Der britische Filmemacher Isaac Julien wurde für den Turner Prize 2001 nominiert. Als einer der engeren Favoriten für den renommiertesten Kunstpreis Großbritanniens, stellte die Tate Gallery (jetzt: Tate Britain) seine Filme "The Long Road to Mazatlán" (1999/2000) und "Vagabondia" (2000) als Mehrfach-Projektion aus. Isaac Julien, bekannt u.a. durch seine Filme "Looking for Langston", "Young Soul Rebels" und den Kurzfilm "The Attendant", gehört damit zu der wachsenden Zahl britischer Filmkünstler, die sich dem Kino ab- und der Galerien- und Kunstszene zugewandt haben. Julien wird inzwischen von der Londoner Galerie Victoria Miro vertreten.
Isaac Julien erhielt allerdings nicht – wie von vielen Kennern erwartet – den Hauptpreis. Diesen überreichte am 9. Dezember Popstar Madonna dem umstrittenen Künstler Martin Creed, dessen Arbeit "The lights going on and off" - der Titel beschreibt das Werk zulänglich - insbesondere die Fraktion der Maler unter den britischen Bildenden Künstlern zu lautstarken Protesten provozierte.
Der Deutsche Kurzfilmpreis 2001 in Gold und Silber wurde am 10. November 2001 im Berliner Filmkunsthaus "Babylon" durch Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin vergeben.
Je einen Filmpreis in Gold erhielten "Cut Away" von Eva Marel Jura und Justyna Kahl und "Die Liebenden vom Hotel von Osman" von Idil Üner (weitere Preise siehe: "Preise und Auszeichnungen").
Alle Preisträger und die nominierten Filme, ingesamt 8 Kurzfilme, gehen nun auf eine Tournee durch mehr als 100 Filmtheater in der Bundesrepublik. Die Tournee wird von der KurzFilmAgentur Hamburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Kommunale Filmarbeit e.V., der AG Kino e.V. und der Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. im Auftrag des Staatsministers für Angelegenheiten der Kultur und der Medien durchgeführt.
Weitere Informationen dazu gibt es bei der KurzFilmAgentur Hamburg, Tel: 040/39 10 63 0, Email: presse
shortfilm.com. Auf der Internetseite werden die Filme vorgestellt und könnenu.a. auch die Stationen der Tournee eingesehen werden.
Trotz einer eindrucksvollen Geschichte des unabhängigen Kinos, haben unabhängige japanische Filmemacher heute große Schwierigkeiten nicht-kommerzielle Filme zu zeigen, zu verbreiten und hierfür die öffentliche Aufmerksamkeit und eine angemessene Anerkennung zu finden. Dieser Herausforderung stellt sich nun eine neue Filmemacher-Kooperative, die im kommenden Frühjahr unter dem Namen Filmmakers Information Center (FMIC) ihre Arbeit aufnehmen will.
Zu den geplanten Aktivitäten gehören der Aufbau einer Filmdatenbank und Maßnahmen zur Unterstützung des Verleihs unabhängiger Filme.
FMIC wurde initiiert von dem Experimentalfilmemacher Ichiro Sueoka (Tokyo) und dem Filmkritiker Tomohiro Nishimura (derzeit noch ohne Website).
Der Soros Documentary Fund (SDF) unterstützt die Produktion und Verbreitung von Dokumentarfilmen über Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Bürgerrechte und Fragen der Meinungsfreiheit. SDF arbeitet u.a. zusammen mit dem European Documentary Network, dem Amsterdam Forum, Hot Docs und dem Media-Programm der EU. SDF fördert Projektentwicklungen mit bis zu $15,000 und die Produktionen mit bis zu $ 50,000.
Das Förderprogramm wechselt nun seinen Sitz vom Open Society Institute zum Sundance Institute. Bis zur Neuorganisation ist die Förderung kurzfristig ausgesetzt.
Die International Short Film Conference (ISFC) ist der einzige internationale Dachverband, der sich global um die Interessensvertretung der Kurzfilmgemeinde bemüht. Die ISFC wurde 1970 als gemeinnütziger Verband gegründet und hat heute mehr als 60 Mitglieder.
Der ISFC hat u.a. einen international verbindlichen "code of ethics" der Kurzfilmfestivals erarbeitet. Seit diesem Jahr wird auf der neuen Website auch der neue Newsletter "Shorts!" veröffentlicht (als PDF-Datei).
Auf Empfehlung der Auswahlkommission für die Produktionsförderung werden folgende Projekte mit jeweils DM 25.000 gefördert:
Gil Alkabetz (Stuttgart) für "Morir de Amor"
Philipp Fleischmann (Ludwigsburg) für "Mehmet"
Susanne Fränzel (Ludwigsburg) für "Im Netz"
Christoph Heckenbücker (Berlin) für "Quits"
Rudolph Herzog (Berlin) für "Der Zeitreisende"
Yuk Jevremovic (München) für "Quercus"
Peter Keller (München) für "Schicht"
Barbara Marheineke (Köln) für "E-Mail Express"
Rudolf Schweiger (Köln) für "Snipers Alley"
Verantwortlich für die Auswahl waren: Heinz Badewitz, Detelina Grigorova-Kreck, Charlotte Immel, Elfi Mikesch, Evelyn Schmidt, Werner Schneider-Quindeau, Arnold Vaatz.
Gefördert werden Kurzfilme mit einer Vorführdauer von höchstens 15 Minuten, »die für die öffentliche Vorführung in Filmtheatern bestimmt und geeignet sind.«
(Quelle: Pressemitteilung des BKM – der Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien).
In Würdigung der beiden Medienkunst-Pioniere hat die Daniel Langlois Foundation in Montréal nun ihr Vasulka-Archiv ins Netz gestellt. Mit der Präsentation des Werks, der Laufbahn und der künstlerischen Leistungen von Steina und Woody Vasulka ermöglicht die Foundation jedermann die Arbeit der beiden Künstler durch innovative elektronische Mittel für sich zu entdecken.
So kann man u.a. auf einer Zeitlinie die Entwicklung der Künstler nachvollziehen und in einer anderen Abteilung Videoausschnitte einiger Arbeiten sehen. Außerdem sind Essays und Texte von und über die Vasulkas verzeichnet und selbstverständlich gibt es auch ein ausführliches Werkverzeichnis und eine Bibliografie. (Tip: Die englische Version dieser gelungenen Internetseiten können direkt unter der URL www.fondation-langlois.org/e/collection/vasulka/archives/index.html angesteuert werden).
Die französische Agence du court métrage organisiert in Zusammenarbeit mit der Agence de développement régional du cinéma ein Programm zum Thema "Mémoire" mit neuen Kopien von neun Kurzfilmen, die allesamt von Pierre Braunberger produziert wurden: "Toute la mémoire du monde" von Alain Resnais, "Tous les garçons s’appellent Patrick (Charlotte et Véronique)" von Jean-Luc Godard, "Le chant du styr?ne" von Alain Resnais, "L’amour existe" von Maurice Pialat, "? la mémoire du rock" von François Reichenbach, "Le drame du taureau" von Lucien Clergue, "Les veuves de quinze ans" von Jean Rouch, "La sixi?me face du Pentagone" von Chris Marker und François Reichenbach, "La direction d’acteurs par Jean Renoir" von Gis?le Braunberger. (Quelle: Bref n°48)
Kontakt: Yann Goupil, Agence du court métrage, Tel: +1 44 69 26 60.
Die australischen Filmemacher und Filmaktivisten Arthur und Corinne Cantrill kommen nach Europa und werden im November auch nach Deutschland reisen.
Arthur & Corinne Cantrill sind zwei der bedeutendsten Experimentalfilmemacher und -kritiker in Australien, die nicht nur durch weit mehr als 100 Kurzfilme bekannt wurden und in der Super-8-Szene maßgeblich aktiv waren. Sie drehten auch einige Langfilme - u.a. "The Second Journey (To Uluru)" - und beschäftigten sich mit Themen wie 'chromatic articulation'. Neben formalen Experimenten zu Farbe und Licht handeln viele ihrer Filme von Natur und Kulturlandschaften. Insbesondere sind die Cantrills aber bekannt geworden durch ihr einflussreiches Magazin "Cantrill's Filmnotes", das sie ab 1971 bis zur Streichung der öffentlichen Förderung Ende 1999 herausgaben. Arthur & Corinne Cantrill bringen nun eine Auswahl ihres umfangreichen Kurzfilmschaffens mit (etwa 2 1/2 Stunden Programm mit knapp 20 Titeln) und bieten ausserdem einen Vortrag zu Vorläufern des Kinos ("Proto-cinema: The First Mass Media") an. Im Programm dabei sind u.a. "The Land is Not Empty" und vier ihrer neuesten Kurzfilme aus dem Jahr 2001. Das komplette Filmprogramm schicken wir gerne auf Anfrage zu.
Hier die Stationen der Tour: 6. November SCRATCH (Paris), 9. November Mire (Nantes), 15. November Filmmuseum Brüssel, 16. + 17. Nov. Filmhuis Den Haag, 19. Nov. Filmmuseum Amsterdam, 21. Nov. Kino 46 in Bremen, 22. Nov. Die Linse in Münster, 26. Nov. National Film Archive Prag, 29. Nov. - 1. Dez. Arsenal Berlin, 2. Dez. Kinemathek Karlsruhe, 4. Dez. Filmmuseum Frankfurt.
Dieses Jahr widmen die Kommunalen Kinos den Aktionstag, der seit der Hundertjahrfeier des Films zum 'Geburtstag' des Kinos in Deutschland am 31. Oktober veranstaltet wird, dem Nachwuchsfilm. Die Kommunalen Kinos wollen damit darauf aufmerksam machen, daß sie ein Forum für den Nachwuchs sind und jungen Regisseuren den Weg zum Publikum ebnen. In vielen Städten werden an diesem Tag auch Kurzfilm-Programme angeboten. So unter anderem in Bochum (Animationsfilm), Bremen (Bremen "Young Collection"), Frankfurt-Höchst (Best of Rüsselsheimer Filmtage), Heidelberg (regionale Filme), Karlsruhe (Filme der HfBK Braunschweig), Köln (Kölner Newcomers), Mainz (3sat Förderpreisträger), Mannheim (Filme der FH Mannheim), Nürnberg (Auswahl der Augsburger Kurzfilmtage) und in Weimar (Filme der Bauhaus-Universität).
Vom 19. bis 29. Oktober zeigt das Museum of Modern Art (New York) die Preisträger des British Advertising Broadcast Awards 2001, die knapp 100 herausragendsten Werbefilme des Jahres 2000. Das von Laurence Kardish kuratierte Programm wird ergänzt durch die Retrospektive 25 Jahre British Television Advertising Awards Gold Winners.
Im Rahmen der Kunstmesse Art Cologne präsentiert die Kunsthochschule für Medien Köln vom 30. Oktober bis 4. November Videoarbeiten von Studierenden. Das Programm mit Arbeiten von Dagmar Keller, M. Wittwer, Hee-Seon Kim, Philipp Lachenmann, Hiroyuki Masuyama und Neringa Naujokaite wurde von Prof. Marcel Odenbach ausgewählt.
Die Kurzfilmagentur Schweiz wird ihre Dienstleistungen ab 1. Juli für eine Übergangsperiode von sechs Monaten in reduzierter Form weiter führen (...) Die Kurzfilmagentur hatte von Anfang an mit finanziellen Problemen bei stetig zunehmenden Anforderungen zu kämpfen. Diese chronische Finanzknappheit zwingt nun die Kurzfilmagentur, einen Teil ihres Personals abzubauen. Im Rahmen der reduzierten Möglichkeiten werden die wichtigsten Aufgaben jedoch weiterhin erfüllt.
Unter dem interimistischen Präsidium des Filmemachers Jonas Raeber wird der fünfköpfige Vorstand bis zu einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst dieses Jahres ein Konzept entwickeln, welches die Kurzfilmagentur im neuen Jahr wieder besser und breiter abstützt - insbesondere durch eine engere Verbindung zum Bundesamt für Kultur. Mit diesen Massnahmen kann die Kurzfilmagentur sowohl ihren Hauptsitz in Lausanne als auch ihre Niederlassung in Zürich aufrecht erhalten. Sie sind ein Bekenntnis zum Aufschwung des Kurzfilmsin der Schweiz (mit 200'000 Kinoeintritten im letzten Jahr) und stellen sicher, dass die Dynamik und Präsenz des Kurzfilms beim breiten Publikum aufrecht erhalten wird. Die Kurzfilmagentur Schweiz erfüllt eine wichtige Aufgabe. Dafür braucht sie eine solide und breit akzeptierte Basis und die Unterstützung aller filminteressierter Kreise." shortfilm.de bringt im November einen Hintergrundbericht.
Der Film "Der 70. Tag" von Sedat Yilmaz ist verboten worden. Nach Meinung des Kulturministeriums und der Kontrollkommission ist der Film nicht dazu geeignet, "gezeigt und vervielfältigt" zu werden. In dem Film wird von den Erlebnissen von acht todesfastenden Gefangenen 1996 im Krankenhaus berichtet. "Der 70. Tag" ist nach "Ax" (=Boden, Erde) von Kazim Öz der zweite Kurzfilm, der verboten wurde und sollte beim diesjährigen Istanbuler Filmfestival im Bereich Menschenrechte gezeigt werden. Nach dem Verbot wurde er aus dem Programm gestrichen.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Julian Nida-Rümelin, wird am 10. November 2001 im Filmkunsthaus "Babylon" in Berlin den Deutschen Kurzfilmpreis 2001 verleihen. Vergeben werden zwei Filmpreise in Silber. Der Filmpreis in Gold und Silber wird jeweils für Kurzfilme mit einer Vorführdauer von höchstens 7 Minuten und von höchstens 15 Minuten verliehen. Die Preisträgerfilme werden anschließend unter dem Titel "Kurzfilmpreis unterwegs" auf Tournee gehen. Organisator ist die KurzFilmAgentur Hamburg. s.a. Rubrik: Auszeichnungen.
Die in Los Angeles ansässige und von Larry Cuba gegründete Institution "iotaCenter", die sich dem Erhalt abstrakter Filme und Videos widmet, präsentiert ab Oktober mit "Kinetica 3" die dritte Folge einer Serie abstrakter Filme von 1950 bis heute. Neben Arbeiten von Harry Smith, John and James Whitney, Mary Ellen Bute aus den 50er und 60er Jahren und der Premiere von Jordan Belson's Video "Bardo" stehen im Mittelpunkt des zweiteiligen Programms die neu restaurierten Arbeiten von Hy Hirsh. Hirsh leistete in den 50er Jahren mit der Erprobung elektronischer Mittel zur Herstellung von Bildern Pionierarbeit. Der kalifornischen Beat Generation zugehörig arbeitete er mit abstrakten Formen und Mustern, die zu afro-kubanischen Rhythmen synchronisierte. Hirsh arbeitete seit 1955 in Amsterdam und starb 1961 in Paris.
Die Veranstalter des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (Nürnberg) haben mit den Preisträgern des Jahres 2000 vereinbart, dass alle prämierten Filme zur Vorführung für den nichtgewerblichen Bereich freigegeben wurden. Als Termin wird die Zeit um den 10. Dezember 2001, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, vorgeschlagen. Die Kurzfilme liegen als Videokassetten vor und können über die evangelischen und katholischen Medienzentralen ausgeliehen werden: emzbayern
Londons unabhängige Filmszene hat eine ihrer bedeutendsten Organisationen verloren. Das Kino, die Galerie und der gesamte Verleih- und Medienwerkstatt-Betrieb des Lux Centre wurde überraschend geschlossen.
Das Lux Centre ging 1997 aus dem Zusammenschluß der London Filmmakers Coop und London Electronic Arts hervor. Unter dem neuen Dach verband das Lux ein Kino, eine Galerie, Film- und Video-Postproduktionsstätten sowie eine Archiv und einen Verleih. Ein Gebäude am Hoxton Square im Osten Londons wurde speziell für diesen Zweck - aus Lotto-Mitteln - komplett neu eingerichtet.
Das Lux litt von Anfang an unter finanziellen Schwierigkeiten. In Absprache mit dem Recovery Panel des Arts Councils, hat nun der Aufsichtsrat (Board of Directors) am Dienstag, den 2. Oktober mit sofortiger Wirkung den Betrieb des Lux eingestellt. Die Mitarbeiter des Lux wurden ohne Bezahlung oder Einhaltung einer Kündigungsfrist nach Hause geschickt.
"Die Entscheidung des Recovery Panel hat uns keine Alternativegelassen und uns zu dieser Maßnahme gezwungen," sagte der Vorsitzende des Lux Boards, Mike Flood. "Doch wird der Vorstand Sorge tragen, daß die wertvolle Arbeit des Lux und sein einzigartiges Archiv erhalten bleiben, jedoch unter einer anderen Organisation an einem neuen Ort."
"Im Verlauf seiner vierjährigen Existenz hat sich das Lux zu Londons wichtigster Quelle für den Künstlerfilm und Videokunst entwickelt und sein Kino- und Verleihprogramm sucht in Großbritannien seinesgleichen," fügte er hinzu. "Am meisten bedauern wir, daß wir unseren engagierten und fähigen Mitarbeiterstab so kurzfristig aufgeben müssen".
Was die Mitarbeiter darüber denken und welche Gründe zur Schließung führten, wird in der nächsten Ausgabe des Kurzfilm-Magazins dargestellt (Red.)
Das von der "European Coordination of Film Festivals" getragene Projekt "Europe in Shorts", mit dem jedes Jahr unter einem bestimmten Thema herausragende Kurzfilme zu einem Verleihpaket 'geschnürt' werden, ist dieses Jahr Studentenfilmen gewidmet. Die Koordination von "Europe in Shorts 7" liegt bei François Defaye vom "Rencontres Internationales Henri Langlois" in Poitiers.
Aus 70 Vorschlägen wurden 8 Filme ausgewählt, von denen folgende 6 Titel bereits bestätigt sind: "Roza" (Nederlandse Film en Televisie Academie, NL), "Crucy Fiction" (La Cambre, B), "Balloon" (National Film and Television School, GB), "Cambi e Scambi" (Centro de Formation Cinematografica, I), "Cleaning out" (DFFB, D) und "Julma Maaseutu" (University of Industrial Art and Design, SF).
Gleichzeitig ist "Europe in Shorts 6" auf europäischen Festivals unterwegs und demnächst u.a. auf Festivals in Köln, Ankara, Regensburg und Aix-en-Provence zu sehen.
Die italienische Agentur emmefilm.com srl veranstaltet einen Kurzfilmwettbewerb zum Thema "Der erste Kuss". 20 einminütige Filme wurden ausgewählt und stehen noch bis 30. September im Internet zur Wahl. Anschließend werden die Preisträger ermittelt und die 3 Geldpreise im Wert von 5 Mio, 8 Mio bzw. 15 Mio Lire verliehen.
Aus dem Berliner Kurzfilm-Festival "Interfilm" ist die "Interfilm Berlin Management GmbH" hervorgegangen. Neben dem Festival gehören der Verleih und Vertrieb von Kurzfilmen und Videos ebenso zum Geschäftsbereich wie die im Aufbau begriffenen Geschäftsfelder New Media und Streaming Media, für die eine Kooperation mit der Kirch New Media Group AG angestrebt wird.
Vorerst bietet der Verleih, der nach eigenen Angaben auf ein Archiv von 8000 Filmen zurückgreifen kann, sieben thematische 35mm-Kurzfilmrollen, 16mm-Filme und 3 Super-8-Filmrollen an. Die Filmtitel können auch einzeln gebucht werden. Bei Interfilm kosten einzelne Film DM 80 pro Tag bzw. DM 200 pro Woche. Die Kurzfilmrollen kosten DM 300 Mindestgarantie. Abonnements bzw. Dauerkarten sind ebenfalls erhältlich.
Zu den neueren Filmen im Verleih gehören u.a. "La Comtesse de Castiglione" von David Lodge, "Carapaces" von Alexis Berset, "Coincidence" von Erik Lange, "Le Dernier Reve" von Emmanuel Jespers und "Ring of Fire" von Andreas Hykade.
Quelle: interfilm+newsletter+ 23.07.01
Nach dem Rückzug des Hauptsponsors BBC Television wird es kein British Short Film Festival mehr geben. Das 1988 gegründete Festival war zunächst ein rein britisches Hochschulfestival. In den folgenden Jahren wurde es British Petroleum gesponsort und als BP British Short Film Festival in den Riverside Studios international vergrößert. Nachdem BP 1992 seine Unterstützung zurückzog, konnte die BBC als Hauptsponsor gewonnen werden. Unter der Leitung von Amanda Casson öffnete sich das nunmehr unter dem BBC-Label firmierende Festival auch nicht-studentischen Filmen und zog in Londoner Westend-Kinos um. Mit 300 bis 400 Filmen im Programm wurde es zum größten Kurzfilmfestival mit internationaler Beteiligung auf der Insel.
Nun kündigte BBC Television kurzfristig die weitere Unterstützung. Das Festival, das darüber hinaus keine nennenswerte institutionelle Förderung erhält, muss deshalb eingestellt werden. Laut Amanda Casson sei die Zeit zu knapp gewesen um einen Ersatz-Sponsor zu finden. Die BBC begründete ihren Schritt mit einer Konzentration der Mittel auf die Entwicklung und Produktion von Kurzfilmen.