
© AG Kurzfilm
Die AG Kurzfilm hat Ende Januar ihren aktuellen Kurzfilmkatalog "German Short Films 2010" veröffentlicht. Die Zusammenstellung von 100 der interessantesten deutschen Kurzfilme wurde auf den Filmmärkten der bedeutenden Festivals in Clermont-Ferrand und auf der Berlinale (European Film Market) vorgestellt. Die Online-Applikation folgt in einigen Wochen.
Begleitend zum Printkatalog ist für Festivals, Kuratoren und Einkäufer eine Sichtungs-DVDs mit einer Auswahl von 16 Katalogfilmen erschienen. Erstmals wurde zudem eine eigene Sichtungs-DVD mit Filmen speziell für Kinder und Jugendliche herausgegeben.
Alle Erzeugnisse sind auf Anfrage bei der Geschäftsstelle der AG Kurzfilm erhältlich: www.ag-kurzfilm.de
Auf der Berlinale informierte die AG Kurzfilm über eine geplante PR-Aktion im Herbst 2010 zur Förderung des Kurzfilms als Vorfilm. Zusammen mit der KurzFilmAgentur Hamburg, interfilm Berlin und der Zukunft Kino Marketing GmbH wird eine Kampagne entwickelt, um den Vorfilm zurück ins Kino zu bringen.
„Kurzfilme sind nicht aufgrund mangelnden Publikumsinteresses, sondern wegen fehlender ökonomischer Strukturen für die Kinobetreiber und geringer Spielräume bei der Disposition aus den Kinosälen verschwunden“, meint Sylke Gottlebe, die Geschäftsführerin der AG Kurzfilm. Habe es in den 60er- und 70er-Jahren noch Steuervorteile für Kurzfilme im Kino gegeben, ersetzte in den 80ern immer mehr Werbung den Vorfilm, der in den 90ern dann fast vollständig verdrängt wurde.
Zahlreiche und vielfältige Festivals, die steigende Zahl exzellenter Kurzfilmproduktionen wie auch die rasante Verbreitung kurzer und kürzester Formate im Internet sprechen für ein wachsendes Interesse an kurzen Filmen. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass diese Tendenz auch in den Kinos sichtbar wird. Unterstützung für dieses Ziel kommt zudem vom neuen Filmförderungsgesetz. Kinos, die regelmäßig Kurzfilme als Vorfilme platzieren, können bis zu 1500 Euro jährliche Abspielförderung erhalten.
Eine Win-win-Situation fur alle Beteiligten, wie Sylke Gottlebe erklärt: „Der Kurzfilm wertet das Programmangebot auf, schafft Wettbewerbsvorteile und bindet das Stammpublikum.“ Gleichzeitig profitieren Zuschauer wie auch Kurzfilmer und Produzenten.
Ende 2009 hat Jürgen Kittel seine Stelle als künstlerischer Leiter des Internationalen KurzFilmFestival Hamburg (IKFF) niedergelegt. Die KurzFilmAgentur als Ausrichterin des Festivals bedauert diesen Schritt und dankt ihm für all die abwechslungs- und erfolgreichen Festivals, die er mit dem Festivalteam zusammen auf die Beine gestellt hat.
Bis zum 26. Festival im Juni 2010 übernimmt Swenja Thomsen, die bereits seit vielen Jahren für das Festival arbeitet, kommissarisch die Programmleitung.
Für die darauf folgenden Festivals schreibt die KurzFilmAgentur Hamburg die Stelle des künstlerischen Leiters (m/w) neu aus. Eintrittstermin ist der 1.7.2010.
Vollständige Stellenausschreibung: hier

DER CONNY IHR PONY © Pohle / Hentze
Am 20. Januar heißt es beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis "Kurzfilm ab!". Denn Saarbrücken ist der Auftaktort für die Kinotournee "Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs". Premiere feiern das Programm "Einerseits: ungestüm" mit fünf Filmen sowie die zwei kurzen Kinotrailer zur Tournee.
Als besonderes Highlight wird der Slam-Poet Gabriel Vetter den Film DER CONNY IHR PONY, für den er auch den Text schrieb, live einsprechen. Diese urkomische Animation über Connys Probleme mit Pferden in öffentlichen Verkehrsmitteln bildet den Abschluss des Programms, welches mit WAGAH einen spektakulären Beginn hat. In diesem Dokumentarfilm geht es um eine bizarre, vor Autorität strotzende Militärparade bei gleichzeitiger Volksfeststimmung trotz einer fast undurchlässigen Grenze: der zwischen Indien und Pakistan.
Das zweite Programm der Kinotourne "Andererseits: betörend" wird dem Publikum und der Branche während der Berlinale am 15.2.2010 im Hackesche Höfe Filmtheater präsentiert.
Weitere Informationen: www.kurzfilmpreisunterwegs.org