Der Deutsche Kurzfilmpreis 2002 in Gold wurde durch Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiss am Mittwoch den 6. November in der Berliner »Kulturbrauerei« für vier Kategorien vergeben.
Die Filmpreise in Gold sind mit einem Preisgeld von jeweils 30.000 Euro verbunden. Aus 147 Filmvorschlägen wurden insgesamt neun Filme für die Kategorien »Spielfilm«, »Animationsfilm« und »Dokumentarfilm« nominiert. Neben neuen Preiskategorien und der Aufhebung der Filmformatbeschränkungen wurde in diesem Jahr die Erweiterung der Längenbegrenzung von bisher 15 auf max. 30 Minuten eingeführt.
Mit dem Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnete Filme:
Spielfilm bis 7 Minuten : "Fetisch" von Richard Lehun
Spielfilm von 7 bis 30 Minuten : "Fremdkörper" von Katja Pratschke
Animationsfilm : "Escape" von Kirsten Winter.
Dokumentarfilm: "Old Choi's Film" von Bin Chuen Choi.
(Vollständige Angabe auch der Nominierungen siehe Rubrik Auszeichnungen).
Die Jury Deutscher Kurzfilmpreis (Spielfilm) entschied in der Zusammensetzung Werner Schneider-Quindeau, Frankfurt/Main (Vorsitzender, Pfarrer u. Filmbeauftragter der EKD), Robin Mallick, Dresden (Filmfest Dresden), Karl-Heinz Schmid, Bremen (Kinobetreiber), Evelyn Schmidt, Berlin (Regisseurin) und Arnold Vaatz, Dresden (MdB). Die Jury Deutscher Kurzfilmpreis (Animations- u. Dokumentarfilm) setzte sich wie folgt zusammen: Detelina Grigorova-Kreck, Wiesbaden (Vorsitzende, Produzentin), Iris Bernhard, Regensburg (Regensburger Kurzfilmwoche), Dr. Lars Henrik Gass, Oberhausen (Int. Kurzfilmtage Oberhausen), Ernst Hirsch, Dresden (Kameramann) und Elfi Mikesch, Berlin (Regisseurin, Kamerafrau).
Ab dem 11. November 2002 gehen die neun nominierten Kurzfilme auf eine Tournee durch mehr als 100 Filmtheater in der Bundesrepublik.
Die Tournee »Deutscher Kurzfilmpreis Unterwegs 2002« wird im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durch die Kurzfilmagentur Hamburg und den Bundesverband Kommunale Filmarbeit in Kooperation mit der AGKino und der Gilde deutscher Filmkunsttheater veranstaltet.
Vom 10. bis 14. Februar lädt der Initiator und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick, in Kooperation mit Filmboard Berlin-Brandenburg (Prof. Klaus Keil) und U.K. Film Council (Paul Trijbits), ein zu diesem Marktplatz für 500 junge Filmemacher und Filmemacherinnen. Der Campus gibt ihnen die Möglichkeit, sich mit etablierten Profis auszutauschen und Kontakte für das zukünftige Berufsleben zu knüpfen.Junge Talente aus den Bereichen Drehbuch, Produktion, Regie, Kamera und Schauspiel werden sich in einem fünftägigen Veranstaltungsprogramm mit der gesamten Bandbreite des Filmschaffens auseinandersetzen.
Der Regisseur Wim Wenders und der Production Designer Ken Adam zählen zu den Paten für den Talent Campus. Zusammen mit Lia van Leer, Gründerin und Leiterin der Jerusalem Cinematheque und der Israel Film Archives, begleiten Wenders und Adam das fünftägige Programm zu den wichtigsten Aspekten des Filmemachens. Während des Campus kommen weitere Profis dazu, wie der Filmkritiker Peter Cowie und der Autor Alessandro Baricco.
Junge Filmemacher aus allen Ländern können sich noch bis zum 6. Dezember 2002 für den Berlinale Talent Campus bewerben - vorausgesetzt, dass sie bereits an einem Film mitgewirkt haben und die englische Sprache beherrschen. Teil der Bewerbung ist ein einminütiger Film, der während der Veranstaltung gezeigt wird. Den Teilnehmern werden anteilig die Reise- und Unterbringungskosten erstattet.
http://www.berlinale-talentcampus.de
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Die Kurzfilmliste ist das einzige deutsche Periodikum, das ausschließlich dem Kurzfilm gewidmet ist. Im Kern ist die Kurzfilmliste eine Beratungshilfe: sie verzeichnet über 1.000 Kurzfilme und Videos bis 60 Minuten Länge, die von einem unabhängigen Gutachtergremium empfohlen werden. Zu jedem Film gibt es eine kurze Beschreibung und Angaben über die Verleihquelle. Ein Verleihverzeichnis und ein Festivalkalender gehören ebenfalls zu den Standards dieser nützlichen Publikation. Auch, wenn nur empfohlene Filme verzeichnet sind, so ist die Kurzfilmliste doch zugleich auch ein Verleihkatalog für Kurzfilme. Der einzige in Deutschland und wichtigste Informationsquelle über Kurzfilme für Spielstellen und Kinos!
Die Kurzfilmliste wird seit 1971 vom Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik, einer kirchlichen, gemeinnützigen GmbH, herausgegeben und beim GEP in Frankfurt von der Redaktion "medien praktisch" betreut.
Ende November war nun zu erfahren, was im Haus schon befürchtet wurde: Die Redaktion "medien praktisch" wird aufgelöst und die Herausgabe des gleichnamigen Magazins eingestellt. Letzteres ist als unabhängige Fachzeitschrift für Medienpädagogik, Medientheorie und Kommunikationskultur einzigartig in Deutschland. Erinnert sei an dieser Stelle an die vergleichbare Einstellung der Medienzeitschrift "Medium" vor einigen Jahren, die keinen Nachfolger auf dem kommerziellen Zeitschriften Markt fand, und bei deren Einstellung auf "medien praktisch" verwiesen wurde.
Mit der Auflösung der Redaktion fällt auch die Arbeitsgrundlage für Erstellung der Kurzfilmliste. Möglicherweise kann sie als Online-Ausgabe vom Partner JFF (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München) fortgeführt werden, doch dies steht in den Sternen. Fakt ist: Die letzte Printausgabe erscheint zum Jahreswechsel 2002/2003.
Hintergrund sind strukturelle Veränderungen beim GEP unter einem neuen Geschäftsführer. Sparkommissar Jörg Bollmann schreibt im Online-Editorial stolz über seine Arbeit:»Die vorbereitenden Arbeiten für den Weg in eine neue unternehmerische Zukunft des Gemeinschaftswerks sind getan«. Die New Economy ist nun auch bei der Kirche angekommen - schade für die Medienpädagogik und die Filmkultur!
Eigener Bericht
http://www.medienpraktisch.de/filmlist/kfl-sfl.htm
Im November hat das Turiner Festival Cinema Giovani zu seinem zwanzigsten Jubiläum eine umfangreiche Datenbank ins Netz gestellt. Jetzt ist es möglich alle Filme, die seit den Anfängen im Jahr 1982 auf dem Festival liefen, zu recherchieren.
Die Torino Film Festival Database (TFF DB) basiert auf den Inhalten der Festivalkataloge der letzten zwanzig Jahre. Allein die Filmeinträge umfassen mehr als 6000 Seiten mit filmografischen Angaben, Stabangaben, Synopsen und meistens auch einem Bild. Außerdem stehen mehr als 4000 Filmemacher-Porträts mit Biofilmografie und Fotos zur Verfügung.
Eine Suchmaschine erlaubt die gezielte Suche nach Filmtiteln, Personennamen und Produktionsjahr. Die Suche lässt sich auf ein Festivaljahr oder ein Produktionsland begrenzen.
Die jüngeren Einträgen sind zweisprachig (Italienisch/Englisch). An der Übersetzung der Daten aus den Jahren 1982 bis 1989 wird gearbeitet. Der Koordinator des Datenbank-Projekts ist Paolo Manera.
Die TFF DB steht allen Internetnutzernbei freiem Zugang offen.
Letztes Jahr startete das Deutsche Filminstitut - DIF (Frankfurt) das Projekt "f_films: female filmworkers in europe". Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau einer Datenbank, die den Beitrag, den Regisseurinnen, Kamerafrauen, Drehbuchautorinnen und Produzentinnen zum europäischen Kino geleistet haben, dokumentieren und sichtbar machen soll.
Gleichzeitig hatte die European Coordination of Film Festivals / Working Group Women and Film ebenfalls eine Frauenfilm-Datenbank initiiert. Die beiden Initiativen bündelten ihre Kräfte und ließen die Daten in eine gemeinsame Datenbank einfließen.
"f_films" umfasst inzwischen über 4000 Filmtitel. Einer großer Teil stammt von den am Projekt beteiligten Frauenfilmfestivals. Da es sich um Katalogdaten handelt, findet der Nutzer / die Nutzerin auch zahlreiche Biografien und Inhaltsangaben, in diesem Fall auch zu nicht-europäischen Filmen und Filmemacherinnen.
Neben detaillierten Filmografien können die Nutzer/innen zusätzliche Bild- und Textdokumente wie Fotografien, Inhaltsangaben, Filmkritiken, Biographien und Interviews recherchieren. Das Material wurde digitalisiert und in die Datenbank eingebunden. Die inhaltliche Erschließung der Dokumente baut auf den langjährigen Erfahrungen des DIF auf. Sie ermöglicht neben Freitextsuche auch strukturierte Suchmöglichkeiten, so dass sich Filmreihen zusammenstellen oder zu wissenschaftlichen Arbeiten die passenden Filme finden lassen.
Quelle und Kontakt: Kerstin Herlt (DIF)
http://www.deutsches-filminstitut.de/f_films/start_neu.htm
Drei Organisationen und das Festival Cinema Jove (Valencia) haben sich zusammengeschlossen um während des 18. Internationalen Filmmarkts beim Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand den gemeinsam den spanischen Kurzfilm zu repräsentieren.
In Ergänzung zu dem Stand mit Sichtungs- und Informationsmöglichkeiten wird am 6. Februar ein Auswahlprogramm spanischer Kurzfilme auf 35mm vorgestellt.
Zu diesem Anlass können Filmemacher aus Spanien noch bis zum 5. Dezember Filme bei den Veranstaltern einreichen (Tráfico de Ideas, Carlos Gil, Madrid).
Nach der Schließung des Lux Centre im Oktober vergangenen Jahres wurde von Ben Cook (ehemaliger Leiter der Lux Distribution) eine Nachfolgeorganisation aufgebaut, die sich insbesondere um die Pflege des Lux-Filmarchivs bemüht (s. unseren Bericht).
Nach mehrmonatiger Vorbereitung nimmt die Nachfolgeorganisation - eine 'not-for-profit limited company' - nun unter dem Namen LUX offiziell die Arbeit auf. Der neue Standort mit Büroräumen und dem Lux-Filmarchiv mit mehr als 4000 Titeln befindet sich in einem ehemaligen Lagerhaus in Dalston, East London. Dort gibt es allerdings keine dem alten Lux Centre vergleichbaren Produktions-, Veranstaltungs- oder Ausstellungsmöglichkeiten. Das neue Lux organisiert Ausstellungen und Filmreihen in Kooperation mit Partnern, wie z.B. aktuell das Programm "Shoot Shoot Shoot - British Avant Garde Film 1966-76" kuratiert von Mark Webber. Das neue LUX versteht sich insbesondere auch als Promotion- und Veranstaltungsagentur.
LUX wurde von London Arts ein fester Zuschuss für den Betrieb 2002-2003 bewilligt, während in verschiedenen Beratungen über die Zukunft von LUX entschieden wird. Ein externer Konsultationsprozess unter der Verwaltung von Arts Council of England, London Arts und der London Film and Video Development Agency, untersucht den Bedarf der künstlerischen Film- und Videoszene in London und wird daraus auch Schlussfolgerungen für die Zukunft des LUX ziehen.
Die neue Organisation hat derzeit 7 feste Mitarbeiter mit Ben Cook als leitendem Geschäftsführer. Dem Aufsichtsrat ('trustees') gehören an: Sandra Hebron, Helen de Witt, Karen Mirza und John Smith.
Neu ist ein zweiwöchentlicher Newsletter "Lux Newswire". Zu den Zukunftsplänen gehört auch das Datenbankprojekt LUXONLINE. Mit einem neuen Webauftritt informiert LUX über die eigenen Aktivitäten und bietet darüber hinaus interessante Informationen über Filme, Videos, Künstler und Veranstaltungen
Die neue Adresse von LUX ist:
LUX,
3rd Floor,
18 Shacklewell Lane,
London, E8 2EZ
Tel: +44 (0)207 5033980
Fax: +44 (0)207 5031606
E-Mail: info
lux.org.uk
Auf der letzten Mitgliederversammlung der European Coordination of Film Festivals wurde Thom Palmen vom Ume? Filmfestival (Schweden) zum Nachfolger von Stefano della Casa (Torino Filmfestival) zum Präsidenten gewählt. Die ECFF ist ein europäisches Netzwerk, dem 185 Festivals als Mitglieder angehören. Zum Ziel der Organisation gehören internationale Kooperationen und die Verbreitung des europäischen Films. Zu den jüngsten Aktivitäten gehören die Tour-Programme "15 by 15: The European Film Heritage", "Docs in Europe" und "Europe in Shorts" (1-7) sowie die Koordination der "Jameson Short Film Awards".
In der ersten Förderphase des Jahres 2002 hat das Instituto de la Cinematografía y de las Artes Audiovisuales (ICAA) 34 fertiggestellte Kurzfilme mit einer Gesamtfördersumme von 215.459 Euros unterstützt. Es wurden Summen zwischen 1.000 und 17.000 Euros bewilligt. Zu den geförderten Filmen gehören unter anderem die international erfolgreichen Titel "Bamboleho" (Produktion: Factotum, 16.368 Euros) und "Brasil" von Dr. T PC (7.044 Euros).
Außerdem erhielten 19 Kurzfilmprojekte eine Unterstützung von insgesamt 109.000 Euros.
Quelle: ICAA del Ministerio de Educación y Cultura
Der deutsche Kulturstaatsminister, Julian Nida-Rümelin, wird in diesem Jahr die Herstellung von zehn Kurzfilmen mit einer Prämie von jeweils bis zu 12.500 Euro fördern.
Die Auswahl der Kurzfilmprojekte erfolgte auf Vorschlag der Jury Deutscher Kurzfilmpreis. Insgesamt gab es 63 Bewerberinnen und Bewerber. Die Jury entschied in der Zusammensetzung Iris Bernhard, Regensburg (Regensburger Kurzfilmwoche), Detelina Grigorova-Kreck, Wiesbaden (Vorsitzende der Jury/ Produzentin), Elfie Mikesch, Berlin (Regisseurin, Kamerafrau), Dr. Lars Henrik Gass, Oberhausen (Internationale Kurzfilmtage Oberhausen) und Ernst Hirsch, Dresden (Kameramann).
Die Produktion folgender Kurzfilme - 6 Spielfilme, 3 Animationsfilme, 1 Dokumentarfilm - wird gefördert:
"Arie" (Finimondo Productions, R: Gianluca Vallero), "Die Eisbaderin" (Balance Film, R: Alla Churikova, "Nachmittagsprogramm" (Movietracks, R: Lola Randl), "Eine indiskrete Reise" (Michael Henrichs Filmproduktion, R: Michael Henrichs und Olivia Lory Kay), "Mann und Frau" (Prod/R: Hyekung Jung), "Der Briefträger" (Studio 99 Filmproduktion, R: Nana Djordjadze), "Closed System" (Lauenstein & Lauenstein, R: Christoph Lauenstein), "Natura Morta" (Miki Emmrich u. Jan Brandt; R: Cristiano Civitillo), "Warten auf die Kükenzeit" (PM-Filme H.H. Häßler, R: Bilhan Derin), "La Vita é Guzzi" (Gian-Piero, R: Pete Parwich).
Quelle: BKM-Filmreferat K 35, PM 498_02
Prof. Julian Nida-Rümelin gibt zugunsten seines Lehrstuhls an der Universität Göttingen das Amt des Kulturstaatsministers auf. Er ist dort bereits seit 1998 beurlaubt. In den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit als Staatsminister hat er sich u.a. für eine Reform der Filmförderung eingesetzt.
Seine Nachfolgerin ist die parteilose Literaturwissenschaftlerin Christina Weiss. Sie war bis 2001 10 Jahre lang Kultursenatorin von Hamburg.
Unter dem Motto "Experiment Zukunft" findet am 31. Oktober der 8. bundesweite Aktionstag der Kommunalen Kinos statt. Im Mittelpunkt stehen Nicht-Film-Formate, deren Distributionssystem das Internet ist und die Frage, ob dort inzwischen ein vitales anderes 'Kino' entstanden ist.
In einigen Kinos wird an diesem Tag ein 'live stream' aus dem ZKM Karlsruhe übertragen. Verschiedene Beiträge, u.a. von David Larcher und Támas Waliczky, stellen darin unterschiedliche technische Entwicklungen sowie exemplarische künstlerische Anwendungen von Streaming Media vor.
Das nächste World Wide Video Festival (Amsterdam) wird im Mai 2003 stattfinden. Damit hat das weltweit älteste Videofestival zugleich mehr Zeit um zum 20jährigen Bestehen eine umfangreiche Jubiläumsausgabe vorzubereiten. Bereits geplant sind Soloausstellungen von Eder Santos, Marina Abramovic und Waalid Ra'ad. Veranstaltungsort ist die riesige Halle des Passenger Terminal Amsterdam. Das Festival beginnt am 8. Mai und wird auch in Zukunft im Frühjahr stattfinden.
Das für die Woche vom 2. bis 9. September geplante KaraFilm Festival wurde wegen der Wahlen in Pakistan verlegt. Ein neuer Termin wurde noch nicht angekündigt. Die angemeldeten Filmemacher werden direkt informiert.
Wegen interner Differenzen der Organisatoren beim ersten Festival de Cine Alicante (Oktober 2002) wird es in Zukunft zwei Kurzfilmfestivals in Alicante geben. Der Leiter des jetzigen Festivals, Iván Ortiz Mas, plant unter den Namen "Festival de Cine - Ciudad de Alicante Costablanca" für den 5.-12. April 2003 ein neues Festival, während die stellvertretende Leiterin, Ana Muriel, beabsichtigt unter dem alten Namen vom 14. bis 21. Dezember ein eigenes Festival zu veranstalten.
Die amerikanische Organisation Film Arts Foundation ist seit dem 19. September umgezogen. Die neue Adresse ist: 145 Ninth Street, #101, San Francisco, CA 94103. Die Telefon- und Faxnummern sind geblieben.
Quelle: Film Arts FLASH
Das Florida Film Festival in Orlando wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences als weiteres qualifizierendes Festival für die Nominierung der Kurzfilm-Oscars anerkannt. Der erste Film, der sich damit qualifizierte ist "Bus 44" von Dayyan Eng (USA/ Hong Kong) mit dem Grand Jury Award for Best Narrative Short des Florida Film Festival.
Insgesamt stehen weltweit knapp 50 Festivals auf der Liste der Academy. Die Filme dieser Festivals sind, insofern sie dem übrigen Reglement entsprechen, 'automatisch' zur Teilnahme am Wettbewerb um einen Oscar® qualifiziert, wenn sie in der entsprechenden Kategorie den Hauptpreis gewonnen haben. In Deutschland sind neben der Berlinale und dem Stuttgarter Animationsfilmfestival, die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen das einzige deutsche Kurzfilmfestival mit der entsprechenden Anerkennung.
Die (z.Zt. noch nicht aktualisierte) Liste kann unter folgender URL eingesehen werden:
http://www.oscars.org/74academyawards/rules/rules_shortfest.html
Dem Filmbüro NW mit seinen 200 Mitgliedern - im Bundesland Nordrhein-Westfalen arbeitende Filmschaffende wie Autoren, Produzenten, Kameraleute, Regisseure, Cutter - wurde am 8. 7. 2002 von der Landesregierung mitgeteilt, dass das Filmbüro im Haushaltsplanentwurf 2003 nicht mehr vorkommt. Die Landesregierung will die Filmbüro-Struktur auflösen und die Arbeit von der Filmstiftung NRW fortführen lassen. Als Begründung wird der Kostenaufwand genannt.
Der gegenwärtige Jahresetat des Filmbüro beträgt 1,7 Mio Euro - der Etat der Filmstiftung 37,8 Mio Euro. Aus dem Haushaltsansatz für das Filmbüro sollen im Jahr 2003 ca. 1,5 Mio Euro der Filmstiftung NRW überschrieben werden.
Damit steht eine eigenständige kulturelle Filmförderung - neben der wirtschaftlichen Filmförderung - in Nordrhein-Westfalen auf dem Spiel. Das Filmbüro NW wurde 1980 als Verein gegründet und hat seitdem seinen Sitz in Mülheim an der Ruhr. Der Verein war und ist maßgeblich daran beteiligt, dass sich Nordrhein-Westfalenzu einem "Filmland" entwickelte. Mit der geschaffenen kulturellen Infrastruktur legte das Filmbüro das Fundament für die (spätere) Entwicklung des Medienstandortes.
Wie das Ökomedia Institut Freiburg mitteilt, wurde im Juni der internationale Dachverband der Umweltfestivals "ECOmove International e.V." gegründet. Das Ökomedia Institut hat die Sekretariatsaufgaben des Vereins übernommen. Neben der Vorbereitung von ECOmove 2003, dem Festival der Umweltfestivals in Berlin, ist der Verband auch für das filmische Rahmenprogramm zum Umweltgipfel in Johannesburg verantwortlich. Den Delegierten der UN und den Besuchern des Umweltgipfels zeigten Filmfestivals aus sechs Ländern eine Auswahl ihrer besten Filme.
Kontakt: ECOmove Vorstand Karina Juchelka, Ökomedia Institut für umweltbezogene Medienarbeit e.V., Nussmannstr. 14, 79098 Freiburg, Tel: +49 (0)761 5109244; E-Mail: k.juchelka
oekomedia-institut.de
Ab 1. Juli haben Annika Blunck und Rebecca Picht die Leitung des Internationalen Festival für Film, Video und Neue Medien in Basel übernommen. VIPER 22 findet vom 3.10. - 27.10.2002 statt.
E-Mail: info
viper.ch
Der Filmemacher ("Shadows") und frühere Leiter des IFP/West Los Angeles Film Festivals, Mitch Levine, hat wenige Tage vor Beginn des Palm Springs International Festival of Short Films, dem größten Kurzfilmfestival in den Vereinigten Staaten, die Leitung übernommen.
Gleichzeitig gab das Festival die Einrichtung eines neuen Kodak Award for Best Student Cinematography bekannt. Der Gewinner des Wettbewerbs erhält eine Einladung zur Präsentation beim Cannes Film Festival. Außerdem spendiert Kodak den Preisträgern des Palm Springs Festival Filmmaterial im Wert von $ 7,500.
Infolge des Zusammenbruchs des Kirch-Medienkonzerns wurde der Online-Wettbewerb Shorts Welcome vom italienischen Tiscali-Konzern übernommen. Das Online-Festival für Kurzfilme ist künftig über das deutsche Tiscali-Portal http://www.tiscali.de erreichbar. Die eigenständige Web-Adresse bleibt aber auch bestehen. Dirk Plechinger, bislang Produktmanager shorts-welcome bei der Kirch Intermedia, wird das Online-Festival weiterhin betreuen.
Shorts-welcome ist seit etwa zwei Jahren online. Jeden Monat stehen dort bis zu zehn Kurzfilme im Wettbewerb. User sowie eine wechselnde prominente Fachjury aus der Film- und Internetbranche wählen jeweils einen Monatssieger, aus denen wiederum zwei Jahressieger ermittelt werden.
Die Veranstalter des japanischen Short Video Festivals laden Filmemacher und Videokünstler ein, sich an dem Videofestival im Rahmen der zweiten Triennale in der Echigo-Tsumari-Region zu beteiligen. Das besondere an der Triennale, die alle Kunstbereiche umfasst, ist, dass sie im öffentlichen Raum stattfindet. So werden auch die Videoarbeiten - überwiegend auf Monitoren - auf Straßen, in Restaurants, Hotels und überall, wo sich Leute treffen und diskutieren können gezeigt. Die Echigo-Tsumari-Region ist mit ihren 6 Gemeinden eine ländliche Region mit einer alten Tradition im Reisanbau, die in Folge von Modernisierungen und agrarpolitischen Veränderungen von Abwanderung und dem Verlust kultureller Traditionen bedroht ist. Die Triennale ist Teil eines Projekts zu Revitalisierung der Region, ihres lokalen Lebensstils und ihrer natürlichen Ressourcen. Das Thema des Short Video Festivals 2003 lautet deshalb "Human Beings as a Part of Nature". Die Ausrichter der Veranstaltung, die Art Front Gallery in Tokyo, laden Künstler und deren Arbeiten ein sich an einem Dialog zu diesen Themen zu beteiligen. Etwa 40 bis 50 Arbeiten sollen ausgestellt werden. Eine internationale Jury, der u.a. Hou Hanru (Shanghai Biennial 2000), Barbara London (MoMa NY) und Shiroyasu Suzuki (Tama Art University) angehören, trifft die Auswahl. Der Anmeldeschluss ist der 5. November. Die Triennale findet vom 20. Juli bis 7. September 2003 statt. Bei der Preisverleihung am 24. August 2003 werden Preisgelder von insgesamt 2 Mio Yen vergeben.
An der ersten Triennale 2000 nahmen 148 Künstler aus 32 Ländern teil. Die Dokumentation dieser Veranstaltung im Internet gibt einen guten Eindruck ihrer Konzeption.
Kontakt und Info: Echigo-Tsumari Art Triennial, Video Competition Section, c/o Art Front Gallery, Hillside Terrace A, 29-18 Sarugaku-cho, Shibuya-ku, Tokyo, Japan 150-0033; Tel: +81 (0)3 34764360, Fax +81 (0)3 34764874; E-Mail: tsumari
artfront.co.jp
Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin hat eine Neuordnung des Reglements des Deutschen Kurzfilmpreises sowie eine verbesserte Förderung des Kurzfilms veranlasst. Die Neuerungen basieren sowohl auf Vorschlägen des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien als auch auf Anregungen des von ihm initiierten "Runden Tisches Kurzfilm", an der auch die Gründungsmitglieder der AG Kurzfilm teilnahmen. Mit den Neuerungen wird eine lange Zeit überfällige Reform durchgeführt. Die veralteten und realitätsfernen Regelungen werden seit langem in der Kurzfilmszene kritisiert und waren auch an dieser Stelle Gegenstand der Kritik (s.a. unser Thema des Monats Januar).
Bisher war für die Teilnahme am Deutschen Kurzfilmpreis eine Laufzeit von 7 bis 15 Minuten und eine sogenannte Kinoeignung Voraussetzung. Die Laufzeit wird nun auf 30 Minuten verlängert. Neu ist auch die Kategorisierung des Deutschen Kurzfilmpreises nach Genres (Spielfilm, Dokumentarfilm und Animationsfilm). Zusätzlich wird ein - fakultativer - Sonderpreis für Filme von 30 bis 78 Minuten Laufzeit eingerichtet.
Weitere Neuerungen sind die Aufhebung der bisher geltenden Beschränkungen auf 16- oder 35 mm-Film, die Zulassung von Musikvideos im Rahmen der allgemeinen Preiskategorien und die Einbeziehung fernsehproduzierter Kurzfilme in den Auswahlwettbewerb. Die Preisgelder werden gegenüber der derzeitigen Prämienregelung um insgesamt 65.000 Euro aufgestockt.
Die bisher aus acht Personen bestehende Gesamtjury Deutscher Kurzfilmpreis / Produktionsförderung Kurzfilm (B) wird um zwei Mitglieder erweitert und in zwei aus jeweils fünf Personen bestehende Jurys aufgeteilt werden; die eine Jury wird allein den Spielfilmbereich, die andere den Dokumentar- und Animationsfilmbereich sowie die Produktionsförderung aller Genres betreuen.
Die Auswirkungen der Reform auf die Produktionsförderung Kurzfilm können erst im Jahre 2003 umgesetzt werden, da das Ausschreibungsverfahren für 2002 mit dem Einreichtermin 1.6.2002 bereits abgeschlossen ist.
Die Neuordnung des Deutschen Kurzfilmpreises wird jedoch noch in diesem Jahr realisiert. Der Einreichtermin für Vorschläge von Verbänden und Einrichtungen des deutschen Films bleibt unverändert der 1. August 2002.
Quelle: Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung Nr. 369/02
Die Leiterin des Flickerfest International Short Film Festival, Bronwyn Kidd, hat bekanntgegeben, dass die Organisation ihre Tätigkeit um den Vertrieb australischer Kurzfilme in In- und Ausland erweitern wird. Verschiedene Faktoren haben dies begünstigt - wie der Aufbau internationaler Kontakte in den letzten 12 Jahren und die häufigen Anfragen internationaler Fernsehanstalten und Institutionen nach dem Ankauf australischer Kurzfilme. Laut Kidd, "hat das Flickerfest bereits in den letzten fünf Jahren einen lokalen Distributionszweig für internationale Filme in Australien ausgebaut und möchte nun seine guten internationalen Kontakte und Verkaufserfahrungen nutzen, um auch australische Filme auf dem internationalen und nationalen Markt zu fördern".
In den letzten Monaten war Flickerfest damit beschäftigt, einen Katalog australischer Qualitäts-Kurzfilme und Animationen zu lizenzieren. Dazu gehören Titel wie Nicholas Tomnay's preisgekrönter Film "The Host" und Rachel Griffth's neuester Kurzfilm "Round About".
In Europa hat Flickerfest Films Short Film Bureau seinen ersten Auftritt auf dem Filmmarkt des Cinema Jove in Valencia.
Büroadresse:
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Die französische Kurzfilmagentur in Paris hat folgende Titel neu aufgenommen: "17-10-61" von Renaud Séguier & Richard Volante, "Hardi!" von Pierre Meunier, "Les inévitables" von Christophe Le Masne, "Comme un seul homme" von Jean-Louis Gonnet, "Je m'appelle" von Stéphane Elmadjian, "Un océan de blé" von Pascale Rocard und "Verte" von Christophe Monier.
Unter dem Titel "Feine deutsche Kurzwaren" bringt Bitfilm, nach der Auswertung als Streaming Video, einige der Klassiker in ihrem Programm, auf DVD heraus (u.a. die Oscar-Preisträger "Schwarzfahrer", "Balance" und "Quest"). Diese Ausgabe ist die erste einer geplanten Serie. Die DVD-Reihe Bitfilm SMS (Short Movie Selection) wird gemeinsam mit Euro Ralph produziert.
Das legendäre Flaherty Seminar findet dieses Jahr vom 14. bis 21. Juni in Poughkeepsie, NY, im Hudson Valley statt. Mit der Programmgestaltung wurde Ed Halter (Leiter des NY Underground Film Festival) beauftragt. Er formuliert als zentrale Frage des Seminars: »What kind of artist keeps a faith in cinema after its many deaths?«. Zu seinen Gästen zählen Jem Cohen, Jeff Krulik, James Fotopoulos, Elisabeth Subrin, Roddy Bogawa, Sam Green, Suki Hawley, Michael Galinsky, Kevin Everson, Robert Banks und Ela Troyano.
Das Filmseminar wurde 1955 von Robert J. Flaherty gegründet und fand ursprünglich auf der Flaherty Farm in Vermont statt.
In der 11. Ausgabe der wichtigsten Kunstausstellung in Deutschland spielen Film und Videokunst eine zentrale Rolle, während Malerei und Skulptur vergleichsweise in den Hintergrund treten. Insbesondere dominieren dokumentarische Arbeiten. In diesem Genre sind u.a. vertreten: der Nigerianer Muyiwa Osifuye, der Südafrikaner David Goldblatt und Lisl Ponger (Wien).
15 Tage vor der Documenta startete in Frankfurt die "Europäische Biennale zeitgenössischer Kunst" - Manifesta 4 (25.05. - 25.08.2002). Frankfurt hat sich schwer ins Zeug gelegt, den Zuschlag für die Wander-Biennale zu bekommen. Und zwar sowohl institutionell, d.h. alle namhaften Kunstinstitutionen und ihre Kuratoren sind beteiligt, als auch finanziell mit immerhin 1,3 Mio Euro städtischer Förderung. Sogar die Kunstmesse ART Frankfurt wurde verlegt, damit Frankfurt jetzt "im Zentrum des europäischen Kunsttourismus" (Nicolaus Schaffhausen, Leiter des Kunstvereins) steht. Bei der Eröffnung verglich Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth die Ausstellung dann auch voller Stolz mit der Biennale von Venedig. Wenig später konnte man sie ratlos vor einer Videoinstallation von Jeanne Faust sehen, aber ähnliche Erfahrungen machten auch eingeweihtere Ausstellungsbesucher ...
Während das Kuratorenteam, Lara Boubnova (Sofia), Nuria Enguita Mayo (Barcelona) und Stéphanie Moisdon Trembley (Paris) damit kokettierte, kein thematisches Konzept gehabt zu haben, zeugen fast alle ausgewählten Werke der meist jungen, unbekannten Künstler, von einem Überhang konzeptioneller Strategien. Wer auf der Manifesta sinnlich-ästhetische Erfahrungen sucht, wird enttäuscht. Wie auch schon bei vielen anderen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst fehlt die Malerei fast komplett und stehen Foto- und Videoarbeiten im Vordergrund. Die Single-Channel-Arbeiten unter ihnen sind überwiegend soziologisch-dokumentarische Beobachtungen - stilistisch jenseits herkömmlicher filmästhetischer und filmhandwerklicher Kriterien.
Zentraler Ausstellungsort für diese Arbeiten, neben Installationen an vielen anderen Standorten in der Stadt, ist eine Halle im Annex des Städelschen Kunstinstituts. Dort werden vier Videoprogramme in einer "Video Landscape" präsentiert.
Was ist eine "Video Landscape"? 4 x 2 Leinwand-Paare sind von der Decke abgehängt und von ebenfalls geflogenen Videobeamern bespielt. Wenn man den, im übrigen leeren,Saal betritt, bietet sich in der Gesamtschau ein interessantes Bild - eine gestaltete Videolandschaft mit einem bunten Flackern in der Luft. Geräuschlos zumal, da der Ton nur über Funkkopfhörer zu hören ist. Aber, was wie eine gute Gesamtkonzeption aussieht, entpuppt sich schnell als Hindernis einzelne Programme oder Videoarbeiten auch wirklich zu sehen! Denn es ist schlicht unmöglich sich auf nur eines der Leinwandsegel zu konzentrieren. Unter jeder Bildwand bietet sich nur ein einziger Fernseh-Liegesessel für knapp 1 1/2 Personen an, so dass der Parcours nur im Stehen absolviert werden könnte. Und das bei einer Gesamtprogrammlänge von knapp zweieinhalb Stunden! Hinderlich auch, dass der Kegel der Tonbestrahlung für die Kopfhörerempfänger wegen der dichten Hängung der Arbeiten so eng ist, dass bereits die geringste Kopfwendung Interferenzen mit Störsignalen verursacht. Bestenfalls hört man die Tonspur des Nachbarvideos. Dies bewirkt wiederum bei den Ausstellungsbesuchern zwangsläufig eine Wander- und Pendelbewegung zwischen den Projektionen. Es ist kaum anzunehmen, dass einer der Ausstellungsbesucher auch nur 5 Minuten konzentriert wahrnimmt. Unmöglich auch zu erkennen, dass es sich, um vier 'kuratierte' Programme handelt, die je in einem konzeptionellen Zusammenhang stehen. Denn noch nicht einmal dies, geschweige denn die Titel der Arbeiten oder Namen der Künstler, erfährt man in der Ausstellungshalle selbst, sondern allenfalls zufällig beim Herausgehen auf einen Wühltisch im Foyer, auf dem eine unscheinbare Programmzeitung ausliegt. Arbeiten, die unter solchen Bedingungen ausgestellt sind, können nicht gesehen, sondern nur übersehen werden. Sichtbar bleibt nur die Arbeit der Kuratoren, wobei sich aber hier der Wortsinn in sein Gegenteil verkehrt.
(Eigener Bericht/Kommentar: Reinhard W. Wolf)
Anfang April erfuhren die "Freunde" aus der Presse der Senat von Berlin habe auf einer Spar-Klausur beschlossen, im Rahmen von Einsparungen im Kultursektor die Mittel für die Freunde der Deutschen Kinemathek e.V. und das Kino Arsenal für das Haushaltsjahr 2002 um den Betrag von 150.000 EUR zu kürzen. Das entspricht praktisch 100% des operativen Budgets nach Abzug der fixen Kosten. Eine Fortsetzung der seit fast vier Jahrzehnten erfolgreichen Arbeit wäre nicht mehr möglich.
Nicht zuletzt auf Druck einer weltweiten Solidaritätswelle - die "Freunde" sind schließlich auch als Ausrichter des "Forum des jungen Films" international bekannt und geschätzt - gab es am 19. April endlich ein Gespräch mit dem zuständigen Kultursenator von Berlin. Dr. Thomas Flierl (PDS) sicherte zu, dass die beabsichtigte Kürzung für das laufende Haushaltsjahr zurückgenommen wird, aber im folgenden Jahr 75.000 EUR eingespart werden sollen. Damit ist zwar zunächst die Schließung der renommierten Einrichtung abgewendet, jedoch keine Lösung vorgeschlagen, die den Fortbestand über das Jahr hinaus sichert, zumal gleichzeitig die Übernahme eines Defizits aus dem Jahr 2001 abgelehnt wurde.
Strukturell erinnern die Begleitumstände an die Probleme des Londoner Lux (wir berichteten): Durch den Umzug in das Filmhaus am Potsdamer Platz sind hohe Miet- und Betriebskosten entstanden, die eine kulturelle Institution nicht aus eigenen Einnahmen erwirtschaften kann. Der Umzug in den luxuriösen Neubau in eine der Toplagen Europas (Sony Center) war vom Senat gewollt und veranlasst!
Auch in anderer Hinsicht entspricht die Politik der Verantwortlichen einem leider gängigen Muster. Überall in Deutschland wurden in den letzten Monaten sogenannte Sparhaushalte vorgelegt, unter denen insbesondere Kommunale Kinos - für die das Arsenal frühes Vorbild und Modell war - zu leiden haben. Allein seit Anfang des Jahres wurden drei Fälle bekannt (Kommunales Kino Lübeck, Latücht in Neubrandenburg und CinéMayence in Mainz), bei denen versucht wurde pauschal zu kürzen. Nur unter größten Mühen konnte klargemacht werden, dass solche Einrichtungen keinen Sparspielraum haben, da sie ohnehin seit Jahren unter allerschwierigsten Bedingungen arbeiten und jede Kürzung den Todesstoß versetzen würde. Denn, innerhalb der Kulturetats sind Film und Kino ohnehin schon das Stiefkind der Förderung. So auch in Berlin.
Die Uninformiertheit und das Desinteresse der Politik an filmkulturellen Einrichtungen in Deutschland ist eklatant und skandalös. So wird insbesonders auf kommunaler Ebene gegenwärtig - oft aus Unwissenheit und Konzeptionslosigkeit - einer lebendigen Filmkultur flächendeckend und nachhaltig der Boden entzogen. Da die Finanznot der Städte und Gemeinden aber unabweisbar ist und zum großen Teil auf Belastungen beruht, die von den Ländern und dem Bund verursacht oder auf sie abgewälzt wurden, ist es jetzt dringend an der Zeit, dass Bund und Länder - so wie sie die Filmwirtschaft und gewerbliche Kinos fördern - sich an der Förderung kultureller Kinos und lokaler Filminstitutionen beteiligen.
Zur großen Überraschung der Filmindustrie hat der legendäre Produzent Bob Weinstein einem 28 Jahre jungen Filmstudenten einen Vertrag bei Miramax's Dimension Film für gleich drei Spielfilme angeboten, nachdem er dessen Kurzfilm gesehen hat. Der Glückliche heißt Eduardo Rodriguez. Der venezuelanische Student hat seinen Kurzfilm "Daughter" - ein 15-minütiger Horrorfilm - als Abschlussfilm an der Florida State University Film School gedreht. (Quelle: Variety)
Festival de Cannes organizers have selected Martin Scorsese as president of the event's Short Film and Cinefondation jury. He explained his involvement with the words, »I try to do for others what my own teachers did for me: to help me find a pathway that I hadn't known was there and that I could then call my own.«
Wie die Filmoteca Regionale Siciliana mitteilte, musste das Videokunst- und Filmfestival L'immagine leggera (Palermo) aus finanziellen Gründen auf noch unbestimmte Zeit in den Herbst verschoben werden. Bereits eingesandte Filme werden archiviert und beim kommenden Festival berücksichtigt. Die Autoren werden über den neuen Termin informiert, sobald er feststeht.
Im neuen Verleihkatalog bietet "interfilm berlin" auf 90 engbedruckten Seiten 250 verschiedene Kurzfilme an. Dabei handelt es sich »um ein breites Spektrum kurzer Werke, die von politisch bis bizarr, von heiter bis tragisch, einen Einblick in die Produktion der letzten Jahren ermöglichen.« Neben Filmen im Kinostandardformat 35mm hat interfilm auch viele 16mm-Filme, Videos und S-8-Filme im Verleih, die sonst eher schwierig zu bekommen sind. Die Titel können alle einzeln bestellt werden, doch eine Spezialität des Berliner Verleihs sind die thematischen, abendfüllenden Filmprogramme. Derzeit werden 25 Programme angeboten. Der Verleihstock wächst ständig, da "interfilm berlin" der Veranstalter des gleichnamigen Kurzfilmfestivals ist, das über ein Archiv von über 8.000 Kurzfilme verfügt.
Der neue Verleihkatalog steht auch im Internet als (ziemlich große) PDF-Datei zum Download bereit.
Das Europäische Institut des Kinofilms in Karlsruhe vermittelt für Studierende europäischer Filmschulen Praktikantenstellen als Assistenten oder Beobachter ("stageurs") bei internationalen Filmproduktionen außerhalb ihres eigenen Heimatlandes. Das EIKK deckt im Rahmen seines "European Film Students' Graduate Placement Programm" mindestens alle Kosten für eine Periode von zwei bis drei Wochen.
Die Internet-Plattform Bitfilm hat mit dem größten deutschen Internet-Dienstleister T-online einen Lizenzvertrag für die Verbreitung von Kurzfilmen abgeschlossen.
Bitfilm beliefert nun exklusiv das neue, im März auf der CEBIT vorgestellte, Breitbandportal T-Online-Vision. Auf der Grundlage der T-DSL-Technik ist T-Online-Vision eine Vermarktungsplattform für Content auf Basis moderner Streaming-Technologien. Das Programm beinhaltet unter anderem Live-Streamings von Online-Events, Multiplayerfähige Spiele, Musik-Streamings, interaktive Filme und Kurzfilme. Die Nutzung ist kostenpflichtig. Der Abruf eines Kurzfilms kostet derzeit 99 Cents. Das Repertoire besteht momentan aus folgenden 12 deutschen Titeln: "Und Tschüss", "Das Taschenorgan", "Tour Eiffel", "Handle with Care", "Für dich mein Herz", "Eintagsliebe", "Hingerichtet", "Die Aufschneider", "Silikon", "Bild ohne Titel", "Rad" und "Oberstube".
Die Filme, der mit öffentlichen Mitteln geförderten Bitfilm (s.a. unser Bericht im letzten Magazin), waren kostenlos zu sehen. Zwischenzeitlich ist Bitfilm nur noch mit einer einzigen Seite online. Dort werden vorübergehend noch die "Greatest Hits" im Real-Player-Format - auch für langsame Verbindungen - angeboten.
Seit April 2002 gibt es auf der Website Short Film Exchange der Kurzfilmtage Oberhausen eine neue Rubrik "Filmhochschulen". Da eine große Anzahl der Wettbewerbsbeiträge der Kurzfilmtage Oberhausen von Filmschulen kommt, lag es nahe auch diese selbst vorzustellen.
Neben Informationen über Studiengänge und Lehrkräfte werden auch ausgewählte Studentenfilmen präsentiert, die Dank der Kooperation mit Bitfilm als Streaming-Videos zu sehen sind.
Zunächst stehen Informationen über die deutschen Hochschulen dffb Berlin, KHM Köln, Filmakademie Ludwigsburg und HFF "Konrad Wolf" im Netz. Weitere Schulen folgen. "Filmhochschulen Online" soll in Kooperation mit Bitfilm zukünftig sogar zu einer weltweiten Plattform ausgebaut werden.
Der Kurzfilm "Gregors größte Erfindung" von Johannes Kiefer wurde am 12. Februar von der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences als einer von nur fünf Filmen in der Kategorie "Best live action short film" für die diesjährigen Academy Awards nominiert.
"Gregors größte Erfindung" ist eine poetische Komödie, die von einem jungen Mann handelt, der für seine Grossmutter, die nicht mehr gehen kann, eine Art Fluggerät als Gehhilfe bastelt, um ihre Unterbringung in einem Altenheim abzuwenden.
Der aus München stammende und jetzt in Berlin lebende Filmemacher hat den 11-minütigen Film mit Unterstützung der Filmförderung Berlin-Brandenburg selbst produziert. "Gregors größte Erfindung" wurde von vielen Festivals, insbesondere in den USA, eingeladen. Die Voraussetzung für die Bewerbung um einen Oscar® war dort schliesslich mit dem Gewinn des ersten Preises beim International Short Film Festival 2001 in Los Angeles erfüllt worden.
Die Nominierung belegt einmal mehr, dass der deutsche Film derzeit international vor allem vom Kurzfilm erfolgreich vertreten wird.
1992 rief der Produzent Jack Ofield eine Kurzfilmanthologie für das amerikanische öffentliche Fernsehen ins Leben. "The Short List", wie die Filmreihe später genannt wurde, bringt seitdem Jahr für Jahr die Kunst des Kurzfilms ins öffentliche Fernsehen. Die Reihe wird landesweit über American Public Television ausgestrahlt und ist eine Koproduktion mit Cox Channel 4 San Diego. Produziert wird sie im Production Center for Documentary & Drama an der San Diego State University in Zusammenarbeit mit dem Kodak Worldwide Independent Emerging Filmmakers Program. Die bahnbrechende Filmschau wurde in vier aufeinanderfolgenden Jahren – 1998, 1999, 2000 und 2001 – mit einen Emmy ausgezeichnet.
In den USA laufen zurzeit auf PBS-Sendern und Cox Channel 4 insgesamt 26 halbstündige Programme von "The Short List", in Kanada werden über Movieola 39 Programme ausgestrahlt; sie erreichen etwa 7-10 Millionen Zuschauer. Die derzeit in den USA gesendeten Kurzfilmprogramme umfassen 79 Filme aus 22 Ländern, darunter Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen, ein Musikvideo und einen Experimentalfilm. Zehn der Filme stammen aus Deutschland: "Hartes Brot" (Natalie Percillier), "Ein einfacher Auftrag" (Raymond Boy), "Ordinary Love", "Rattenskat" (Lacey/Haude), "Love" (Orth/Goetz), "Adrian und der Wolf" (Sylvie Lazzarini), "Kunstflug", "Handle With Care" (Buddenberg/Trees), "Fluchtversuch" (Franz Winzentsen) und "Seilbahn" (Claudia Rorarius). Darüber hinaus erhalten jährlich fünf FilmemacherInnen, deren Arbeiten in "The Short List" ausgestrahlt werden, einen Kodak-Förderpreis in Form von Filmmaterial im Wert von 2.000 US-Dollar. Bis heute sind 26 FilmemacherInnen in den Genuss dieses Förderpreises gekommen, darunter Greg Eliason (USA), Eric Jameux (Frankreich), Natalie Percillier (Deutschland), Nicolas Salis (Frankreich).
Von Los Angeles bis Istanbul, Chicago bis Manila, New York bis Bombay, überall wählen Jack Ofield, Helen-Maria Erawan und ihr Produktionsteam Dramen, Komödien, Dokumentar- und Animationsfilmeaus, die "gut geschrieben, schön gefilmt, präzise geschnitten, solide gespielt und sendefähig produziert sein müssen. Die Auswahl der Filme erfolgt einzig und allein aufgrund der künstlerischen und technischen Leistungen, der Originalität der Storyline und der Qualität der schauspielerischen Leistung," so Ofield.
Das Team von "The Short List" sichtet das ganze Jahr über. Es gibt keine Auflagen, was das Produktionsjahr angeht. Die Einreichung der Filme ist kostenlos. Die Frage der Fernsehrechte muss bei Einreichung geklärt sein.
Wer seine Arbeiten einreichen möchte, kann sich von der Website ein Anmeldeformular herunterladen: (Kontakt: The Production Center, SDSU, 5500 Campanile Drive, Suite Comm 124, San Diego, CA 92182-4561; Tel: ++619 5946902, Fax ++619 4628266, Email: ofield
mail.sdsu.edu
Die deutsche Internet-Film-Plattform www.bitfilm.de expandiert nach Frankreich, Schweden und Großbritannien. Im Rahmen eines Pilotprojektes des MEDIA-Programms wird die Hamburger Firma ab sofort Niederlassungen in Frankreich, Schweden und Großbritannien betreiben. Die dort ansässigen Redakteure können über ein speziell für diesen Zweck entwickeltes Redaktionssystem an einem gemeinsamen Filmpool arbeiten. Ab Frühjahr 2002 werden die ersten Online gehen. Die pan-europäische Bitfilm 2.0-Version wird stärker als bisher Community-bildende Elemente wie Foren und öffentliche Userprofile in den Vordergrund stellen. Zur Zielgruppe gehören laut Gründer und Geschäftsführer Aaron Koenig »filminteressierte Early Adaptors mit Breitband-Zugang«.
Quelle: Bitfilm GmbH & Co KG
Die deutschen, französischen und spanischen Senderausgaben von 13TH STREET - The Action and Suspense Channel der Universal Studios Networks – haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Reihe von 25 Kurzfilmen zum Thema "Großstadtlegenden" (Urban Myths) zu produzieren. Die ausführenden Produzenten sind die französische Gétévé und die britische Urbanchiller Films. Mit der Verfilmung der "Großstadt-Schocker" werden 13 junge Regisseure aus den drei beteiligten Ländern betraut. Deutschland ist mit Florian von Donnersmarck und Thorsten Kirves vertreten. Die Dreharbeiten beginnen Anfang Februar in Frankreich und Kanada.
Quelle: 13TH STREET
Das Impakt Festival in Utrecht (Niederlande) ist ein internationales Festival für Medienkunst. Ein Tourprogramm stellt nun eine Auswahl der bemerkenswertesten und spannendsten Filme und Videos der 12. Ausgabe des Impakt-Festivals vor. Im Programm geht es um ästhetische Visualisierungen der aktuellen Lage der Menschheit, Untersuchungen innovativer Erzählformen, Freud, Familienleben und die Subversion der Massenmedien. Dazu gehören Arbeiten jüngst erfolgreicher Künstlerinnen wie Annika Larsson und Miranda July.
Das Programm "Impakt Festival 2001 Highlights" kann bestellt werden bei:
Arjon Dunnewind, Impakt Festival, PO Box 735, 3500 AS Utrecht, The Netherlands
Tel: +31 30 2944493, Email: arjon
impakt.nl
Im Anschluss an die Aufführung bei den Kurzfilmtagen Winterthur schickt die Schweizer Kurzfilmagentur Filme der schwedischen Regisseure Roy Andersson und Lukas Moodysson auf Tour.
Lukas Moodysson wurde inzwischen mit seinen Spielfilmen "Fucking ?m?l" und "Tilsammans (Zusammen)" bekannt. Roy Andersson hatte im Jahr 2000 in Cannes mit "Songs from the Second Floor" Erfolg – ein Spielfilm, der jetzt erst von Rapid Eye Movies in Deutschland herausgebracht wird. Andersson, das ehemalige enfant terrible des schwedischen Films, hielt sich nach jahrzehntelanger Missachtung durch die öffentliche Filmförderung mit der Produktion von Werbefilmen über Wasser. In seinem Studio 24 entstanden kleine Meisterwerke mit dem ureigenen Roy Andersson-Touch, von denen ebenfalls eine Auswahl im Tourprogramm enthalten sind.
Vier Programme mit Filmen von dem Low und No Budget Filmfestival in Karlsruhe.
Im November 2001 fanden die 4. Independent Days statt. In vier Programmen mit einer Laufzeit zwischen 80 und 120 Minuten gehen nun Ausschnitte des Programms auf Tour.
Die Vorführformate sind Beta SP und S-VHS. Die Leihmiete beträgt eine Mindestgarantie von 500 EUR bzw. 50% der Bruttoeinnahmen.
(Filmwerkstatt Karlsruhe e.V., Steinstr. 23, 76131 Karlsruhe)
Email: tour
independentdays.de
Der britische Filmemacher Isaac Julien wurde für den Turner Prize 2001 nominiert. Als einer der engeren Favoriten für den renommiertesten Kunstpreis Großbritanniens, stellte die Tate Gallery (jetzt: Tate Britain) seine Filme "The Long Road to Mazatlán" (1999/2000) und "Vagabondia" (2000) als Mehrfach-Projektion aus. Isaac Julien, bekannt u.a. durch seine Filme "Looking for Langston", "Young Soul Rebels" und den Kurzfilm "The Attendant", gehört damit zu der wachsenden Zahl britischer Filmkünstler, die sich dem Kino ab- und der Galerien- und Kunstszene zugewandt haben. Julien wird inzwischen von der Londoner Galerie Victoria Miro vertreten.
Isaac Julien erhielt allerdings nicht – wie von vielen Kennern erwartet – den Hauptpreis. Diesen überreichte am 9. Dezember Popstar Madonna dem umstrittenen Künstler Martin Creed, dessen Arbeit "The lights going on and off" - der Titel beschreibt das Werk zulänglich - insbesondere die Fraktion der Maler unter den britischen Bildenden Künstlern zu lautstarken Protesten provozierte.
Conny E. Voester, die bisherige Leiterin von Viper, dem internationalen Festivals für Film, Video und neue Medien in Basel, zog sich nach sechs Jahren als Künstlerische Leiterin zurück. Die Position der Festivalleitung wurde im Januar 2002 zur Neubesetzung ausgeschrieben.
Ab Januar schickt der Bundesverband Kommunale Filmarbeit zwei Filmreihen mit Nachwuchsfilmen auf Tournee durch die deutschen Kommunalen Kinos: "Kurz + Gut" mit den Preisträgern des Europäischen Kurzfilm-Wettbewerbs beim Filmfest Stuttgart-Ludwigsburg und "FilmKlasseFilm"– ein von David Safarian kuratiertes Programm der Kunsthochschule Kassel.
(Informationen: Bundesverband Kommunale Filmarbeit, Schweizer Straße 6, 60594 Frankfurt, Tel: 069/622897, Fax: 6032185.
Die unabhängige New Yorker Fernsehproduktion Paper Tiger TV hat zwei neue Filme produziert, die alternative Informationen zu den Folgen der Anschläge vermitteln und jetzt ausgeliehen werden können (Kontakt: Carlos Pareja, carlos
papertiger.org).
Das Video "9.11" kritisiert die Regierungspolitik und behandelt die fremdenfeindlichen Reaktionen gegenüber arabischen Amerikanern. Der Film "Turning Tragedy Into War" setzt sich kritisch mit der Berichterstattung in den Medien auseinander. Letzterer steht bei Free Speech TV auch im Internet als Stream zur Verfügung.
Der New Yorker Verleih für Film- und Videokunst Electronic Arts Intermix (EAI) hat ein neues Verleihprogramm 2002 veröffentlicht. Neben vielen neuen Arbeiten und dem Ankauf älterer Werke bekannter Künstler, sind jetzt unter anderem auch alle Filme und Videos von Peggy Ahwesh bei EAI erhältlich.
Email: info
eai.org
Junge japanische Videokünstler haben Ende des vergangenen Jahres das VIDEOART CENTER Tokyo (VCTokyo) gegründet. Ziel des nichtgewerblichen Vereins ist die Förderung der Videokunst in Japan und der internationale Austausch. VAC baut zur Zeit eine Videothek auf und plant monatlich eine öffentliche Vorführungen unter dem Titel "Videoart Channel". Weiterhin sollen Tourprogramme vermittelt werden und ist die Herausgabe eines Magazins geplant. Hierzu sucht VAC international den Kontakt zu Videokünstlern und Veranstaltern.
(VAC Tokyo office: art Lab. Goldenshit, 5-62-8 MK Building. 3F, Nakano, Nakano-ku, Tokyo, 164-0001, Japan)
Email: info
vctokyo.org
Wie in jedem Jahr hat das European Media Art Festival Osnabrück herausragende Arbeiten aus dem Festivalprogramm 2001 als Tourneeprogramm zusammengestellt, das aus je einem Film- und einem Videopaket besteht. Zum Tourprogramm wurde eine Broschüre veröffentlicht, die auch als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Die Programme können – mit oder ohne Begleitung – ab sofort beim Festival ausgeliehen werden.
Das spanische Kultusministerium hat über das Instituto de Cinematografía y de las Artes Audiovisuales (ICAA) in der zweiten und letzten Antragsphase des Jahres 2001 siebzehn Kurzfilme mit insgesamt 30,5 Millionen Peseten (ca. 183.000 Euro) gefördert. Die Antragsteller erhielten zwischen 1 und 3 Millionen Peseten pro Vorhaben.
Quelle: Boletín Oficial del Estado