
In den letzten Monaten hat es in Ägypten, vor allem in Kairo und Alexandria, eine ganze Reihe von Kurzfilmveranstaltungen ausländischer Organisationen gegeben, die oft mehr Menschen anzogen und erfolgreicher waren als Filmvorstellungen mit langen Spielfilmen. Den Anfang machte das Goethe Institut Kairo mit der Online-Reihe Arab Shorts (2009 bis 2011 – neue Aktivitäten sind geplant). Andere Kulturinstitute zogen nach. So stellte im Oktober 2012 das Griechische Kulturinstitut in Kairo und Alexandria ein zweitägiges Programm mit griechischen Kurzfilmen vor. Außerdem waren und sind aktiv: das „48 Hour Film Festival“ (USA) und das Shnit Film Festival (CH). Zuletzt veranstaltete Future Shorts (UK) im Dezember 2012 ein Event in Kairo. Dort wurde unter anderem auch der in Kairo produzierte Kurzfilm CAFÉ REGULAR des indischen Regisseurs Ritesh Batra gezeigt.
Quelle: http://www.dailynewsegypt.com
Siehe auch (Arab Shorts / Archiv): http://www.shortfilm.de/de/das-kurzfilmmagazin/archiv/berichte/arabshortsnet.html
Im Dezember 2012 kündigte Kodak die Einstellung der Produktion von Umkehrfilmen an. Besonders betroffen sind Super-8-Filmemacher, die bisher noch auf Ektachrome 100D zurückgreifen konnten. Neu im Sortiment, aber kein Ersatz, ist die Vision 3 Negativfilm-Emulsion, die jetzt auch in der 50 ASA Variante als Super-8-Film konfektioniert wird. Die Emulsionen 200T und 500T gibt es bereits in S8-Kassetten.
Gleichzeitig werden die Preise für alle Filme erhöht. Die Preise für Super-8-Farbnegativfilme sollen ab 2013 um 15% steigen. Für Filmemacher, die wie zur Einführung des Super-8-Films vor fast fünfzig Jahren noch mit Farbumkehrmaterial drehen, schneiden und projezieren, wird es nun besonders aufwändig, da die Negativfilme auf anderes Material umkopiert oder digitalisiert werden müssen.
Die Entscheidung von Kodak ist sicher nicht nur in einer schwachen Nachfrage begründet. Seit letztem Jahr befindet sich das Unternehmen in einem Chapter-11-Insolvenzverfahren. Kapitel 11 im amerikanischen Konkursrecht erlaubt die Sanierung eines Unternehmens unter Aufsicht und unter bestimmten Auflagen. Zur Sanierung und Reorganisation gehört aktuell auch die Umstrukturierung der Produktpalette und der Preispolitik.
Der ehemalige japanische Konkurrent auf dem Rohfilmmarkt, Fuji, hat bereits vor Jahren die Produktion seines 8mm-Films (Single 8) eingestellt und im September 2012 sogar die Produktion von Kinofilmen aller Formate eingestellt.

In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte der British Council mehr als 120 kurze Dokumentarfilme in Auftrag gegeben, um der Welt zu zeigen wie die Briten leben, arbeiten und spielen. Als kulturelle Propaganda gegen die Angriffe aus Nazi-Deutschland sollten die Filme eine positive Vorstellung von ‚Britain and Britishness’ vermitteln. Sie sind eine historische Momentaufnahme Grossbritanniens, seiner Industrie, seiner Landschaften und seiner Menschen. Die dokumentarischen Kurzfilme behandeln eine überraschende thematische Bandbreite. Sie zeigen alles Mögliche – wie ein Fahrrad gebaut wird oder wie die Briten ihre Wochenende verbringen.
In den 60er Jahren in Vergessenheit geraten, wurde dieser filmhistorische Schatz im BFI Archiv bewahrt und ab 2010 im Rahmen eines Projekts für arbeitslose Kulturschaffende gehoben. In den letzten beiden Jahren ist die Sammlung katalogisiert, digitialisiert und schließlich online veröffentlicht worden. Neben Stabangaben und zeitgenössischen Inhaltsbeschreibungen zu jedem Film, werden außerdem stetig neue Hintergrundinformationen eingearbeitet.
Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Filme mit einer Creative Commons Lizenz versehenen rechtlich freigestellt sind. So dürfen sie nicht nur verbreitet und heruntergeladen werden, sondern sogar für Remixes verwendet und weiterbearbeitet werden. Die Initiatoren laden die Öffentlichkeit ausdrücklich dazu ein die Filme als kreative Quelle zu benutzen und ihre Inhalte neu zu interpretieren.
Weitere Informationen: http://film.britishcouncil.org/british-council-film-collection

Im November 2012 wurde während des Festivals in Alcalá de Henares (ES) das neue Online-Kurzfilmmagazin Cortosfera vorgestellt. Das von den Dokumentar-Filmemachern Jorge Rivero und Óscar de Julián gegründete Magazin ging aus einem schon seit längerem bestehenden Wordpress-Blog der beiden Initiatoren hervor. Cortosfera veröffentlicht in acht Rubriken Nachrichten, Kommentare und Berichte aus allen Bereichen der Produktion und des Vertriebs von Kurzfilmen. Unter anderem gibt es Festivalnachrichten, Interviews, Firmenporträts und filmpolitische Kommentare.
Eine Besonderheit des Magazins sind Kurzfilmkritiken und eine Videothek, in der die besprochenen Filme auch online betrachtet werden können. Jeden Monat werden in der Rubrik „Corto del mes“ neue Kurzfilme vorgestellt. Im Januar 2013 waren dies unter anderem „Curfew“ (Shawn Christensen, USA), „Oh Willy...“ (Emma de Swaef & Marc James Roels, B) und „A Story for the Modlins“ (Sergio Oksman, ES).
Schwerpunkt des Magazins ist der spanische Kurzfilm. So gibt es Gastkommentare zur aktuellen Situation des Kurzfilms in Spanien. In der Rubrik Entrevista sind Interviews mit dem Kulturkoordinator der spanischen Filmakademie und dem Leiter der galizischen Kurzfilmagentur Agencia Freak zu lesen. Die anderen Rubriken, insbesondere ‚Festivales’ und ‚Crítica’ sind international ausgerichtet.
Die meisten Artikel stammen aus der Feder von Òscar de Julián, der bis 2011 Leiter des Kurzfilmfestivals Almería en Corto war. Cortosfera erscheint in spanischer Sprache und ist kostenfrei zugänglich.
URL: http://www.cortosfera.es/
Alter Blog: http://cortosfera.wordpress.com
Anfang Januar wurden die Nominierung für die Academy Awards 2013 bekannt gegeben. In der Kategorie Short Film (Animated) stehen auf der Liste: „Adam and Dog“ von Minyu Lee, „Fresh Guacamole“ von PES, „Head over Heels“ von Timothy Reckart und Fodhla Cronin O’Reilly (UK), „Maggie Simpson in The Longest Daycare“ von David Silverman und „Paperman“ von John Kahrs.
In der Kategorie Short Film (Live Action) gehen ins Rennen: „Asad“ von Bryan Buckley und Mino Jarjoura (ZA/USA), „Buzkashi Boys“ von Sam French und Ariel Nasr (Afghanistan/USA), „Curfew“ von Shawn Christensen, „Death of a Shadow (Dood van een Schaduw)“ von Tom Van Avermaet und Elle De Waile (F/B) sowie „Henry“ von Yan England (CAN).
In der Kategorie Documentary Short sind nominiert: „Inocente“ von Sean Fine und Andrea Nix Fine, „Kings Point“ von Sari Gilman und Jedd Wider, „Mondays at Racine“ von Cynthia Wade und Robin Honan, „Open Heart“ von Kief Davidson und Cori Shepard Stern und „Redemption“ von Jon Alpert und Matthew O’Neill.
Die Mitglieder der Academy haben nun bis 19. Februar Zeit elektronisch über die Gewinner abzustimmen, die am 24. Februar im Rahmen der Acadamy Awards Presentation bekanntgegeben werden.
Quelle: http://oscar.go.com/nominees
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