Am 23. November stellt die Europäische Kommission einen ersten konkreten Vorschlag für Budget und Ausgestaltung des MEDIA-Programms vor, der dann dem Ministerrat und dem Europäischen Parlament vorgelegt wird. Für die Verhandlungen sind bis zum Start des neuen Programms zwei Jahre Zeit. Das MEDIA-Budget für 2014-2020 soll demnach um 20% auf 900 Millionen Euro aufgestockt werden. Es wird unter dem Schirm „Creative Europe“ laufen, unter dem auch MEDIA Mundus und die Kulturprogramme zusammengefasst werden.
Der gesamte Budget-Vorschlag beträgt unter Berücksichtigung der Kursschwankungen zurzeit 1.8 Milliarden Euro. Darin enthalten sind auch 180 Millionen Euro für ein neues Finanzierungs-Instrument, das von der European Investment Bank verwaltet werden soll.
Anfang des Jahres gab es noch Befürchtungen die Europäische Kommission plane das MEDIA-Programm abzuschaffen oder stark zu reduzieren. Beim Cannes-Festival 2011 wurde dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Barroso, eine Petition überreicht, mit der 1.800 namhafte Personen aus der Filmbranche die Fortsetzung des Programms forderten.
Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Erhöhung des Budgets meinte der zuständige Kabinetts-Chef, Philippe Brunet, die Erhöhung sei auch darauf zurückzuführen, dass nicht nur die kulturelle Leistung, sondern auch die wirtschaftlichen Vorteile des Programms sichtbar geworden seien.
Quelle: Media Desk
Die norwegische Regierung hat im Oktober beschlossen den Etat für Filmförderung im Jahr 2012 um 47 Millionen NOK (ca. €6 Mio) auf 706 Millionen NOK (ca. €90 Mio) aufzustocken. Davon profitiert auch der Förderbereich Kurzfilme, Dokumentarfilme und Nachwuchsfilme sowie Kinder- und Jugendfilm-Initiativen. Für diesen Förderbereich sind 51,7 Millionen NOK (ca. €6,6 Mio) vorgesehen – dreimal so viel wie bei der letzten Erhöhung im Jahr 2005.
Deutlich aufgestockt wurden auch die Bereiche Computerspiele und TV Drama sowie die Unterstützung der regionalen Filmcenter.
Quelle: http://www.nordiskfilmogtvfond.com/

Im Rahmen des Festivals DOK Leipzig wurde am 21. Oktober die Arbeitsgemeinschaft Animationsfilm gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft soll als bundesweite Interessenvertretung für die gesamte Animationsfilmbranche fungieren. Zu den 26 Gründungsmitgliedern zählen einige der wichtigsten Animationsfilmproduzenten und -filmemacher in der Bundesrepublik.
In einer Pressemitteilung heißt es: »Mit der Gründung der AG Animationsfilm reagiert die Branche auf die sich immer schwieriger gestaltenden Produktionsbedingungen für Animationsfilme. Obwohl in Deutschland exzellente Animationsfilmprofis ausgebildet werden und Jahr für Jahr hochklassige Filme entstehen, finden diese oft preisgekrönten Werke selten den Weg ins Fernsehen und in die Kinos. Die deutschen Fernsehsender haben sich aus der Finanzierung und Koproduktion des beim Publikum beliebten Genres weitgehend zurückgezogen und kaufen ausländische Serien an.
Die neue AG Animationsfilm wird eng mit bestehenden Berufsverbänden wie der Produzentenallianz, der AG Dokumentarfilm (AG DOK) und der AG Kurzfilm zusammenarbeiten.
Das Jordan Short Film Festival wird 2011 nicht stattfinden. Die Veranstalter haben das Festival aus Protest abgesagt. Sie begründen dies mit der Ermordung zweier Regimekritiker durch Regierungsagenten. Seit diesem Vorfall sei in Jordanien kein Film mehr über den arabischen Frühling entstanden. Jordanische Filmemacher seien zu eingeschüchtert, um das Thema anzupacken.
Eine Durchführung des Festivals unter Bedingungen, in denen Geschichten über Menschen und Ereignisse, die die Zukunft des Landes prägen, nicht erzählt werden können, wäre intellektuell unehrlich, teilten die Veranstalter mit. Auch wolle der Träger des Festivals, die Amman Filmmakers Cooperative, nicht an Kinoereignissen teilnehmen, welche den falschen Eindruck eines ‚business as usual’ erwecken. Nächstes Jahr werde die Entscheidung neu überdacht.
Quelle: http://ammanfilmmakers.alif.com/

Die Stiftung Filmform (Stockholm) hat in Zusammenarbeit mit dem Schwedischen Filminstitut vier pädagogische Pakete als Inspirationsmaterial zum Thema Videokunst und Experimentalfilm für Lehrer und Schüler zusammengestellt. Unter dem Titel „Videokunst - was ist das?“ wird Material auf DVDs und in Textform angeboten. Dazu gehören Filmbeispiele, Tipps zum Einsatz, Diskussionsmaterial und Übungsaufgaben.
Drei Pakete sind nach Themen („Identität“, „Geschichten und Zeit“, „Ton und Bild“) zusammengestellt, ein Paket widmet sich ganz den Arbeiten der Videokünstlerin Catti Brandelius. Die Reihe richtet sich an Schüler ab 15 Jahren und kann bei Filmform ausgeliehen werden.
Filmform ist eine Stiftung, die sich in der Förderung, Verbreitung und Erhaltung von Videokunst und Experimentalfilmen engagiert. Sie ist zugleich die älteste Organisation in Schweden, die sich dem Experimentalfilm und der Videokunst widmet.
URL: http://www.filmform.com/projects.html
(s.a. unser Porträt: <http://www.shortfilm.de/de/das-kurzfilmmagazin/archiv/themen/filmform-stockholm-klein-aber-fein.html>

Das öffentliche Schulfilmportal „Filmstriben“ hat 20 neue dänische Kurzfilme in sein Programm aufgenommen. Es sind Spielfilme, die von der Filmværkstedet (Kopenhagen) in den Jahren 2002 bis 2009 produziert wurden und bislang nicht für den Einsatz im Unterricht zur Verfügung standen.
Die Filme richten sich an Kinder und Jugendliche und sind auch für Filmanalysen im Fach Dänisch geeignet. Alle Filme sind kürzer als 30 Minuten. Zum Paket gehören Filme von den interessantesten jungen dänischen Regisseuren. Dabei sind unter anderem „Ynglinge“ von Mikkel Munch-Fals, „Sprækker“ von Aage Rais und „Catherine“ von Mads Matthiesen.
Das Repertoire von „Filmstriben“ kann von Schulen für den Unterricht digital ausgeliehen werden oder von Schülern online oder in öffentlichen Bibliotheken betrachtet werden. Aus urheberrechtlichen Gründen ist eine Registrierung für die nicht-gewerbliche Nutzung notwendig und ist der Zugang auf Dänemark, Grönland und die Faröer-Inseln beschränkt.
URL: http://www.filmstriben.dk/