
Unter dem Titel „Why Poverty?“ hat die gemeinnützige Organisation STEPS einen Dokumentarfilm zum Thema Armut in Auftrag gegeben. Neben acht langen Filmen von renommierten Dokumentarfilmemachern entstanden auch ca. 30 kurze Dokumentarfilme von Nachwuchsfilmemachern. Die Filme sind inzwischen von 70 Fernsehkanälen ausgestrahlt und jetzt auch online veröffentlicht worden.
Im laufenden Jahr 2013 sollen die Filme in weltweiten Veranstaltungen und Programmen zum Thema mit ergänzenden Materialien weiterverbreitet werden. Im Rahmen der Kampagne können die Filme von gemeinnützigen Veranstaltern kostenlos eingesetzt und ausgeliehen werden.
Steps International setzt Dokumentarfilme, alte und neue Medien ein, um in weltweiten Kampagnen Debatten auszulösen und die Öffentlichkeit für wichtige Themen zu sensibilisieren. STEPS mit Sitz in Kopenhagen und Kapstadt wird von überwiegend amerikanischen Stiftungen, Filminstituten und Fernsehanstalten unterstützt. Das Projekt „Why Poverty?“ wird von Mette Hoffmann Meyer (Fernsehredakteurin, DK), Don Edkins (Filmemacher, ZA) und Nick Fraser (BBC, UK) geleitet. 2007 hatte STEPS ein ähnliches Projekt mit dem Namen „Why Democracy?“ organisiert.
URL: www.whypoverty.net
Im September 2012 führte Vimeo eine Art virtuellen Spendenteller ein. Zahlende Vimeo-Abonnenten durften auf ihren Filmseiten das Tool Tip Jar freischalten. In den Tip Jar können zufriedene Zuschauer per PayPal freiwillig ein Trinkgeld einwerfen. Die Höhe des Betrags liegt ganz im Ermessen des Spenders. Ab 2013 geht Vimeo aber noch einen Schritt weiter. In Zukunft können Filmemacher bei Vimeo nicht nur mit dem Hut Geld verdienen. In einem Pilotprojekt testet Vimeo jetzt ein Pay-per-view System. Ähnlich wie bei der nicht-gewerblichen deutschen Plattform Onlinefilm.org sollen Filmemacher nach eigenem Ermessen Festpreise für das Anschauen ihrer Filme verlangen und dabei auch einige Konditionen, wie etwa die Verbreitungsregion oder die Nutzungsdauer, festlegen können. Schnittstellen zu anderen System wie iOS oder Roku erlauben es den Nutzern die Filme auch zeitversetzt auf verschiedenen mobilen Abspielgeräten oder als HDTV auf dem Fernseher zu betrachten. Mit den beiden Neuerungen schlägt Vimeo einen neuen Weg zur Finanzierung der Plattform und bei der Einnahmenbeteiligung der Inhaltehersteller ein. Während Tip Jar an Crowdfunding erinnert, ist insbesondere Pay-per-view bei free-to-view Websharing-Plattformen eigentlich anachronistisch. Dort verdient man, wie bei YouTube, üblicherweise Geld durch das Schalten von Werbung. Vimeo könnte es mit dem neuen Geschäftsmodell aber gelingen weiterhin sein Qualitätsimage zu kultuvieren. Pre-Roll oder andere aufdringliche Werbung wird, wenn es gelingt, verzichtbar. An den Einnahmen der Filmemacher ist das Portal selbstverständlich beteiligt. Vom Spendenteller behält Vimeo bereits jetzt 15% der Einnahmen für sich ein. Aus Sicht des Unternehmens profitieren insbesonders ambitionierte Filmemacher von dem neuen Modell. Vimeo bewirbt das Pilotprojekt damit, dass so in Zukunft Rechteinhaber und Macher direkt in Kontakt mit ihrem Publikum treten und in der Verwertungskette Vertriebe oder andere Mittelsmänner umgehen könnten.

Die Veranstalter des Kölner Afrika Filmfestivals, FilmInitiativ Köln e.V., haben eine Online-Datenbank erstellt, die detaillierte Informationen über afrikanische Filme liefert. Zum Start im September 2012 umfasste die Datenbank 140 Filmtitel. Seitdem wird sie kontinuierlich ausgebaut. Es wird keine möglichst vollständige Filmographie des afrikanischen Kinos angestrebt. Vielmehr geht es darum ausgewählte und in Veranstaltungen erprobte Filme vorzustellen und deren Bezugsmöglichkeiten zu vermitteln. Neben filmographischen Angaben und Portraits von RegisseurInnen werden konkrete Hinweise auf Verleihadressen, Pressetexte und -fotos geliefert. Ergänzt wird die Datenbank durch Erfahrungsberichte aus der (Bildungs-) Arbeit mit afrikanischen Filmen, Berichte von Afrika-Filmfestivals im In- und Ausland sowie Links zu entsprechenden Internetseiten aus aller Welt. Darüber hinaus wollen die Initiatoren Empfehlungen für die Zusammenstellung thematischer Filmreihen zu aktuellen und historischen Themen liefern. Auf diese Weise sollen die Erfahrungen und Kontakte, die FilmInitiativ Köln e.V. in zwei Jahrzehnten bei der Präsentation afrikanischer Filmfestivals und -reihen gesammelt hat, allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Die Filmdatenbank ist dreisprachig (deutsch, französisch, englisch) angelegt. Nur der redaktionelle Teil der Internetseite ist noch nicht vollständig übersetzt.

Wie jedes Jahr hat das Sundance Film Festival im Januar wieder zwölf neue Kurzfilme aus dem aktuellen Festivalprogramm online gestellt. Die Filme können auch nach dem Festival im festivaleigenen YouTube Channel The Screening Room gesichtet werden, der nach dem Zwischenspiel einer Kooperation mit Yahoo wieder aktiviert wurde. Zu den zwölf Filmen gehört auch einer der sieben Preisträger: der Animationsfilm IRISH FOLK FURNITURE von Tony Donoghue (Ireland). Insgesamt wurden 68 Filme aus über 8000 Einreichungen für den Kurzfilmwettbewerb des Festivals ausgewählt. Wegen des wenig restriktiven Reglements sind unter den Wettbewerbsfilmen 2013 auffällig viele Auftragsfilme, die anderswo schon zu sehen waren; wie zum Beispiel REINDEER (Lifestyle Magazin Nowness), THE EVENT (Channel 4) sowie die Musikvideos SERAPH (Sigur Ros) und UNTIL THE QUIET COMES (Flying Lotus). THE EVENT von Julia Pott und SERAPH von Dash Shaw stehen auf der Sundance-Playlist im Screening Room.
URL Sundance Screening Room: www.youtube.com/user/ytscreeningroom

_Human Frames - 96 Filme auf 10 DVDs
Lowave (Paris) hat die zehnteilige DVD Box Human Frames mit Kurzfilmen veröffentlicht. Die Publikation präsentiert rund 100 Filme aus Europa und Asien, die im gleichnamigen Ausstellungsprojekt im Kunst-im-Tunnel in Düsseldorf (2011) und in der Werkstatt der Kulturen in Berlin (2012) gezeigt wurden. In der Kunstfilmreihe beleuchten 77 Videokünstler und Filmemacher aus Europa und Asien zehn Seelenzustände, die das menschliche Dasein ausmachen. Die Themen heißen Glück, Begehren, Wahnsinn, Fanatismus, Angst, Ärger, Melancholie, Isolation, sowie die asiatischen Konzepte des Mono no aware und der Impermanenz. Die Arbeiten porträtieren ein zeitloses und universelles Spektrum menschlicher Gemütszustände, die sich jenseits nationaler, sozialer und kultureller Zugehörigkeiten entfalten. 96 Filme, Trailer, Ausstellungsansichten, 99 Biographien, 15 Stunden, Booklet mit 10 Texten, Untertitel: dt./engl/frz, PAL/NTSC, alle Zonen, Stereo, 16:9 & 4:3, Preis 99 €
URL: https://www.lowave.com/de/projekte/764-human-frames-de
_Claudio Caldini– Experimental Films 1975-1982
Zwölf Filme des argentinischen Filmemachers: Film Gaudí (1975), Baltazar (1975), Ventana (1975), Aspiraciones (1976), Ofrenda (1978), Cuarteto (1978), Vadi-Samvadi (1981), Un enano en el jardín (1981), Gamelan (1981), La escena circular (1982), Templo cerrado (1982) und A través de las ruinas (1982). Blu-Ray DVD, 2 Booklets (Essay von Pablo Marin, Texte von Claudio Caldini), limitierte Auflage (300), Multizone, 79.95 USD; Herausgeber: Antennae Collection (New York)
URL: http://www.antennaecollection.com
Claudio Caldini: http://eldevenirdelaspiedras.blogspot.de/
_Jürgen Reble – Chemical Presence 1996-2011
Fünf in HD digitalisierte handbearbeitete 16mm-Kurzfilme: Tabula Smaragdina (2010), Arktis (2004), Yamanote Lightblast (2006), Zagreb Tram Station (2009) und Liquid Movements (2011). Blu-Ray DVD, 120 Min, no region code, selfpublished 2012, 100 €
URL: http://www.filmalchemist.de/blu_ray.html
_Emerging Artists – AG Kurzfilm und German Films veröffentlichen Sichtungs-DVD
Die AG Kurzfilm und German Films verbreiten demnächst das Filmprogramm "Emerging Artists". Für die Premierenausgabe hat eine Fachjury ein Programm mit acht Arbeiten zusammengestellt: CONFESSIONS WITH AN OPEN CURTAIN, Eli Cortiñas 2011; GAS AVALON, Carsten Aschmann 2011; SOUNDING GLASS, Sylvia Schedelbauer 2011; MEMORY EXTENDED, Yara Spaett 2011; SECHSTER SINN, DRITTES AUGE, ZWEITES GESICHT, Jan Riesenbeck 2012; SNAIL TRAIL, Philipp Artus 2012; ACHILL, Gudrun Krebitz, 2012 und LIKE RATS LEAVING A SINKING SHIP, Vika Kirchenbauer 2012. Inzwischen ist eine Sichtungs-DVD erschienen, die von Branchenvertretern bei German Films oder der AG Kurzfilm angefordert werden kann. Im Frühjahr 2013 erscheint das Programm dann als DCP und auf Blu-Ray Disc für internationale Vorführungen.
Info: http://www.ag-kurzfilm.de/content.php?m1=3&l=de&pid_p=992