
Im Rahmen des diesjährigen Internationaal Kortfilmfestival Leuven (Belgien) werden unter dem Titel „Milestones in Short Film History“ in vier Programmen 30 bedeutende Kurzfilme der Filmgeschichte gezeigt, die in der Zeit zwischen 1900 und 2000 entstanden sind.
Da es unmöglich ist die gesamte Kurzfilmgeschichte in vier Programmen mit einer Laufzeit von knapp 400 Minuten umfassend darzustellen, haben die Programmgestalter bei der Auswahl vor allem solche Filme gewählt, die belegen, dass Neuerungen in der Geschichte des Films zuerst in Kurzfilmen erprobt wurden. So gehören unter anderem der erste Tonfilm, der erste Farbfilm und der erste computergenerierte Film zum Programm. Aber auch ästhetische Innovationen und neue Genres sind berücksichtigt – wie zum Beispiel der erste Nouvelle Vague Film und der erste Musikfilm.
Während des Festivals wird das Programm von filmwissenschaftlichen Einführungen begleitet. Das Ergebnis der Recherche wurde in einer englischsprachigen Publikation veröffentlicht.
Weitere Informationen: http://www.kortfilmfestival.be/ikl2011/programma.php?programma=26&nr=1
Die argentinische Online-Plattform für Kurzfilme „Indiestribucion“ hat neue Funktionen bekommen, die es Filmemachern erleichtern ihre Filme bekannt zu machen. Nach Einrichtung eines Nutzerkontos können Filmemacher jetzt die Plattform nutzen, um ihre Profile zu verwalten und Filme auf Festivals einzureichen. Außerdem gibt es die Möglichkeiten gemeinsame Filmprojekte zu entwickeln.
Indiestribucion bietet außerdem weiterhin regelmäßig aktualisierte Rubriken mit Nachrichten über Filme, Filmemacher und Festivals. Die Plattform ist international ausgerichtet und mehrsprachig.
Weitere Informationen: http://www.indiestribucion.com
SANAD ist ein Projektentwicklungs- und Postproduktions-Fonds des Abu Dhabi Film Festivals der talentierte Filmemacher aus der arabischen Welt unterstützt. Neben der Förderung von Spiel- und Dokumentarfilmen, verfügt der Fonds auch über Mittel zur Förderung des Kurzfilms.
Das Förderprogramm SANAD Emarati unterstützt Kurzfilmemacher aus Ländern, die dem Kooperationsrat der Arabischen Staaten des Golfes (GCC Region) angehören. SANAD Emarati hilft Filmemacher ihre Filme auf internationalen Festivals oder Märkten vorzustellen und bei Kontakten zur Branche und bei der Erschließung neuer Publikumsgruppen.
Gefördert werden narrative Kurzfilme bis zu einer Länge von 15 Minuten. Anträge können zweimal im Jahr gestellt werden. Der aktuelle Anmeldeschluss ist der 1. Dezember 2011.
Die ausgewählten Filmemacher erhalten zusätzliche Unterstützung bei der Veröffentlichung ihrer Werke, bei der Suche nach weiteren Fördermöglichkeiten und bei der Einreichung ihrer Filme auf anderen Festivals.
Weitere Informationen: http://www.abudhabifilmfestival.ae/en/sanad/sanad-emarati

Im Oktober hat die Organisation Africa First bekannt gegeben, welche Kurzfilmprojekte dieses Jahr gefördert werden. Fünf Filmemacher aus Afrika erhalten $10.000 für die Produktion neuer Kurzfilme: Oshosheni Hiveluah (aus Namibia); Cedric Ido (aus Burkina Faso); Mark Middlewick (aus Südafrika); Akosua Adoma Owusu (aus Ghana) und Zelalem Woldemariam (aus Äthiopien).
Africa First fördert bereits im vierten Jahr Filmemacher und Produktionen auf dem afrikanischen Kontinent. Zuvor geförderte Filme wurden unter anderem auf den Festivals in Sundance, Toronto oder Berlin gezeigt. Africa First ist eine Initiative von Focus Features, gegründet von NBC und Vivendi Universal. Das Africa First Programm wird von der New Yorker Produktionsfirma Completion betreut.
Africa First: http://www.focusfeatures.com/africafirst/apply.php

Festival Scope ist eine neue Vertriebs-Plattform für die Filmbranche. Die Plattform stellt Filme aus Festivalprogrammen als Video-on-Demand zur Verfügung. Festival Scope versteht sich als Allround-Werkzeug für den Zugang zur internationalen Festivalszene und möchte die Reichweite und den Vertrieb von Filmen, die auf Festivals gezeigt werden, unterstützen.
Partner von Festival Scope sind Filmfestivals, nicht unmittelbar die Filmemacher und Hersteller. In der Beta-Version nehmen bereits mehr als 50 internationale Festivals teil. Darunter auch Kurzfilmfestivals wie Clermont-Ferrand und Vila do Conde. Zurzeit können etwa 300 Kurzfilme auf Festival Scope gesichtet werden.
Der Zugang wird ausschließlich – nach Anmeldung und Prüfung – Filmprofis gestattet. Bestimmte Einschränkungen und Kopierschutz-Vorkehrungen sollen Urheberrechtsverstöße und Missbrauch verhindern. So können die Filme jeweils nur einmal gesichtet werden und wird der Name des Sichters in den Film eingeblendet.
Registrierte Nutzer können Filme sichten und die Regisseure oder Rechteinhaber kontaktieren. Auf den Filmseiten können Medien wie Trailer, Interviews oder Clips integriert werden. Die Filmemacher oder Produzenten können auch Werbematerial wie Fotos oder Flyer zum Herunterladen anbieten. Sie erhalten außerdem ausführliche Berichte über die Nutzung ihres Angebots. Ergänzt wird das Filmprogramm durch Informationen aus dem internationalen Festivalgeschehen.
Hinter der Marke Festival Scope steht das neu gegründete Unternehmen Moving Scope SAS (Paris). Das Projekt wird von MEDIA und dem RIAM Network gefördert und vom französischen CNC kofinanziert.
URL: http://www.festivalscope.com

Digitising Contemporary Art (DCA) ist ein europäisches Konsortium, das zeitgenössische europäische Kunst online sichtbar machen möchte. In einem 30-monatigen Digitalisierungsprojekt, das Anfang 2011 begann und von der Europäischen Union gefördert wird, sollen hochwertige Reproduktionen von mehr als 20.000 Kunstwerken hergestellt werden. Dazu gehören Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Installationen und Videos. Das Resultat soll auf dem Portal Europeana veröffentlicht werden.
Hintergrund der Initiative ist, dass zeitgenössische Kunst bislang auf dem europäischen Kulturportal Europeana bislang nicht berücksichtigt wurde. DCA will diese Lücke schließen und somit das Interesse der Öffentlichkeit stimulieren an zeitgenössischer Kunst stimulieren und den Zugang erleichtern.
DCA kooperiert dabei mit Museen und Kunstsammlungen. Die 21 Sammlungen kommen aus 12 europäischen Ländern. Die im Kontext der DCA produzierten digitalen Bilder und Filme werden Teil der digitalen Sammlungen aller anderen teilnehmenden Institutionen.
Das DCA Konsortium stellt Metadaten und Bilder aus über 26.921 Kunstwerken und 1.857 kontextualisierten Dokumenten für Europeana bereit. Dies beinhaltet Meisterwerke, die in unterschiedlichen Kunstdisziplinen der wichtigsten Künstler aus vielen Ländern Europas geschaffen haben.
Zu den Partnern gehören u.a. folgende Institutionen mit Schwerpunkt Video: argos, EMAF, Netherlands Media Art Institute, Transmediale und WRO Art Center.
Projektkoordinator ist PACKED - Centre of Expertise in Digital Heritage (Brussels). Für die Informationsverbreitung des Projekts ist das LCCA - Latvian Centre for Contemporary Art (Riga) zuständig.
URL: http://www.digitisingcontemporaryart.eu
_“Portret z kuratorem w tle (Portrait of the Artist with Curators)“, Azorro Group (2002)
URL: http://www.youtube.com/watch?gl=DE&v=ZZRD-o6sDEU
_“Licking Curators Ass“, Ondrej Brody & Kristofer Paeteu (2005)
URL: http://video.google.com/videoplay?docid=-6678656432223399576
_“Robin Good on Curation“, Howard Rheingold (2011)
URL: http://youtu.be/o1IeOzIoRDs
–„Robert Scoble on Online Curation“, Howard Rheingold (2011)
URL: http://youtu.be/WMn-cJHzF8A