Seit der Einführung der Videokamera für tot erklärt, ist der Super-8-Film immer noch für eine Überraschung gut. Worauf ambitionierte Super-8-Filmemacher seit Einführung des Formats warten, ist seit diesem Jahr erhältlich: ein Super-8-Negativfilm! Kodak konfektioniert jetzt gleich zwei seiner neuen Kino-Farbfilme auch im Super-8-Format. Einmal den hochempfindlichen Vision2 500T - ein Kunstlichtfilm mit vergleichsweise extrem feinem Korn - und den mittelempfindlichen Vision2 200T. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 21,40 Euro. Die Entwicklung ist im Preis nicht inbegriffen (Kodak empfiehlt das Berliner Labor Andec Filmtechnik).
Beide Filme sind für die Abtastung und elektronische Verarbeitung konzipiert. Eine Umkehr auf Positivfilm wird derzeit noch nicht angeboten, was interessante Rückschlüsse auf die Verwendung von Super-8-Filmen heute erlaubt.
Etwa zeitgleich kündigte Kodak an, dass die Produktion des Ektachrome-Umkehrfilms Ende 2004 eingestellt wird. Wer noch Ektachrome-Materialhat, sollte sich beeilen und das Material bald belichten, da auch die Chemikalien für die Entwicklung (VNF Prozess) nicht mehr lange hergestellt werden.
Zu den Kodak-Produkten gibt es übrigens immer noch die Fuji-Alternative: Fuji liefert den F-500 Kunstlichtfilm und den F-250 Tageslichtfilm auf 60-Meter-Spulen (200ft).
Quelle Kodak
http://www.andecfilm.de 1 Rolle S-8 © rww
AMPAS hat das finnische Kurzfilmfestival in Tampere in ihren Katalog der Festivals aufgenommen, deren Preisträger automatisch bei den Oscar-Nominierungen berücksichtigt werden. Dies ist insbesondere für finnische Kurzfilme von Bedeutung, da sie bisher nur die Chance auf einen Oscar hatten, wenn sie in den U.S.A. einen Verleih gefunden hatten.
Das nächste Internationale Tampere Short Film Festival findet im März 2005 zum 35. Mal statt.
Quelle: Filmkontakt Nord FkN News September 2005
Der Norwegian Film Fund und der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NRK rufen Filmemacher und Produzenten auf sich an dem Projekt "Ekko av Ibsen (Echo of Ibsen)" zu beteiligen. Anlässlich des 100. Todestags von Henrik Ibsen im Jahr 2006 sollen 8 Kurzspielfilme ("novella films") entstehen, die sich thematisch und inhaltlich mit dem Werk des norwegischen Dramatikers auseinandersetzen.
Zu diesem Zweck investieren Norwegian Film Fund und NRK 1,5 Mio Euro. In einer ersten Entscheidungsrunde werden 16 Projekte ausgewählt, die zur Produktionsreife entwickelt werden. Aus diesen 16 Projekten sollen schließlich 8 Kurzfilme ? 30 Minuten Länge realisiert werden, für die jeweils 180.000 Euro zur Verfügung stehen.
Quelle: Nordic Film News 38
Seit dem Herbst 2005 traten der Export-Union, die bislang hauptsächlich mit der Auslandsvertretung des deutschen Spielfilms beauftragt war, neue Gesellschafter bei, die weitere Bereiche vertreten: die ag Kurzfilm, die ag dok, der Bundesverband deutscher Fernsehproduzenten, der FilmFernsehFonds Bayern, die Filmstiftung NRW und die Stiftung Deutsche Kinemathek. Mit den neuen Gesellschaftern wachsen die Aufgaben und somit auch die finanziellen Rahmenbedingungen, auch um sich intensiver für Kurzfilme, Dokumentarfilme und Fernsehfilme einzusetzen.
Mit dieser strukturellen Änderung ging auch eine Namensänderung einher. Ab sofort heißt die Interessenvertretung des deutschen Films im Ausland "German Films Service + Marketing GmbH".
Quelle: http://www.german-cinema.de/
Im Herbst 2005 findet in Banff (Canada) eine internationale Medienkunst-Konferenz statt. Laut Veranstalter ist es die erste Konferenz überhaupt, bei der die Geschichte der Medienkunst im interdisziplinären und interkulturellen Kontext der Kunstgeschichte diskutiert wird. Die Geschichte der Medien soll als Teil der zeitgenössischen Kunstgeschichte behandelt werden. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Kunst und Neue Medien, Kunst und Technologie, Kunst und Wissenschaft, aber auch pragmatische Fragen wie die Erhaltung und Archivierung virtueller Kunstwerke.
In ihrem call-for-papers laden die Veranstalter ein bis zum 1. Dezember 2004 Vorschläge für Beiträge auf der Konferenz einzureichen.
Refresh! ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Banff Centre, der Zeitschrift Leonardo (MIT Press), der Database for Virtual Art (Humboldt Universität Berlin) and UNESCO DigiArts. Zum Beraterstab gehören u.a. Andreas Broeckmann, Karin Bruns, Dieter Daniels, Erkki Huhtamo, Ryszard Kluszczynski, Machiko Kusahara, Jeffrey Shaw und Peter Weibel. Den Ehrenvorsitz hat Rudolf Arnheim.
Der niederländische Arts Council (Raad voor Cultuur) hat vorgeschlagen das World Wide Video Festival (WWVF) ab 2005 nicht mehr zu fördern. Falls die niederländische Regierung diesem Vorschlag folgt, würde das WWVF seinen wichtigsten Förderer verlieren und wäre existentiell bedroht.
Das 1982 gegründete World Wide Video Festival ist eines der ersten Festivals für Videokunst überhaupt und bis heute weltweit ein bahnbrechendes Vorbild für die Präsentation von internationaler Medienkunst.
Die Veranstalter fürchten, dass die Streichung der staatlichen Mittel zur Folge haben, dass sich auch andere Förderinstitutionen zurückziehen und das Festival im Jahr 2005 nicht mehr stattfinden kann. Die Angelegenheit steht im November auf der Agenda des niederländischen Parlaments. Das WWVF sammelt deshalb gegenwärtig seine Argumente und seine Lobby. Die internationale Öffentlichkeit wird um Stellungnahmen an mailto: support
wwvf.nl gebeten.
Quelle: http://www.wwvf.nl/
Nach über 20 Jahren erfolgreicher internationaler Medienarbeit muss das Medienhaus auf Grund mangelnder finanzieller Unterstützung durch das Land Niedersachsen wahrscheinlich zum Ende des Jahres seine Arbeit einstellen. Ursache sind Planungen des Niedersächsischen Kulturministeriums, 8 von 9 Millionen Euro bei der Freien Kulturförderung zu streichen.
In einer Kampagne gegen die Kürzung, zu der auch eigene Fernsehberichte gehören, bietet sich das Medienhaus symbolisch zur Übernahme an: »Wer gibt uns eine neue Heimat? Kreatives Team mit Ideen und Können suchen Asyl in einem kulturfreundlichem Land. IHK anerkannter Ausbildungsbetrieb mit kompletter Studioeinrichtung Bild und Ton, EB- Einheiten, Streaming Technologie, 11 Rechnerplätze, Sponsoren und vielem mehr, wird kostenfrei mitgebracht.«.
Die wichtigsten deutschen Frauenfilmfestivals haben beide ihren Standort in Nordrhein-Westfalen: "femme totale" in Dortmund und die "Feminale" in Köln. Die Landesregierung beschloss ab 2004 jährlich nur noch ein Frauenfilmfestival zu fördern. Um Zeit für Lösungen zu gewinnen, haben die beiden Festivals vereinbart sich das gekürzte Budget im Jahr 2004 zu teilen. Da mit dem Land NRW bislang noch keine Lösung für den Erhalt beider Festivals ausgehandelt werden konnte, befürchtet nun die "Feminale", dass im Jahr 2005 alle Mittel an "femme total" gehen und damit die Existenz der "Feminale" gefährdet wird.
Beide Festivals arbeiten in einer Arbeitsgruppe der Festivalveranstalter in NRW und in der European Coordination of Filmfestivals zusammen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es neue Kooperationsmöglichkeiten zu finden und die Vielfalt der Filmlandschaft zu erhalten.
Kontakt: http://www.feminale.de
Kontakt: http://www.femmetotale.de/
Die Berliner Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten hat im November dem "Berliner Filmkunsthaus Babylon e.V." mitgeteilt, dass ab 1. Januar 2005 die institutionelle Förderung des Vereins gestrichen wird. Den Betreibern des Kinos wurde empfohlen Insolvenz anzumelden.
Hintergrund dieser Entscheidung ist ein strukturelles Defizit im Haushalt des Kinos: Seit der Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes im Jahr 2001 wird die öffentliche Zuwendung fast ausschließlich zur Deckung der Miete und Betriebskosten aufgewendet und bleiben zu wenig Mittel für das Programm. Der Kultursenator sucht deshalb jetzt einen Betreiber, der das Kino mit der zur Verfügung stehenden jährlichen Fördersumme von EUR 320.700,- wirtschaftlich betreibt.
Der Verein "Berliner Filmkunsthaus Babylon e.V." wurde vor 14 Jahren gegründet, um das Kino am Rosa-Luxemburg-Platz mit seiner besonderen Geschichte und Aura als "Kommunales Kino des Ostens" – neben dem West-Berliner "Arsenal" - zu etablieren. Erst vor zwei Jahren drohte dem Kino Arsenal, das nach dem Umzug an den Potsdamer Platz ebenfalls hohe Miet- und Betriebskosten zu bewältigen hat, eine massive Kürzung, die aber nicht zuletzt durch internationale Proteste abgewendet werden konnte. Nun bittet das "Babylon" um Unterstützung und Protestnoten an den Kultursenator Dr. Thomas Flierl.
Seit Jahrzehnten dokumentiert und sammelt der Filmemacher Werner Nekes (Mülheim an der Ruhr) Objekte aus der Frühzeit des Kinos und der Geschichte des bewegten Bildes. 1992 wurde eine von ihm konzipierte begehbare Camera Obscura in einem ehemaligen Wasserturm eingerichtet, der auch ständiger Ausstellungsort für Nekes’ Sammlung werden sollte. Die Stadt Mülheim hat nun diese Idee aufgegriffen: es soll ein Medienmuseum entstehen - jedoch ohne Werner Nekes zu beteiligen!
Mit dem Aufruf »Stadt verstößt Künstler« protestieren jetzt Filmemacher, Künstler, Filmhistoriker und Museumskuratoren aus aller Welt gegen die Pläne der Stadt und für eine Umsetzung des Museumskonzeptes von Nekes.
Anlässlich des 50. Jubiläums des Cork Film Festivals, das 2005 im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Cork stattfindet, plant das irische Kurzfilmfestival ein großes Symposium mit internationaler Beteiligung. Das Symposium soll Kurzfilm-Experten, Kuratoren, Filmemacher und Filmkritiker aus aller Welt zusammenbringen. Geplant sind Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, die Herausgabe eines Buches und ein Programm mit den 100 besten Kurzfilmen aus einer Liste von Filmen, die aufgrund einer Befragung zusammengestellt wird.
In Vorbereitung der Konferenz über die historische, ästhetische und kulturelle Bedeutung des Kurzfilms ruft das Festival bereits jetzt zur Einsendung von Textbeiträgen und Vortragskonzepten zur Geschichte des Kurzfilms, zu ästhetischen Tendenzen, über Kurzfilm-Autoren oder über besonders außergewöhnliche Kurzfilme auf.
Kontakt (Mick Hannigan, Festival Director): mick
corkfilmfest.org
Der italienische Filmclub-Verband FEDIC veranstaltet im Rahmen des Filmfestivals Venedig eine Tagung zur Zukunft des Kurzfilms. Die Veranstaltung mit dem Titel "Il futuro del corto - Il corto dopo la nuova legge" findet am 9. September im Area Garden am Lido di Venezia statt.
Kontakt: fedic
tiscali.it
Das französische Pilotprojekt zur Förderung der Kopienherstellung, Pflege und Sicherung von Kurzfilmen (Dispositif d'aide au tirage de copies et d'éléments de sauvegarde et de sécurité) wird um eine zweite Periode vom 1. August 2004 bis 31. Juli 2005 verlängert. Darüber haben sich im Juli die Träger l'Agence du court métrage, le Centre National de la Cinématographie, le SPI (Syndicat des producteurs indépendants) et la SRF (Société des réalisateurs de films) verständigt.
Bei dem Pilotprojekt handelt es sich um eine Festbetragsförderung, die von Produktionsfirmen in Anspruch genommen werden kann.
Kontakt: Olivier Payage - acmop
wanadoo.fr
Film London bewilligte acht Regisseuren insgesamt ?68,000 aus dem Produktions- und Weiterbildungsförderprogramm für digitale Filme, PULSE. Filme folgender Regisseure werden im Jahr 2004 im Rahmen von PULSE produziert: Mark Simon Hewis, Nick Reed, Corinna Faith, Simon Overton, Leigh Hodgkinson, Hong Khaou, Sean Wood and Jon Mortimer.
Die Regeln von PULSE sind einfach: die Projekte dürfen nicht länger als 10 Minuten sein, nicht mehr als ?10,000 kosten und müssen auf einem digitalen Format gedreht sein. PULSE fördert die Ausbildung von Nachwuchstalenten in London und bietet, neben der Produktionsförderung, Hilfestellung bei der Drehbuchentwicklung, Beratung, Mentoring und die Möglichkeit zur Teilnahme an Masterclasses an.
PULSE wurde 2002 in Zusammenarbeit mit dem New Cinema Fund des UK Film Council ins Leben gerufen. Film London ist die neue zentrale Agentur für Film und Medien in der britischen Hauptstadt.
Quelle: http://www.filmlondon.org.uk
In der ersten Förderperiode des Jahres 2004 wurden 15 Projekte mit einer Gesamtsumme von 134.000 Euro gefördert. 9 Projekte erhielten 10.000 Euros, 4 Projekte 8.000 Euros und die übrigen 2 Projekte je 6.000 Euros.
Weitere 37 bereits fertiggestellte Kurzfilme erhielten eine Förderung von insgesamt 247.146,70 euros, darunter auch der erfolgreichste spanische Kurzfilm des Jahres, "Diez minutos" von Alberto Ruiz Rojo.
Quelle: ICAA
Die Frankfurter Kunsthalle "Die Schirn" hat für eine Ausstellung zehn internationale Künstler mit der Produktion von Kurzfilmen in der Länge von je 3 Minuten beauftragt.
Doug Aitken, Jonas ?kerlund, Hubbard/Birchler, Isaac Julien, Sarah Morris, Philippe Parreno, RothStauffenberg, Anri Sala, Markus Schinwald und Yang Fudong wurden eingeladen Filme zum Themenkreis "Condensed Information" und "Condensed Narration" herzustellen.
Die Schirn hat für die zehn Auftragswerke sämtliche Mittel zur Verfügung gestellt. Dies wurde durch die Unterstützung der T-Online International AG ermöglicht, die die Filme der Ausstellung exklusiv online präsentiert.
Damit folgt die Kunsthalle Schirn dem internationalen Trend Film als künstlerisches Medium die lang versagte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Beschränkung auf 3 Minuten beruht auf einer Beobachtung der Museumskuratoren, nach der Ausstellungsbesucher kaum bereit sind längere Filme vollständig anzuschauen. Durch die Längenvorgabe soll das Projekt zeigen »wie sich die Arbeit einer Reihe von Künstlern vor der Folie der veränderten Wahrnehmungsmechanismen der auf einen ‚limited attention span' konditionierten Gesellschaft entwickelt«. Zugleich versteht sich die Ausstellung 3' (30. Sept. 2004 - 2. Januar 2005) auf einer metamedialen Ebene als Beitrag zur Frage nach dem Umgang mit dem Filmischen im Ausstellungskontext.
Die Arbeiten sollen auf einer DVD veröffentlicht und parallel zur Ausstellung in Kinos und im Fernsehen präsentiert werden.
Quelle: http://www.schirn.de
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Am 20. November 2004 eröffnet das Museum of Modern Art sein unter der Leitung des japanischen Architekten Yoshio Taniguchi umgebautes und erweitertes Gebäude am alten Standort in Manhattan.
Im Rahmen des Umbaus wurden auch die beiden hauseigenen Kinos, die Roy and Niuta Titus Theatres 1 + 2, renoviert und mit moderner Film- und Tontechnik ausgestattet. Die Kinos im Hauptgebäude erhielten einen eigenen Eingang. Zusätzlich wurde in der Abteilung Education and Research ein weiteres Kino, das Celeste Bartos Theater, mit 110 Plätzen eingerichtet.
Zur Eröffnung des neuen MoMa zeigen Mary Lea Bandy (chief curator) und Sally Berger (assistant curator) bis Januar 2005 das Programm "Premieres" mit neuen Filmen amerikanischer und internationaler Filmemacher, wie u.a. "Moments Choisis" von Jean-Luc Godard.
Das bislang als Ersatz dienende Gramercy Theatre ist bereits geschlossen.
Quelle: http://www.moma.org/film
Die letztes Jahr eingesetzte, neue Leitung des unter dem Namen Cinema Giovani bekannten Turiner Filmfestivals hat für das kommende Festival die Einstellung des internationalen Wettbewerbs für Kurzfilme beschlossen. Diese Entscheidung, kam kurzfristig und überraschend. Eine offizielle Stellungnahme des Festivals liegt nicht vor und die Änderung wird auch auf der Website des Festivals stillschweigend übergangen. Die Abschaffung des Wettbewerbs ist um so überraschender als der Kurzfilmwettbewerb nicht nur zu den beliebtesten Programm des Festivals gehörte, sondern auch dem Profil des Festivals (Schwerpunkt junger Film und Nachwuchsfilm) entsprach. Der nationale Wettbewerb wird vorerst beibehalten - man verschließt sich nur der ausländischen Beteiligung und damit auch einem entsprechenden Austausch und Vergleich mit dem internationalen Kurzfilm. Paolo Manera, der die internationale Kurzfilmsektion bisher ehrenamtlich leitete, musste das Festival bereits verlassen und plant jetzt eigene, internationaleAktivitäten.
Das durch einen Umzug in ein Kinocenter in einer Shopping Mall bereits ins Schlingern geratene Festival wird durch diese Entscheidung vermutlich weitere Anhänger verlieren und bei weiterem Profilverlust in eine schwierige Konkurrenz zu den italienischen Spielfilmfestivals treten. (Eigener Bericht)
Das Landesfilmzentrum Mecklenburg-Vorpommern in Wismar an der Ostsee meldet: »Die Kulturelle Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, seit 14 Jahren in MV ohne Unterbrechung existent, steht vor dem Aus.« Da die Landesregierung die bisherigen Mittel für Filmförderung einsparen möchte, stehen nicht nur die Kulturelle Filmförderung auf dem Spiel, sondern auch eine ganze Reihe von Projekten und Institutionen vor der Schließung - wie etwa die Dokfilmwerkstatt Drehort OstWestDeutschland, das Landesfilmarchiv, das LocationBüro und das ForumKino.
Auf der Website des Landesfilmzentrum lässt sich eine Petition gegen die Kürzung herunterladen, die bereits von vielen prominenten Filmschaffenden unterzeichnet wurde.
Quelle: Mecklenburg-Vorpommern Film e.V.
Die von Párlame de Cortos am 2003 in Madrid gegründete spanische Kurzfilmagentur ACE feierte am 9. Mai ihr einjähriges Bestehen. ACE versteht sich als beratende Agentur, die Kurzfilmemacher und Festivalveranstalter in allen Bereichen von Produktion bis zum Abspiel Hilfestellung leistet. Zu den Leistungen der Agentur gehört die Vermittlung von Filmemachern, Firmen, Institutionen und Festivals im In- und Ausland. ACE betreut auch einen Kurzfilmkatalog, in den sich jeder spanische Filmemacher eintragen kann. Außerdem verbreitet die Agencia del Cortometraje Espa?ol regelmäßig einen spanisch-sprachigen Newsletter - seit der Gründung waren es bereits mehr als 500 dieser 'boletines'. In Zukunft beabsichtigt die Agentur neue Projekt in Kooperation mit vergleichbaren Einrichtungen in anderen Landesteilen wie der baskischen Kurzfilmagentur KIMUAK, mit Curtas (Galicia) und der Agencia Freak (Extremadura).
Kulturattac und die Berliner attac AG Ökonomisierung bereiten einen Kurzfilmwettbewerb vor. Unter dem Titel "Filmwechsel - Was bist du wert?" geht es um die zunehmende Ökonomisierung des Lebens, in dem Profit und Vermarktung zentrale Werte sind und sich in Begriffen wie "Ich-AG", "Selbstmarketing" oder "Ego-Tuning" spiegeln. Um der filmischen Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen ein neues Podium zu bieten, lädt der Wettbewerb dazu ein mit künstlerischen Mitteln den Prozess der neoliberalen Globalisierung kritisch zu hinterfragen. Im Zentrum soll dabei persönliche Filme stehen, die den individuellen künstlerischen Blick auf die abstrakt scheinenden gesellschaftlichen Vorgänge wagen.
"Filmwechsel" ist offen für alle Kurzfilme aller Genre bis 30 Minuten Länge aus dem deutschsprachigen Raum. Alle FilmemacherInnen unterhalb der professionellen Grenze sind zur Teilnahme aufgerufen. Einsendeschluss ist der 5. September 2004. Zehn Gewinnerfilme sollen Anfang Dezember im Rahmen des globalisierungskritischen Filmfestival "globale04" in Berlin vorgestellt werden.
Kontakt: filmwechsel
gmx.de
Im Februar 2004 kam in den USA das Buch "The Ultimate Filmmaker's Guide to Short Films" heraus. Das Handbuch für den Kurzfilmemacher mit dem Untertitel "Making it Big in Shorts". wurde von Kim Adelman, Kurzfilmproduzentin und Redakteurin der DVD-Kurzfilm-Magazine "Short", geschrieben. Behandelt werden alle Themen vom Entwurf eines Drehbuchs, der Produktion, der Finanzierung, der Postproduktion bis zum Vertrieb und Marketing von Kurzfilmen.
Making it Big in Shorts, Kim Adelman
200 pages, 40 photos,
Hrsg: Michael Wiese Productions, ISBN: 0-941188-89-2
Anlässlich des 50. Jubiläums der Kurzfilmtage Oberhausen erschien im April 2004 das Buch "kurz und klein". Das Buch versammelt Gespräche, Photos und Beiträge zur Geschichte des Oberhausener Festivals und des Kurzfilms sowie Texte von Peter Handke, Enno Patalas, Klaus Kreimeier, Uwe Nettelbeck u.a. Zu den Autoren der Beiträge gehören: Alexander Kluge, Hilmar Hoffmann, Wolfram Siebeck, Eva M. J. Schmid, Roland Günter, Wilhelm Roth, Peter W. Jansen, Ulrich Gregor, Dietrich Kuhlbrodt, Karola Gramann, Ian White, Lars Henrik Gass u.a.m. (inkl. dem Redakteur von shortfilm.de :-)
kurz und klein - 50 Jahre Kurzfilmtage Oberhausen
Klaus Behnken (Redaktion)
240 Seiten, 355 Abbildungen
Verlag: Hatje Cantz, Ostfildern, ISBN 3-7757-1323-9
Das alternative Parallelfestival "Vikalp: Films for Freedom" in der indischen Filmmetropole Mumbai (vormals Bombay) war ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. "Vikalp" (deutsch: "Alternative") wurde in kürzester Zeit als Gegenfestival zum Mumbai International Film Festival of Documentary, Short and Animation 2004 (MIFF) organisiert. Das improvisierte Vikalp-Festival präsentierte im Februar gleichzeitig in einer Halle auf der Straße gegenüber des MIFF Hauptquartiers Filme, die vom offiziellen Festival abgelehnt wurden.
Finanziert wurde Vikalp mit bescheidenen Beiträgen von knapp 300 Filmemachern, die sich im Sommer 2003 in einer Campaign Against Censorship (CAC) zusammenfanden, um gegen die drohende Zensur des MIFF durch die indischen Behörden zu protestieren. MIFF wird von der Films Division of India organisiert, die dem Informations- und Rundfunkministerium (Ministry of Information and Broadcasting) untersteht. Zum freiwilligen Reglement des Festivals gehört, dass nur Filme gezeigt werden,die eine Freigabe des Central Board of Film Certification haben.
Im Vorfeld der Festivalplanung 2004 wurde bekannt, dass diese indische Behörde die Aufführung von Dokumentarfilmen verhindern wollte, die ein schlechtes Licht auf das Land und seine ökonomische Entwicklung werfen. Der Zensurversuch konnte abgewehrt werden. Das Festival verzichtete auf die Zertifizierung als Voraussetzung. Jedoch übte es in der Folge bei der Filmauswahl eine Selbstzensur mit ähnlicher Wirkung. Begründet wurden die Entscheidungen, die innerhalb des Festivals unter dubiosen Umständen zustande kamen, mit Begriffen wie "fine-tuning" des Programms und Ablehnung "subversiver Filme". Abgelehnt wurde unter anderem auch Rakesh Sharma's "Final Solution" - ein Film über die Pogrome in Gujarat, während denen zum Teil unter Duldung der Polizei mehr als eintausend Menschen, überwiegend Muslims, umgebracht wurden ("Final Solution" wurde gerade bei den Filmfestspielen Berlin mit zwei Preisen ausgezeichnet).
Während "Vikalp" 50neue indische Dokumentar- und Kurzfilme zeigte, darunter viele Filme von bekannten Regisseuren, die ihre Arbeiten vom MIFF zurückzogen, aber auch 11 "subversive" Filme, die abgelehnt wurden, präsentierte das offizielle Festival unter anderem kritiklos eine Retrospektive der berüchtigten Dokumentarfilme von Leni Riefenstahl.
Nach dem großen Erfolg mit vielen ausverkauften Vorstellungen planen die Vikalp-Veranstalter eine Tournee des Programms durch 20 Städte. Zur Zukunft des MIFF meinte ein Vikalp-Vertreter: »MIFF ist der Öffentlichkeit rechenschaftspflichtig. Es wird mit unserem Geld organisiert. Wenn sie die Angelegenheit bereinigen und die Verfahren transparent machen, werden wir sicherlich zurückkehren und es als ein Festival unterstützen, das einmal eine Plattform für innovative Arbeiten und freien Austausch war.«
Quellen: CAC, The Hindu, Hindustan Times, Mid-Day Mumbaipage, YIDFF DocBox
Beim Cannes Festival gibt es im Mai 2004 zum ersten Mal einen eigenen Filmmarkt für Kurzfilme. Im Rahmen des Marché du Film wird ein Short Film Corner eingerichtet, das ausschließlich der Vermarktung von Kurzfilmen dient. Le Short Film Corner, so heißt es in einer Pressemitteilung, soll dem Kurzfilm ermöglichen an der wirtschaftlichen Dynamik des Weltkinos teilzuhaben, indem er direkt mit der Produktions-, Distributions- und Fernsehbranche im Palais des Festivals in Kontakt gebracht wird. Den Professionellen aus aller Welt, den Festivalmachern, Filmhändlern, Produzenten und Verleihern soll die Möglichkeit gegeben werden, das Beste der Weltkurzfilmproduktion zu entdecken.
Zusätzlich zu den Filmen im Markt, die von Regisseuren, Produzenten, Vetreiben und Filmschulen präsentiert werden, werden auch die Kurzfilme der verschiedenen Wettbewerbe und Sektionen des Cannes Film Festivals vorgestellt. Zur Sichtung stehen ein kleines Video-Kino und Bildschirme für den individuellen Abruf von einem Videoserver zur Verfügung (powered by Marché du Film Court de Clermont-Ferrand). Zu Beginn des Festivals erscheint ein Timetable und ein eigener Kurzfilm-Marktkatalog.
Die Registrierung beim Short Film Corner kostet für Filme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten eine Gebühr von 130 Euro bzw. 200 Euro für Filme zwischen 30 und 59 Minuten Länge. Die Digitalisierung der Filme ist in der Teilnahmegebühr inbegriffen.
Quelle: http://www.shortfilmcorner.com
E-Mail (Short Film Corner): sfc
festival-cannes.fr
Wie das Filmfest Dresden mitteilte, beabsichtigt die Stadt Dresden das Filmfest 2004 statt mit 63.000 Euro nur noch 50.000 Euro zu unterstützen. Außerdem wurde die kostenlose Nutzung der städtischen City-Lights-Werbeflächen gekündigt.
Damit entstünde dem Filmfest kurz vor der Eröffnung am 13. April ein Defizit von insgesamt 50.000 Euro.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass sie bereits jetzt 85% des Festivalbudgets in Höhe von 340.000 Euro aus nicht-städtischen Mitteln finanzieren. Dies sind insbesondere Sponsorengeldern, die - wie zum Beispiel die Preisgelder - zweckgebunden sind und nicht zur Deckung des Verlustes städtischer Förderung eingesetzt werden können.
Quelle: Pressemitteilung vom 25.03.2004
Seit Februar 2004 ist die Nutzung der Basisdienste von Withoutabox für Filmemacher kostenlos. Lediglich die Premium-Angebote sind noch kostenpflichtig. Zu den kostenlosen Basisdiensten gehören unter anderem die unbeschränkte Einrichtung von "Projects" (Infodatensätze über Filmtitel) und die Erstellung von Online Press Kits sowie die Anmeldung der Projekte bzw. Filme bei den teilnehmenden Partnerfestivals. Außerdem können die Infoseiten von Withoutabox - wie etwa Festivalkalender und Festivalporträts - kostenlos genutzt werden.
Withoutabox CEO David Straus begründete diesen Schritt mit dem großen Erfolg des Systems, der eine Reduktion der Kosten für die teilnehmenden Filmemacher erlaubt habe.
(siehe auch unser Bericht "Elektronische Filmregistrierung" vom November 2002 im Archiv)
Quelle: WAB-Newsletter 23.02.2004
http://www.withoutabox.com/membership
Im Rahmen ihres Förderprogramms für neue Technologien hat das europäische Förderprogramm MEDIA 250.000 Euro für das Pilotprojekt Digital Festival bewilligt. Digital Festival ist eine Plattform für die Digitalisierung und Verbreitung von Kurzfilmen auf Festivals. Ziel des Projekts ist es bereits bestehende digitale Möglichkeiten wie Online-Registrierung, Streaming und satellitenbasierte Projektion zu einer ununterbrochenen digitalen Kette zu kombinieren. Mittelfristig soll auch eine Datenbank des europäischen Kurzfilms entstehen.
Das Projekt wurde von den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen in Partnerschaft mit den Kurzfilmfestivals in Clermont-Ferrand und Vila do Conde angeregt.
Nach einem Testbetrieb im Jahr 2004 wollen die Festivals die digitale Filmanmeldung unter der Bezeichnung "reelport" als Standard anbieten. Im Jahr 2005 sollen die Filme auch direkt in die Festivalkinos projiziert werden können.
Die MEDIA-Förderung deckt 49% der kalkulierten Projektkosten. Der Rest muss aus Eigenmitteln der Träger finanziert werden. Langfristig soll sich "reelport" selbst refinanzieren. Die im Projekt entwickelte Systemanwendung sollen Festivals weltweit für eine Lizenzgebühr erwerben können.
Quelle: MEDIA Newsletter Februar 2004
Kontakt: erbsloeh
kurzfilmtage.de (Ulrike Erbslöh)
Die Werkleitz Gesellschaft, Zentrum für künstlerische Bildmedien Sachsen-Anhalt, verlegt im März 2004 ihren Standort nach Halle (Saale). Nach zehnjähriger Arbeit im ländlichen Raum der Gemeinde Tornitz/Werkleitz findet die Institution im Areal des "Volksparks" in Halle ein neues Umfeld, von denen sie sich entscheidende Impulse für ihre Aktivitäten verspricht.
Die 'Werkleitz Gesellschaft' ist zu einem Kennzeichen für außerordentliche Film- und Medienkunstprojekte, Ausstellungen und Initiativen geworden. Der Verein wird seine bisherigen Tätigkeiten fortsetzen und intensiviert den künstlerischen und kulturellen Austausch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
Die 6. Werkleitz Biennale wird vom 1. bis 5. September 2004 bereits am neuen Standort im 'Volkspark' stattfinden.
Neue Anschrift: Schleifweg 6, D-06114 Halle (Saale), Tel: +49.(0)345-68246-0, Fax: +49.(0)345-68246-29
E-Mail: info
werkleitz.de
Im Januar 2004 erschien die dritte Ausgabe des niederländischen Jahrbuchs "Dutch Shorts". Das zweisprachige Jahrbuch (engl/frz) wird gemeinsam von den niederländischen Organisationen Holland Film, Holland Animation Association, Holland Animation Film Festival, House of Shorts u.a. herausgegeben. Finanziert wird das Jahrbuch von Holland Film, der Auslandsvertretung des niederländischen Films. Die Einträge sind für die Filmemacher und Produzenten kostenlos. Die Redaktion liegt bei der Holland Animation Association (www.awn.com/haff). Aufgenommen werden alle Kurzfilme bis 25 Minuten Länge, die keine Studentenfilme oder Auftrags- und Fernsehproduktionen sind. Das Jahrbuch dient der Promotion und dem Marketing des niederländischen Kurzfilms.
Holland Film reagiert damit auf das wachsende Interesse am Kurzfilm und auf die jüngsten Entwicklungen in der Kurzfilmszene der Niederlande. Dort haben sich in der jüngsten Zeit verschiedene neue Kurzfilm-Initiativen gegründet. Ausschlaggebend waren wohl zwei Untersuchungen, die gravierende Mängel beim Vertrieb von Kurzfilmen feststellten und jeweils direkt in Maßnahmen zur Verbesserung der Situation mündeten.
Im Jahr 2000 hat die niederländische Filmförderung (Nederlands Fonds voor de Film) auf Anregung der Vereniging van Nieuwe Film- en Televisiemakers (www.nftvm.nl) eine Untersuchung über den Vertrieb und die Verbreitung des Kurzfilms in Auftrag gegeben. Die Studie von Dorien van de Pas ("Kort maar Krachtig") führte unmittelbar zur Etablierung des Projekts "Kort!" zur Förderung von fiktionalen Kurzfilmen für Fernsehen und Kino. Im Jahr 2003 wurden aus mehr als 120 Drehbüchern, 10 Projekte ausgewählt und produziert.
Im Jahr 2001 haben Anna Abrahams und Peter van Hoof (Filmemacher und Programmverantwortliche im Cinema de Balie) die Vertriebsmöglichkeiten für Arbeiten untersucht, die eine öffentliche Förderung der experimentellen Kategorie "Onderzoek & Ontwikkeling" erhalten haben. Die Studie mit dem Titel "Nederlandse experimentele films: op de plank of in roulatie?" mündete in die Gründung von De Filmbank.
Kurz zuvor wurde auf dem Nederlands Filmfestival 2001 von Sydney Neter das House of Shorts vorgestellt. Im Unterschied zu De Filmbank lag das Vertriebs-Interesse von House of Shorts weniger im experimentellen Sektor als beim klassisch narrativen Kurzfilm, wie er auch in der Serie "Kort!" gefördert wird.
Nachdem beide Organisationen zur gleichen Zeit für ähnliche Projekte (Verleih, Vertrieb, Datenbank und Internet-Auftritt) einen Förderantrag beim Filmfonds gestellt hatten, wurde von dort eine Zusammenarbeit angeregt. Da unter dieser Voraussetzung eine Förderung in Aussicht stand haben sich De Filmbank und House of Shorts zur "Stichting Korte Film/Grensverleggende Film" zusammengeschlossen. Unter diesem Dach arbeiten die bis dahin selbständigen Organisationen als Abteilungen für jeweils andere Arbeitsbereich zusammen. Der Zusammenschluss erhielt inzwischen vom Filmfonds ein Startgeld von 60.000 Euro, so dass demnächst Ergebnisse erwartet werden können.
Kontakt Filmbank: c/o Filmmuseum, Vondelpark 3, NL-1071 AA Amsterdam, Tel: ++20 6125184, http://www.filmbank.nl/
Kontakt House of Shorts: info
houseofshorts.nl
House of Shorts: http://www.houseofshorts.nl
Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Kurzfilm hat in Dresden ihr neues Büro eröffnet. . »Nach einer schwierigen Anfangsphase hat die AG Kurzfilm nun zumindest einen Teil der notwendigen Grundlagen für eine kontinuierliche und erfolgsversprechende Arbeit«, resümiert Sylke Gottlebe, Geschäftsführerin der AG Kurzfilm, die Büroeröffnung. Die AG Kurzfilm versteht sich als Interessensvertretung für den deutschen Kurzfilm und will die öffentliche Wahrnehmung von deutschen Kurzfilmen insgesamt verbessern. In diesem Sinne fungiert die AG zunächst als Ansprechpartner für Politik, Filmwirtschaft und Kinos und soll sich zu einer Servicestelle für Kurzfilmemacher, -produzenten und -institutionen entwickeln.
Hier die neuen Koordinaten:
AG Kurzfilm
Bundesverband Deutscher Kurzfilm
Kamenzer Str. 60
D-01099 Dresden
Tel: +44 (0)351 4045575
E-Mail: info
ag-kurzfilm.de
Der Kulturrat der andalusischen Landesregierung (Consejería de Cultura de la Junta de Andalucía) hat einen Katalog mit den wichtigsten Kurzfilm des Produktionsjahres 2002 herausgebracht. Dem in spanischer und englischer Sprache veröffentlichten "Catálogo de Cortometrajes Andaluces" liegen zwei DVDs mit Kurzfilmen bei.
Kontakt: Consejería de Cultura, Servicio de Estudios y Publicaciones, Palacio de Altamira
C/ Santa María la Blanca, 1
41004 Sevilla
Fax: +34 955 036 004; E-Mail: publicaciones.ccul
juntadeandalucia.es
Die im Mai 2003 gegründete Agencia del Cortometraje Espa?ol (ACE) mit Sitz in Madrid zog eine positive Bilanz für ihr erstes Arbeitsjahr. Auch die anderen regionalen Agenturen, die in der Zwischenzeit entstanden sind - wie das Programm KIMUAK im Baskenland, CURTAS in Galicia und die Agencia FREAK in Extremadura seien für ihre exzellente Arbeit gelobt worden, teilte der Träger der Agentur, die Asociación Cultural Párlame de Cortos, zum Jahresschluss mit.
Besonders stolz ist man auf den Erfolg der Filme, die von ACE an Festivals vermittelt wurden, wie etwa einige Preisträger des letzten Notodofilmfest.
Der Vertriebskatalog der Agentur umfasst inzwischen mehr 100 Titel. ACE verleiht nicht direkt Filmkopien, sondern hält, ähnlich wie das Archiv der Agence du court métrage in Frankreich, Sichtungskassetten und Informationsmaterial bereit. Außerdem beteiligt sich ACE an der Gestaltung von Kurzfilmprogrammen. In naher Zukunft sind zwei thematische Programme geplant: der Zyklus "Arte Sacro" fürdas Festival de Arte Sacro (Madrid) und der "Ciclo El Mar y el Cine" auf der Insel El Hierro im kommenden Frühjahr.
Das österreichische Filmfestival DIAGONALE wird auch auch im Jahr 2004 vom Verein Forum österreichischer Film veranstaltet. Der österreichische Kulturminister hatte zuvor beschlossen Konzeption und Trägerschaft des Festivals zu ändern und ein neue Leitung eingesetzt. Dies stieß in der österreichischen und internationalen Filmszene auf Unverständnis und großen Widerstand. Am 15.12. 2003 hat nun der Grazer Gemeinderat beschlossen die originale DIAGONALE, also nicht das in der Hauptstadt Wien für Graz geplante Festival, finanziell zu unterstützen. Die DIAGONALE kann deshalb wie geplant vom 3. bis 7. März 2004 stattfinden.
Weitere Informationen siehe: http://www.rundumdiediagonale.at
Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Kurzfilms erscheint jetzt ein englisch-sprachiges Verzeichnis zur Promotion des deutschen Kurzfilms im Ausland. Der neue Kurzfilmkatalog gibt einen aktuellen und detaillierten Überblick zu den 100 besten deutschen Kurzfilmen des Produktionsjahres 2003. Ein Serviceteil beinhaltet wichtige Kontaktadressen zur deutschen Kurzfilmbranche - von den Filmhochschulen und Festivals bis zum Produzenten und Verleiher.
Der Katalog "German Short Films" wurde durch die finanzielle Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung, der Beauftragten für Kultur und Medien und der Export-Union des Deutschen Films möglich.
Im Januar präsentierte der Bundesverband AG Kurzfilm den Katalog auf dem Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand. Seine deutsche Premiere feiert der Katalog auf der Berlinale im Februar 2004.