aus Neuss/Düsseldorf), die Kunst in den öffentlichen Raum bringen wollen.
Kontakt: Myriam Thyes

Im Rahmen der Filmreihe Independent Exposure zeigt Microcinema im Oktober unter dem Titel Halloweird 16 kurze Horrorfilme von internationaler Regisseuren. »This month's program is spreading like the plague to cities all over the globe - featuring disturbing perspectives of the world via international short films«, verkündeten die Veranstalter. Das Tourprogramm ist unter anderem in Chicago, Houston, Mexico City, Paris, San Francisco und New York zu sehen.
Independent Exposure ist ein Tourprogramm für unabhängige Filme, Videos und digitale Arbeiten. Seit 1996 hat Microcinema in 33 Ländern Filme von mehr als 750 Künstlern vorgestellt. Die Tourneen werden in der Regel an den Heimatstandorten San Francisco (in der 111 Minna Gallery) und Houston (Firestation #3) gestartet (siehe auch "call for entries" in der Rubrik "Ausschreibungen").
Kontakt: Joel S. Bachar (San Francisco)

Der neu erschienene Verleihkatalog 2002 der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen umfasst 60 aktuelle kurze Produktionen aller Genres. Dabei sind neben den Filmen "Dream Work" von Peter Tscherkassky, der mit dem Großen Preis der Stadt Oberhausen prämiert wurde, und Christoph Girardets "Scratch", ausgezeichnet als bester Beitrag des Deutschen Wettbewerbs, auch zwei wiederentdeckte Arbeiten des jugoslawischen Regisseurs Karpo Godina. Der Katalog liegt ab sofort vor und kann bei den Kurzfilmtagen bestellt werden. Außerdem ist das Programm auf der Website der Kurzfilmtage online abrufbar, wo in Bälde auch Ausschnitte aus dem neuen Programm zu sehen sein werden.
Raritäten wie Zhao Liangs chinesischer Videoclip "Jerks Don't Say Fuck" oder Karpo Godinas frühe Arbeiten reihen sich neben Publikumslieblingen wie Karl Goldens "Beached" und weiteren Highlights aus den Wettbewerben der Kurzfilmtage 2002 in das diesjährige Verleihprogramm ein. Im Katalog finden sich auch sämtliche Kandidaten des MuVi-Preises 2002, deren Beiträge als mittlerweile vierte MuVi-Rolle im Verleih angeboten werden.
Der Verleih der Kurzfilmtage arbeitet international auf nicht-gewerblicher Basis. Programm- und Kommunale Kinos, Museen, Festivals, Kulturzentren und andere Institutionen nutzen die Möglichkeit, Kurzfilme und Filmprogramme aus Oberhausen zu zeigen.
Buchungen und Informationen zum Verleihprogramm: www.kurzfilmtage.de unter Short Film Exchange / Verleih/Archiv oder: Melanie Piguel, Tel: +49 (0)208 825-2652, Fax 825-5413,
E-Mail: info
kurzfilmtage.de
http://www.kurzfilmtage.de/ikf/pages/sfe/index.php?id=105&lang_id=1

Das European Media Art Festival in Osnabrück gilt als eine der größten Veranstaltungen für analoge und digitale Medienkunst. Mit der Ausstellung, den Retrospektiven, Künstlerportraits, Performances, dem Kongress und dem Electronic Café bietet das Festival alljährlich einen umfassenden Überblick auf die aktuelle internationale medienkünstlerische Szene.
Die Veranstalter haben jetzt wieder herausragende und richtungsweisende Arbeiten aus dem Festivalprogramm für die Tour zusammengestellt, die in einem Film- und einem Videopaket mit verschiedenen Inhalten präsentiert werden. Internationale Künstler mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen und Techniken zeigen ihre "Art" persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen medial umzusetzen. Zum Programm gehören u.a. "Delirium" von Michael Mazi?re, "Das schlafende Mädchen" von Corinna Schnitt und "No Damage" von Caspar Stracke.
In diesem Jahr hat das Filmprogramm gemischte Formate (35mm, 16mm) das Videoprogramm ist auf DV, Beta oder VHS-Tape erhältlich. Die Programmbeschreibung gibt es als PDF-Datei im Internet.
Kontakt: Ralf Sausmikat
Der Deutsche Kurzfilmpreis wird am 6. November 2002 in der "Kulturbrauerei" in Berlin vergeben.
Aus 147 Filmvorschlägen sind von den Jurys Deutscher Kurzfilmpreis (Spielfilm/Animations- u. Dokumentarfilm) insgesamt neun Filme nominiert worden. Damit ist eine Prämie bis zu jeweils 12.500 Euro verbunden, die für die Herstellung eines neuen Films mit künstlerischem Rang oder dessen Projektvorbereitung zu verwenden ist.
Die Jury Deutscher Kurzfilmpreis (Spielfilm) entschied in der Zusammensetzung Werner Schneider-Quindeau, Frankfurt/Main (Vorsitzender, Pfarrer u. Filmbeauftragter der EKD), Robin Mallick, Dresden (Filmfest Dresden), Karl-Heinz Schmid, Bremen (Kinobetreiber), Evelyn Schmidt, Berlin (Regisseurin) und Arnold Vaatz, Dresden (MdB). Die Jury Deutscher Kurzfilmpreis (Animations- u. Dokumentarfilm) setzte sich wie folgt zusammen: Detelina Grigorova-Kreck, Wiesbaden (Vorsitzende, Produzentin), Iris Bernhard, Regensburg (Regensburger Kurzfilmwoche), Dr. Lars Henrik Gass, Oberhausen (Int. Kurzfilmtage Oberhausen), Ernst Hirsch, Dresden (Kameramann) und Elfi Mikesch, Berlin (Regisseurin, Kamerafrau).
Die nominierten Filme werden anschließend unter dem Titel »Kurzfilmpreis 2002 unterwegs« auf Tournee gehen. Organisator ist die KurzFilmAgentur Hamburg in Kooperation mit dem Bundesverband Kommunale Filmarbeit e.V., der AG Kino und der Gilde deutscher Filmkunsttheater. (Nominierungen siehe Rubrik: Preise und Auszeichnungen)
http://www.deutscher-kurzfilmpreis.de/kurzfilmpreis/index.html

Kurz nach dem Kinostart der ersten "Ten Minutes Older"-Rolle in Deutschland (Filmwelt/ottfilm 19.12.02) kommt schon die zweite Folge "Ten Minutes Older - The Cello" in die Kinos (09.01.03). "Ten Minutes Older" ist eine Kompilation von 7-8 Kurzfilmen von berühmten Regisseuren zum Thema Zeit. Der Titel erinnert an den gleichnamigen, lettischen Kurzfilm von Herz Franks. Die Beiträge der ersten Folge mit dem Untertitel "The Trumpet" drehten Aki Kaurismäki, Wim Wenders, Jim Jarmusch, Chen Kaige, Werner Herzog, Victor Erice und Spike Lee. Für "T.M.O. - The Cello" konnten gewonnen werden: Bernardo Bertolucci, Claire Denis, Mike Figgis, Jean-Luc Godard, Jirí Menzel, Michael Radford, Volker Schlöndorff und István Szabó.Ausführender Produzent ist Ulrich Felsberg (Road Movies Group).
Die Madrider Bar Lolita Lounge zeigt ab Oktober jeden Dienstag ein Kurzfilmprogramm. Die Filme werden mit einem Digitalprojektor ("de última generación") gebeamt. Der Eintritt ist frei. Die Filmemacher sind eingeladen sich persönlich dem Publikum vorzustellen und erhalten als Dank zwei freie Getränke und ein Sushi-Essen. Kontakt: Lydia Gargo
Stammgast in der Lolita Lounge ist die Firma Lolita Peliculitas Artes Visuales, die nach Programmen im Madrider Hard Rock Café, in der oben genannten Lolita Lounge und im Chesterfield Café, nun ihr Konzept - in Cafés und Restaurants Kurzfilme zu zeigen - auf ganz Spanien ausweiten will. Den Anfang macht das Picaro in Toledo...
Der britische Internetdienst für Filmemacher "Shooting People" hat die Abonnement-Preise erhöht. Wer von den täglichen Nachrichten-Bulletins zu Themen wie Filmmaking, Casting, Screenwriting, Script Pitches, Documentary und Job Offers profitieren möchte, muss jetzt ?20 im Jahr zahlen (bis 1. August ?18). Wem das zu viel ist, kann sich für eine 'part membership' eintragen lassen und erhält dann die Infos drei Tage nach der Veröffentlichung.

Endlich ist ein Buch erschienen, dass sich ausschließlich dem Kurzfilm - hier dem narrativen Kurzfilm - widmet! Richard Raskin, amerikanischer Dozent an der Universität von Aarhus und hat jetzt beim Verlag McFarland "The Art of the Short Fiction Film" herausgebracht (ISBN: 0-7864-1183-X).
Raskin befasst sich seit vielen Jahren auf vielfältige Weise in Symposien, als Festivaljuror und Filmemacher mit dem Kurzfilm. Er gehört zu den wenigen Autoren, die regelmäßig über Kurzfilme schreiben, wie u.a. in dem von ihm mitgegründeten dänischen, filmwissenschaftlichen Journal P.O.V. (Point of View).
Sein neuestes Buch ist eine "Shot by Shot Study of Nine Modern Classics" - so der Untertitel. Darin analysiert Raskin erzählerische Strategien von älteren Filmen wie "Dwaj ludzie z szafa" von Roman Polanski, aber auch neueren Arbeiten wie etwa "Cat's Cradle" von der Australierin Liz Hughes und Filmen aus den 90er Jahren wie "Szél" (Wind) von Marcell Iványi. Jeder Film steht zugleich für eine eigene Erzählstrategie aus einer je anderen Kultur. Das Buch versteht sich zugleich auch als Anleitung für Filmstudenten und Filmemacher.
Der amerikanische Filmtheoretiker David Bordwell kommentierte das Buch wie folgt: "What a pleasure to see an unjustly ignored form of cinema treated with such care and creative imagination! Blending careful analysis, historical background, and a rich array of archive materials, Richard Raskin reveals in unprecedented detail how short films tell their stories. Raskin's study should become the definitive work on the subject."
1999 veröffentlichte der Chilene Pedro Zurita ein Buch mit dem witzigen Titel "Cómo distribuir su filme y no morir en el intento (How to Distribute your Film and not die in the process)". Es wurde zum wichtigsten Leitfaden für Filmemacher, insbesondere Südamerikaner, die in den Vereinigten Staaten ihren Film verbreiten wollen. Pedro Zurita, Filmemacher und Filmkritiker, ist Leiter der Videoteca del Sur, eine gemeinnützige Organisation zur Verbreitung lateinamerikanischer Medien mit Sitz in New York. Sein 200 Seiten starkes Handbuch berücksichtigt neben Spiel- und Dokumentarfilm insbesondere auch den Kurzfilm.
Vor wenigen Wochen ist die Publikation auch in Europa erschienen: In Italien gab es eine Lesung und in Spanien wird es von der Librería Ocho y medio herausgebracht.
Zum Buch äußerte sich Fernando Birri wie folgt: "La biblioteca de Babel - lease América Latina - del Nuevo Cine Latinoamericano rebasa de bellísimas obras de teoría, poética y sociología de la comunicación. La experimentada obra de Pedro Zurita "Cómo distribuir su filme y no morir en el intento" viene a ocupar, útil y felizmente, un lugar todavía bastante vacío en la estantería."
13 Millionen Internetzugriffe konnte die erste Serie mit fünf Kurzfilm-Folgen "The Hire" erzielen - das sind zweimal so viele Zuschauer wie der gegenwärtige Top-1-Film in den deutschen Kinos ("Ice Age") hatte! Die pseudo-narrativen Werbefilme von John Frankenheimer, Ang Lee, Guy Ritchie, Wong Kar-Wei und Alejandro González I?árritu kosteten 9 Millionen Dollar und erreichten, nichtzuletzt durch flankierende Werbemaßnahmen in Printmedien und Fernsehen, einen Kultstatus. Produziert wurden die Filme von David Fincher und der Firma Anonymous Content. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu einer weiteren Folge, für die Lars von Trier, Spike Jonze und Fincher selbst engagiert worden sind, wechselte BMW wegen 'kreativer Differenzen' das Team und beauftragte stattdessen Ridley Scotts Werbefirma RSA USA. Jetzt sollen John Woo, Tony Scott und Joe Carnahan bis zur geplanten Webpremiere im Oktober schnell die nächsten Folgen drehen. Mit dabei sind als Hauptdarsteller wieder Clive Owen und natürlich die neuesten BMW-Modelle.

Der "Internationale Experimentalfilm Workshop e.V.", Träger des European Media Art Festival Osnabrück, hat die Rechte für den Verleih der beiden UNDERGROUND ZERO bekommen.
UNDERGROUND ZERO ist ein Projekt der beiden amerikanischen Filmemacher Jay Rosenblatt und Caveh Zahedi (San Francisco), die im vergangenen Herbst, unmittelbar nach den Ereignissen des 11. Septembers, 150 befreundete Filmemacher angesprochen haben, einen persönlichen Beitrag zu diesem Thema zu produzieren. 60 Beiträge wurden produziert, von denen eine Auswahl in das Underground Zero-Programm aufgenommen wurde.
Die beiden - je etwa 75 Minuten lange - Programme können einzeln zum Preis von jeweils 150.- Euro oder als Paket zum Preis von 250.- Euro als VHS- oder Mini-DV- Tapes ausgeliehen werden.
Zum ersten Mal in Norwegen hat das Norsk Filminstitutt, nach Video-Editionen, jetzt eine DVD mit norwegischen Kurzfilme herausgebracht. Auf der DVD "Norsk Stil" werden 22 Kurzfilme aus den Produktionsjahren 1985 bis 2001 in Originalfassung und in englischer Version veröffentlicht. Die Sammlung enthält u.a.: "Dolce Vita" von Eva Dahr, "S?ndagsmiddag" von Bent Hamer, "Bingoplassen" von P?l Sletaune, "Just do it" von Nils Gaup und "Solvorn" von Anja Breien.

Am 15. August startet die MOP Distribution, der Verleihzweig des Max-Ophüls-Preises, unter dem Titel "Blu Absinto" ein "Kurzfilmcocktail" in den Kinos. Die Rolle versammelt Preisträger und Wettbewerbsteilnehmer des Saarbrücker Festivals: "Das Taschenorgan" von Carsten Strauch, "Fuck the pigs! "von Carolin Otterbach, "Ich muss gehen" von Florian Mischa Böder, "Björn oder Die Hürden der Behörden" von Andi Niesser, "Dobermann" von Florian Henkel-Donnersmarck, "Pieces of my heart" von Peter Stauch, "Du und ich, wir könnten einander gehören" von Sven Harguth, "Staplerfahrer Klaus - der erste Arbeitstag" von Jörg Wagner und Stefan Prehn, "Gfrasta" von Ruth Mader, "Fake! " von Sebastian Peterson, "Für dich mein Herz" von Johannes von Gwinner und "Freunde" von Jan Krüger.
Laut Eigenwerbung war das Rezept dieses Cocktails: "eine Prise schwarzer Humor, ein Schuss Kitsch, paar Spritzer Splatter, geschüttelt mit viel Liebe und 2 Tropfen Sex...
Seit 1999 veranstaltet W-film Köln die Kurzfilmreihe "Night of the Shorts". Die abendfüllende Kurzfilm-Kompilation wurde bisher in mehr als 60 Städten gezeigt. Ab sofort ist ein neues, zweites Programm auf Tour. Im Herbst 2002 wird die "Night of the Shorts", vom FilmFernsehFonds Bayern gefördert, in 12 Kinos in Bayern zu sehen sein. Auch internationale Kooperationen sind im Aufbau.
Programminfo und Kontakt:
W-film Köln
Thomas Egenberger
Siegburger Str. 163
50679 Köln
Tel: +49 (0)221 2221992
Fax: +49 (0)221 2221981
Email: egenberger
wfilm.com
Der Pionier unter den brasilianischen Online-Festivals - "Brasil Digital" - hat sich im dritten Festivaljahr einen neuen Namen und ein neues Reglement gegeben. Zum "Fluxus - International Film Festival at Internet" können ab sofort Beiträge aus aller Welt eingereicht werden. Das Festival akzeptiert alle Film-, Video- und digitalen Formate für vier Wettbewerbskategorien: E-CINEMA (Fiktion, Experimental), ANEMIC (Animation), .DOC (Dokumentation) and INTERACTIVA (Web-Art, Media-Art). Letztere Kategorie ist neu hinzugekommen.
Den neuen Namen verstehen die Festivalmacher als Hommage an die Fluxus-Bewegung, die alle Kunstformen umfasst hat.

Der Gewinner des Honorary Foreign Film Award bei den diesjährigen Student Academy Awards ist ein dänischer Film! Der Preisträger ist "N?r Lysterne T?ndes (Feeding Desire)" von Martin Strange-Hansen. Es ist ein Abschlussfilm der Dänischen Filmschule und der dritte Student Academy Award, der an diese Schule ging. Zuletzt hatte "Den Danske Filmskole" den Studentenoscar 1996 geholt (Reza Parsas "Gr?nsen").
"N?r Lysterne T?ndes" ist die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Finn Soeborg ("Meine Frau versteht mich nicht"). Der Film gewann zuvor beim Odense Film Festival den Preis "Bedste Novellefilm" (Bester Kurzspielfilm) und war beim Nordisk Panorama vertreten.
Für den mit 1.000 $ dotierten ausländischen Studentenoscar wurden 33 Filme aus 23 Ländern eingereicht. Fünf davon wurden nominiert: "Feeding Desire" von Martin Strange-Hansen (Den Danske Filmskole, Kopenhagen); "Inferno" von Paul Kousoulides (National Film and Television School, Beaconsfield); "Das Rad (Rocks)" von Chris Stenner, HeidiWittlinger and Arvid Uibel (Filmakademie Baden-Württemberg); "Schattenwelt (The Shadow)" von Robin von Hardenberg (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin), "Viktor och hans bröder (Viktor and his Brothers)" von M?rten Klingberg (Dramatiska Institutet, Stockholm)
In unserem Artikel über die Schließung des Londoner Lux gab es im Zusammenhang mit der britischen Förderpolitik ein Wortspiel mit 'Lux' und 'de luxe' (s. Archiv 12/2001). Jetzt erreicht uns vom ehemaligen Lux Gallery Curator, Gregoir Muir, die Nachricht, dass die Räume der ehemaligen Lux Gallery weitervermietet sind und dort ein Galerist einzog, der, obwohl er überhaupt nichts mit dem alten Lux zu tun hat, unter dem Namen Deluxe Gallery mit den Leistungen und der Reputation des Lux für sich wirbt! Auf der Internetseite der Galerie (www.deluxe-arts.org.uk) behauptet er, die Lux Gallery nach einem halbjährigen Schlaf wiedereröffnet zu haben. Die protzigen Ankündigungen sprechen für sich - man zähle nur mal wie oft das Wort 'fantastic' in den wenigen Zeilen der Selbstdarstellung vorkommt!
Die Lux Gallery ist also nicht (wieder) eröffnet. Den nach wie vor traurigen Stand der Dinge zeigt der Platzhalter auf der Internetseite des echten und wahren Lux.
Der Filmemacher Harun Farocki wurde mit dem Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum ausgezeichnet. Die Jury erklärte, Farockis Schaffen stelle eine »Ästhetik des Widerstands« dar, die den Stellenwert technischer Bilder in unserer Gesellschaft hinterfrage. Die Verleihung des Kulturpreises an Farocki sei ein Signal zur Stärkung experimenteller und dokumentarischer Filmarbeit.
Bei unserer - im übrigen wenig ergiebigen - Internet-Recherche zur Preisverleihung kam folgende 'Stimme des Volkes' zutage, die wir hier sprachlich unkorrigiert wiedergeben:
»In diesem Jahr schmückte sich die Jury des Bochumer Peter-Weiss Preises mit einem leibhaftigen TV-Star: mit Frau Corinna Harfouch (...) Der Name des diesjährigen Gewinners des mit 25.000 DM ausgelobten Preises geriet angesichts dieses Engagements völlig in den Hintergrund. Motto, wenn schon den Gewinner niemand kennt, soll zumindest die Juryvorsitzende etwas Glanz in die bescheidende Hütte bringen (...) Über das Honorar des TV-Stars wird verschämt geschwiegen. Experten gehen von einer fünfstelligen Summe aus, in ähnlicher Höhe wie das Preisgeld, das sich ein gewisser Harun Farocki in den nächsten Tagen an der Museumskasse abholen darf, als Dank für Dokumentarfilmchen die kein Mensch je sah (...) Der teure und untaugliche Versuch mit Corinna Harfouch diesen Preis ein wenig aufzupolieren, ist eine Ohrfeige für BochumsBürger, die zum grössten Teil für ihren Lebensunterhalt hart arbeiten müssen und für solche großzügigen Geschenke aus dem Stadtsäckel kein Verständnis haben dürften«, so der anonym bleibende, selbsternannte MeinBochum-Kultur-Kritiker.
Der britische Film Council und Frankreichs CNC kooperieren in einem gemeinsamen Kurzfilm-Projekt. Drei Drehbücher werden jeweils von britischen und französischen Filmemachern unabhängig voneinander in einer eigenen Version realisiert. Nach einer vorausgehenden Ausschreibung wurden folgende Regisseure und Produzenten ausgewählt: Alicia Duffy (Breakthru Films) und Alix Barbey (Movimento), Saul Dibb (Dan Films) und Mathias Gokalp (Karé Productions) sowie Phil Claydon (CF1 Limited) und Hany Tamba (Bizibi Productions). Der New Cinema Fund des Film Council und der Kurzfilmförderprogramm "l'aide au court métrage" des CNC stellen für die Produktion der 3 x 2 Kurzfilme von beiden Seiten des "Channel" insgesamt 300 000 EUR zur Verfügung. Die resultierenden sechs Filme werden im Oktober auf dem Festival du Film britannique in Dinard vorgestellt.
Durch die neue Partnerschaft zwischen AFI Fest und Export-Union für das kommende Made-in-Germany -Programm, das im Rahmen des Festivals stattfinden wird, können Produzenten und Weltvertriebe ihre Filme kostenlos über die Export-Union einreichen. Für das Made-in-Germany-Programm können Spiel- und Dokumentarfilme, die nach dem 1.1.2001 produziert wurden im Münchner Büro der Export-Union eingereicht werden. Kurzfilme können nur direkt bei AFI eingereicht werden. Der Anmeldeschluss ist der 1. Juli.
Kontakt: Nicole Kaufmann, Tel. 089 59978711
E-mail: nicole.kaufmann
german-cinema.de
Die ARTE-Redaktion des WDR veröffentlicht seit April 2002 einen Newsletter über ihre Arbeit. Im Editorial der ersten Ausgabe heißt es, »die unübersichtliche deutsch-französische ARTE-Zulieferlandschaft erschwert es, jeweils ? jour zu sein. Mit unserem neuen Newsletter möchten wir dazu beitragen, dass die Nachrichten - zumindest was die ARTE-Produktionen des WDR betrifft - besser zirkulieren« Der Newsletter informiert u.a. über laufende Produktionen, Projekte in Vorbereitung, Festival-Teilnahmen und Sendetermine. Der WDR produziert übrigens 22% des ARTE-Anteils der ARD.
Kontakt: Jutta Krug
Email: Jutta.Krug
wdr.de

Die meisten Studentenfilme enthalten zwei Motive: ein nicht besonders attraktives Mädchen läuft Richtung Kamera und einen Selbstmord. Wenn es eine Komödie ist, kommt ein nicht besonders attraktives Mädchen und ein Hund drin vor. Dies war ein Zitat von Chuck Workman, seines Zeichens Chairman of the Director's Guild of America's Academic liaison subcomittee! Es ist die Einleitung einer Internetseite, die erklärt warum Kurzfilme von Studenten so schlecht sind. Die Seite heißt D.U.M.P.S. (Directing Unsuccessful Motion Picture Shorts) und ist eine Liste mit Ratschlägen, die man normaler Weise in Filmschulen nie hört. Sie beruht offenbar auf großen Erfahrungen beim Sichten von Studentenfilmen. Also: "before you even think of making a student film, read this list..."

Other Cinema, Craig Baldwins Experimentalfilm Programm in San Francisco, ist im April und Mai sieben Wochen lang auf Europa-Tournee. Zu der Show mit dem Titel "Experiments in Terror" gehören neue und klassische Experimentalfilme, die sich mit dem Horrorgenre auseinandersetzen und ein Kontrastprogramm mit selten gezeigten Trailern, Clips und anderen Merkwürdigkeiten aus der Welt des besten (und schlimmsten) Horrorfilms.
Zum Experimentalfilm-Programm gehören Arbeiten von Kerry Laitala, David Sherman, Ben Rivers, Martha Colburn und J.X. Williams. Zur Horror-Clip-Sammlung der Tour gehören u.a. eine Führung durch Bates' Motel von Alfred Hitchcock, eine Demonstration unterschwelliger Beeinflussung ("Psychorama") und eine christlicher Dokumentarfilm über Okkultes.
Die Tour führt von den Niederlanden über Köln nach Berlin und weiter über Prag und Bratislava nach Wien. Dann zurück nach Deutschland (Nürnberg, Dresden, München) und vor dort über die Schweiz (Zürich, Bern) nach Frankreich (Colmar, Grenoble, Marseille, Bordeau) und Italien (Mailand, Bologna). Ende Mai ist das Other Cinema dann schließlich in England und Schottland zu sehen.
Der unabhängige Veranstalter Microcinema International hat in der Vergangenheit mit großem Erfolg Kurzfilme, Videos und digitale Arbeiten kuratiert. 1996 begannen in Seattle die monatlichen Independent Exposure - Programme. Seitdem wurden bis Oktober 2001 mehr als 700 internationalen Filme in 32 Ländern gezeigt.
Microcinema wird nun mit Unterstützung der Film Arts Foundation in Kalifornien fortgesetzt. Die nächste Veranstaltung findet am 28. Mai in der Minna Gallery in San Francisco statt. Per Satellit werden die Arbeiten auch in Houston, Texas, zu sehen sein.
Für die folgenden Independent Exposures sucht Microcinema ständig Kurzfilme aller Genre und Formate bis 15 Minuten Länge. Für die ausgewählten und präsentierten Filme werden die Künstler honoriert und bekommen ein Verleih- und Vertriebsangebot von Microcinema Distribution. (Kontakt: Mr. Joel S. Bachar. Microcinema International. 531 Utah Street, San Francisco, CA 94110, USA)

Der bekannteste Schweizer Animationsfilmemacher Georges Schwizgebel hat eine Retrospektive aus allen seinen Animationsfilmen zusammengestellt, die bis Mitte Mai von der Kurzfilmagentur in verschiedenen Städten der Schweiz im Kino gezeigt wird. Schwizgebel hat eigens für diese Kurzfilmrolle Übergänge zwischen den 11 Animationsfilmen angefertigt.
Filme und Fotografien von Matthias Müller sind vom 8. Mai bis 7. Juni in der Londoner Timothy Taylor Gallery zu sehen. Die renommierte Galerie für zeitgenössische Kunst im zentralen und noblen Stadtteil Mayfair stellte bislang u.a. Arbeiten von Künstlern wie Julian Schnabel und Richard Serra aus.
Nach dem großen Erfolg ihres Programms im Anthology Film Archives (NYC) tourt die Kuratorin Astria Suparak jetzt mit ihrem Programm "Dirges and Sturgeons" durch fünf amerikanische Staaten. In New York wurde das Programm kurzer Filme und Videos- u.a. von Miranda July, Seth Price und Bj?rn Melhus - mit Audio-Unterbrechungen von Filmemachern wie der Presse hochgelobt. Bj?rn Melhus: »Der Raum war so brechend voll wie ich es selten in einem Kino erlebt habe, das Publikum war begeistert und wir hatten alle einen wunderschönen, anregenden Abend. Es hat mich gefreut seit langem wieder Videos in einem Kino und nicht in einem Ausstellungsraum zu sehen«. Amy Taubin schrieb in Village Voice: »Peripatetic curator Astria Suparak has an eye for the strange and ineffable«. Weitere Programme der 23 Jahre jungen Kuratorin sind in Vorbereitung.
Nach dem großen Erfolg im Jahr 2001 (mehr als 1,5 Mio Besucher) ist derzeit das 2. Festival Internacional de Cine Comprimido online. Bei dem von spanischen Veranstaltern ausgerichteten Internet-Festival konnten Kurzfilme in allen gängigen Digitalformaten (avi, mpeg, mov, rm etc.), aber auch Flashanimationen eingereicht werden.Die Preise sind je nach Sparte mit 1.000 bis 18.000 Euros dotiert. Die Beiträge wurden von einer hochkarätig besetzten Jury ausgewählt, der u.a. Alejandro Amenábar, Miguel Bardem, Ic?ar Bollain, Juan Carlos Fresnadillo und Bigas Lunas angehören.
David Lynch ist wohl der erst renommierte Regisseur der Filme speziell fürs Internet dreht. Auf seiner Website wird Lynch drei verschiedene Filmserien anbieten, von denen eine ("Dumbland") bereits fertiggestellt ist. "Dumbland" ist eine Serie schwarz-weißer Cartoons, von der Lynch sagt, sie sei »geschmacklos, albern, gewalttätig, absurd«. Die für dieses Jahr annoncierten Filme "Rabbits" und "Axxon N." sollen Spielfilmcharakter haben und bei Erfolg später auch ins Kino kommen.
Der Zugang ist Passwort geschützt und kostenpflichtig. Die Nutzungsgebühr beträgt $9.79 pro Monat. Für Nicht-Mitglieder gibt es momentan außer ein paar Flash-Animationen leider wenig zu sehen. Beeindruckend sind allerdings die umfangreichen und rechtlich umfassenden Nutzungsbedingungen!
Die französische Sprudelwasser-Marke Perrier schreibt in den USA den Wettbewerb "Perrier across America" aus. Fünf Filmemacher dürfen zehn Tage lang durch die USA reisen und dabei einen 6 bis 10minütigen Beitrag über den 'American Spirit' drehen. Die Teilnehmer erhalten neben vielen anderen Überraschungen als Dank einen Jahresvorrat Sprudel: »Enter the Bubble!« - wie der Firmenslogan so schön heißt!. Bei der Entausscheidung um den besten Film winkt dann noch eine DVD und die Teilnahme am RESFEST 2002, dem reisenden Filmfestival.
Wer sich bewerben möchte, muss schnell ein Treatment einreichen (Anmeldeschluss 1. Mai). Zu den Teilnahmebedingungen gehört, dass der Film 'Amerika feiern' soll (»celebrate America«). Wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird dankbar sein, dass die Auslober ausdrücklich KEINEN Werbefilm für Perrier erwarten. Allerdings ist das nicht so einfach, denn der Film soll trotzdem irgendein Element der Marke Perrier enthalten. Da damit wohl nicht einfach das Element Wasser gemeint ist, hier noch ein Tipp für alle potentiellen Teilnehmer: Perrier ist in Wirklichkeit Nestlé!
Das Fernsehmagazin Polylux (ARD/ORB/WDR) sucht Filme bis zu einer Minute Länge, die »sinnfrei, blödsinnig und beknackt« sind. Es winkt die Aussicht auf einen "Trashfilm-Award".
Kontakt: ORB-Fernsehen, Redaktion Polylux, Postfach 909090, D-14439 Potsdam
Der amerikanische Filmtheaterverband NATO und die Directors Guild of America produzierten in Reaktion auf die Ereignisse vom 11. September einen dreiminütigen Kurzfilm, der auf 9.000 amerikanischen Leinwänden zu sehen war: "This inspiring three minute film consists of a rapid fire montage of scenes from 110 different classical American motion pictures that will leave audiences breathless," erklärten die Initiatoren. Mit der "emotional montage" des patriotischen Kurzfilms "The Spirit of America" wurde Regisseur und Academy-Award-Preisträger Chuck Workman beauftragt.
Dreimal in der Woche zeigt Xtronx auf der CBS-Spectacular-Videowand am New Yorker Times Square ein halbstündiges Kurzfilmprogramm. Die hochauflösende Astrovision-Bildwand (25' x 28' foot) liegt an der 42nd Street zwischen der 7th und 8th Avenue. Die Betreiber suchen hierfür Kurzfilme bis zu einer Länge von 10 Minuten. Die Filme sollen als 640x480 Quicktime movie eingereicht werden. Weitere Einzelheiten und Anmeldeformulare gibt es bei Xtronx.
OPENAIRshorts on CBS spectacular
c/o Susan Michie (producer)
2350 Broadway, Suite 914 New York, NY10024
Email: smichie
xtronx.com
Auf Initiative des Filmfest Oldenburg drehten 12 deutsche Filmemacher jeweils einen kurzen Mini-DV-Film unter 5 Minuten Länge. Für die Dreharbeiten stellten die Veranstalter ein Budget von jeweils 99 Euro zur Verfügung. Die 12 Filme können nun als 99euro-Kompilation ausgeliehen werden.
Die Schauspielerin Katja Riemann steht derzeit für den Kurzfilm "Nachtmusik" in Thüringen vor der Kamera. Unter der Regie von Johannes Thielmann entsteht ein Thriller über die Begegnung einer Autofahrerin mit einem Anhalter. Der rund 120 000 Euro teure und zum Teil geförderte Film soll den Standort Südthüringen für Nachwuchskünstler stärken ...
Die Knetanimationsfiguren Wallace und Gromit werden bald in einer neuen Serie im Internet zu sehen sein. Nick Park, der Erfinder der beliebten Figuren, produziert derzeit bei Aardman 12 neue kurze Filme speziell für die Verbreitung im Internet. Ältere Aardman-Filme sind übrigens bereits jetzt bei
http://atomfilms.shockwave.com/af/animation/series/aardman/
In der Programmreihe "The First Decade" gibt die Film- und Medienabteilung des Museum of Modern Art (New York) bis Ende April einen Überblick über die Pionierzeit der Videokunst. Die zu Themen wie "Subjective Documentaries", "Telling Stories", "Performance" oder "Mass Media" gruppierten Arbeiten der späten 60er und der 70er Jahre stammen aus dem Archiv von Electronic Arts Intermix.
Kuratoren sind Barbara London und Sally Berger (MoMA) in Zusammenarbeit mit Lori Zippay (Electronic Arts Intermix).
Vom 21. Februar 2002 - 14. April 2002 präsentiert die Städtische Galerie für Gegenwartskunst im Kunst Haus Dresden die Ausstellung "private affairs" mit aktuellen Videoarbeiten, die
weder sensationelle Ereignisse noch glamouröse Skandale aus dem Privatleben der KünstlerInnen oder anderer Personen zeigen. Das Private wird als alltägliches Geschehen, in seiner Normalität und mit seinem Potential an Ängsten sowie Irritationen verstanden und von den KünstlerInnen als Ausgangsidee für ihre politischen, sozialen, ästhetischen und philosophischen Anliegen eingesetzt.
Die 10 Videoinstallationen mit ihren sowohl narrativen als auch dokumentarischen Szenarien stehen für den teilnehmenden Blick der KünstlerInnen an der Realität.
Die beteiligten Künstler sind: Laura Bruce (USA/Deutschland), Anri Sala (Albanien/Frankreich), Katarzyna Kozyra (Polen), Angela Melitopoulos (Deutschland), Richard Billingham (Großbritannien), Tom Kalin (USA), Wang Jianwei (China), Maria Marshall (Großbritannien), Matthias Müller (Deutschland) und Ottonella Mocellin (Italien).
Die Arbeiten stammen von folgenden Sammlern bzw. Galerien: Artangel, Arndt & Partner, Anthony Reynolds Gallery, Chinese Contemporary, Galerie Chantal Crousel, Galerie Volker Diehl, Galerie Barbara Thumm, Hanna Wroblewska und Rony Vissers.
Im Februar 2002 startete FACT (Liverpool) eine landesweite Tour von "Manual", die erste 2-Personen-Ausstellung der Filmemacher Christoph Girardet und Matthias Müller in Großbritannien. Die Ausstellung umfaßt aktuelle Film-, Video- und Fotoarbeiten und die Weltpremiere von "Manual" (2002), eine neue Filminstallation, die von FACT in Auftrag gegeben wurde. Die "Manual"-Ausstellung beginnt in der Bluecoat Gallery, Liverpool, und ist anschließend in der Milch Gallery, London, zu sehen.
Der FACT-Leiter Eddie Berg erläutert, »Das materialreiche Repertoire der Ausstellung geht sowohl von der langen Geschichte des experimentellen Filmemachens wie auch der Arbeit von Künstern mit bewegten Bildern aus und darüberhinaus, ohne jedoch eindeutig das eine oder das andere zu sein. Die Tatsache, daß wir ihre Arbeit kaum klassifizieren oder kategorisieren können, ist ihre innewohnende Stärke, sowohl als Film wie auch als Kunst«.
Die Manual-Ausstellung findet vom 16. Februar bis 23. März 2002 in der Bluecoat Gallery, Liverpool, und vom 11. April bis 26. Mai 2002 in der Milch Gallery, London, statt.
FACT ist eine Agentur für die Ausstellung, die Unterstützung und Entwicklung von Künstlerfilmen, Video und Neuen Medienprojekten in Großbritannien mit Sitz in Liverpool. FACT hat bereits mehr als 100 Projekte von britischen und internationalen Künstlern in Auftrag gegeben.

1. Sie haben Musikvideos für Popidole wie Sinead O’Connor, Neneh Cherry und Boy George gemacht. Was halten Sie von den Musikvideos, die man heute sieht und von den Ansprüchen der MTV-Generation?
Qualitativ unterscheiden sich die Musikvideos von damals und heute nicht groß. 10% sind interessant, der Rest ist industrieller Müll. Im Grunde ist es doch so, dass die Videos immer nur so gut sind wie die Musik/Musiker.
Und was dieses ziemlich veraltete Konzept einer MTV-Generation angeht, so nehme ich an, dass die meisten mittlerweile so alt sind, dass sie selbst Kinder haben – und die 'Sprache' von MTV ist heute in allen audio-visuellen Medien gang und gäbe.
2. Musikvideos schaffen Trends, sind aber gleichzeitig auch Marketingprodukte. Kunst und Kommerz. Ist das in Ihren Augen ein Widerspruch?
Nur wenige Musikvideos verdienen die Bezeichnung Kunst (das gilt auch für meine), aber das Szenario Kunst/Industrie/Kommerz ist nun mal Fakt und lässt sich bis indie Renaissance oder gar zu den Griechen und Römern zurückverfolgen. Schon immer haben reiche Mäzene die Arbeit aller Arten von Künstlern finanziert, Werke in Auftrag gegeben und in vielerlei Hinsicht auch diktiert.
3. In den frühen Achtzigern haben Sie Super8-Filme gemacht und waren Anhänger der "New Romantics"-Bewegung. Damals haben Sie sich vehement dagegen gesträubt, Musikvideos zu machen. Was hat Sie veranlasst, Ihre Meinung zu ändern?
Ich brauchte das Geld, deshalb habe ich meine Prinzipien über Bord geworfen. Ich war auch kein Anhänger der "New Romantics"-Bewegung. Cerith Wyn Evans und ich haben sie ins Leben gerufen.
4. Während der Thatcher-Ära waren die Rechte von Lesben und Schwulen in England ziemlich eingeschränkt. Sie haben Ihre Meinung zu diesen politischen Einschränkungen offensiv geäußert, indem Sie das Video für die "Clause 28"-Campagne gemacht haben. Wie kam es, dass Sie dieses Tabu innerhalb der "sauberen" Welt der Popmusik gebrochen haben?
"Clause 28" war Boy Georges Antwort auf das 'Thatcher-Gesetz', das die 'promotion', also die positive Darstellung von Homosexualität untersagte. Wie hätte man besser darauf reagieren können als mit einem Promotion-Video. Komischerweise hat Virgin Records damals darauf bestanden, dass in dem Video keine Lesben und Schwulen vorkommen. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass das ein Problem werden könnte, da George schließlich der Star der Show sei. Aber all das war später sowieso irrelavant, denn das recht harmlose Musikvideo wurde im britischen Kabelfernsehen verboten.
5. In einem Sonderprogramm zeigen die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen eine Auswahl Ihrer Arbeiten, und zwar frühe Super8-Filme und Musikvideos. Wie haben Sie das Programm zusammengestellt?
Es ist traurig, aber viele meiner Arbeiten sind verloren gegangen oder wurden zerstört, so dass die Auswahl des Programms im Grunde dadurch bestimmt wurde, welche Arbeiten überlebt haben.
6. "Love Is The Devil" ist Ihr Langfilmdebüt. Worum geht es in Ihrem nächsten Projekt?
Keine Ahnung. Ich habe mehrere Projekte in Arbeit – das Leben des Christopher Marlowe – eine moderne Version der Medea – eine gothische Romanze, die in Neapel spielt – eine Adaptation von J.G. Ballards "Super-Cannes" – die Entscheidung liegt in den Händen der Kinogötter.
(Das Interview führte Katja Neumann, Redakteurin des Festivalmagazins der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen im März 2002)

Seit einem Jahr sendet ARTE jede Woche das Kurzfilm-Magazin Kurzschluss ("Court-Circuit"). Zum Sendeformat gehören Berichte, Nachrichten und Porträts in Magazinform – ergänzt um die anschließende Ausstrahlung internationaler Kurzfilme. Aus Anlass des Jubiläums präsentiert ARTE während des Kurzfilmfestivals in Clermont-Ferrand am 8. Februar 2002 Ausschnitte aus dem Magazin und als Vorpremiere die Animationsfilme "La mort de tau" und "La nez ? la fen?tre".
http://www.arte-tv.com/cinema/court_metrage/court-circuit/ddefault.htm
Unter dem Veranstaltungstitel "Miércoles de Cine" bietet das Madrider Hard Rock Café jeden Mittwoch Kurzfilmemachern eine Abspielmöglichkeit an. Im hauseigenen Filmsaal "Skyline" können Filme und Videos gezeigt werden. Das Café stellt die Technik zur Verfügung, spendiert dem Regisseur zwei Bier und seinen Assistenten 'nachos con salsa'. Jeden Abend werden ab 22 Uhr bis zu drei Autorenfilme vorgestellt und diskutiert. Zum Abschluss gibt es jeweils zwei Folgen der Serie "Underground Sex" ...
(Hard Rock Café, "Miércoles de Cine", Paseo de la Castellana 2, 28046 Madrid)
Email: Madrid_Marketing
hardrock.com.
Dem unabhängigen britischen Filmmagazin "Filmwaves", herausgegeben von Marco Zee-Jotti, wird seit der letzten Ausgabe Rücken-an-Rücken ein Magazin über Künstlerfilme, Video und Installationen beigefügt. Das 16-seitige Magazin mit dem Titel "art in-sight" wird quasi shop-in-shop vom Arts Council of England gefördert und berichtet über Ausstellungen in Galerien und Museen.
Im Filmteil der aktuellen Ausgabe (issue 16) wird u.a. die jüngst verstorbene Filmemacherin Sandra Lahire gewürdigt und über "Dance Film Screenings in the UK" berichtet.
Das traditionsreiche finnische Kurzfilmfestival, bei dem vor gar nicht so langer Zeit Videos noch verpönt waren, hat jetzt erstmals einen Wettbewerb für digitale Filme auf 'handheld computers' ausgeschrieben. Das Symbol des Wettbewerbs ist ein griechisches 'pi' und definiert damit zugleich die maximal zulässige Länge der Wettbewerbs-Beiträge: 3,1415926535 Minuten!
Als Sponsoren konnten einschlägig bekannte, finnische IT-Unternehmen gewonnen werden.
Im Programm des Sundance-Festival nehmen dieses Jahr die dokumentarischen Filme in der Sektion Kurzfilm eine besonders starke Rolle ein. Dabei überwiegen explizit politische oder sozialpolitische Themen. Im Vergleich dazu nehmen die übrigen Kurzfilm-Kategorien – Kurzspielfilme, Experimentalfilme und Animationsfilme – einen relativ geringen Anteil im Festivalprogramm ein.
Für Aufregung sorgt jedoch in der von Mormonen geprägten Stadt ein anderes Thema: aus Protest gegen die Winterspiele, die unmittelbar nach dem Filmfestival beginnen und schon im Vorfeld für Sicherheitshindernisse beim Festivalbesuch sorgten, haben Bürger T-Shirts verbreitet mit dem Aufdruck: "Slalom and Gomorrha".
Unter dem Namen "VIPmc Society Kalender" gibt es jetzt eine Datenbank mit 'gesellschaftsrelevanten' Veranstaltungen. Filmpremieren, Galaveranstaltungen und VIP Terminen. Im Angebot war unter anderem auch die Deutsche Kurzfilmpreisverleihung!
Infos über die 'interessantesten' Termine – wie z.B. Muhammad Alis Geburtstagsfeier oder eine Premiere mit Werner Herzog – sind allerdings kostenpflichtig.

Der amerikanische Filmemacher Jon Jost hat ein DV-Cam-Projekt initiiert, für das er weltweit Filmemacher zur Beteiligung einlädt. Jeder Teilnehmer wird gebeten jede Woche im Laufe des Jahres 2002 eine einminütige Aufnahme zu drehen und dem Projekt beizusteuern.
Laut Jost sollten es Bilder sein, die etwas über die Welt aussagen, ausdrucksstark sind, unter die Oberfläche dringen und dabei etwas vom Autor und der Welt um ihn herum erzählen.
Er schlägt vor je ein Drittel über persönliche Angelegenheiten, ein Drittel zum Thema Arbeiten und ein Drittel über die Welt außerhalb des eigenen Umfeldes vorzusehen. Weitere, auch technische, Angaben finden sich auf der unten angegebenen URL.
Ein wöchentliches Foto der Aufnahmen wird zunächst als JPG im Internet gezeigt. Nach Ablauf des Jahres soll die Filmsammlung als DVD oder CD-ROM veröffentlicht werden.
Email: submissions
worldview2002.net